| 24.5.1607 | Mit Jamestown wird am 24. Mai 1607 die erste dauerhafte Siedlung der Engländer in Nordamerika gegründet. |
| 27.11.1703 | 14 Meilen südwestlich des englischen Plymouth finden sich im Meer die Eddystones. An dieser natürlichen Grenze mündet der Kanal in den kühleren Atlantik. Aus diesem Grund, hier sind Warm- und Kaltwasserfische zu finden, sind die Gewässer rund um Eddystone schon immer ein wichtiger Fischgrund gewesen. 1698 errichtete man den ersten Eddystone Leuchtturm um die Einfahrt in den Kanal und Umschiffung der Felsen zu erleichtern. Für viele Seeleute war der Leuchturm ein Zeichen für die baldige Ankunft in der Heimat. Am 27. November 1703 wird der Leuchturm, mitsamt seiner Besatzung von 6 Mann, vom Meer verschlungen. Er fiel dem "Great Storm of 1703" zum Opfer. Dieser Sturm gehörte zu den größten jemals verzeichneten Unwettern in der englischen Geschichte. Er wütete vom 24. November bis zum 2. Dezember über das südliche England und den Kanal. 8.000 Seeleute verloren ihr Leben. Die für den Schiffsbau wichtigen Eichenwälder wurden ebenfalls heftig getoffen. |
| 26.12.1716 | Thomas Gray, englischer Dichter und Gelehrter, wird am 26. Dezember 1716 in London geboren. Er stirbt am 30. Juli 1771 in Cambridge. |
| 24.9.1717 | Horace Walpole, 4. Earl of Orford wird am 24. September 1717 in London geboren. Er war ein britischer Schriftsteller, Politiker und Künstler. Walpole gilt sowohl als Begründer der „Gothic Novel“ als auch des englischen Landschaftsgartens. |
| 24.11.1729 | Alexander Suvorov, russischer Generalisimus und Nationalheld, wird am 24. November 1729 oder 1730 geboren. Er gilt als größter Stratege der russischen Militärgeschichte, wurde sechsmal schwer verwundet, gewann aber 63 Schlachten ohne Niederlage. Suvorov nahm unter anderem am Siebenjährigen Krieg (1756-1763), dem Feldzug gegen die polnische Konföderation von Bar (1768-1772), den beiden Türkenkriegen (1768-1774 und 1787-1791) und am zweiten Koalitionskrieg (1799-1801) gegen Frankreich teil. Suvorov verstarb am 18. Mai 1800 in Petersburg. Suvorov ist die berühmteste Persönlichkeit in der russischen Militärgeschichte und gilt in Russland als Inbegriff für Heldenhaftigkeit. |
| 17.9.1730 | In Magdeburg wird Friedrich Wilhelm von Steuben am 17. September 1730 geboren. Unter Friedrich dem Großen kämpfte er im zweiten Schlesischen Krieg. Nachdem er 1777 nach Nordamerika ging, wird er von George Washington zum Generalinspekteur des Heeres (1778-1784) der Unabhängigkeitsarmee ernannt. Ihm gelingt es aus den zusammen gewürfelten Truppen eine schlagkräftige Armee zu formen um den Engländern die Stirn zu bieten. Noch heute feiern die Amerikaner jährlich mit der Steubenparade den deutschen Offizier. |
| 22.2.1732 |  George Washington wird in Wakefield (Virginia) geboren. Seine englischstämmigen Eltern gehören zu der Schicht der wohlhabenden Plantagenbesitzer. Er erhielt eine einfache Schulausbildung, war aber besonders an Mathematik interessiert und arbeitete einige Jahre als Landvermesser. Durch Erbschaft und Heirat sollte er später selbst zu großem Grundbesitz kommen. Als Kommandeur der „Continental-Army“ hatte er großen Einfluss auf den Verlauf des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und wurde später sogar der erste Präsident der Vereinigten Staaten. |
| 26.2.1732 | Francis Marion wird am 26. Februar 1732 in Georgetown geboren. Während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs diente er als Oberstleutnant in der Kontinentalarmee und wurde später Brigadegeneral bei der South Carolina Miliz. Während des Krieges machte er sich als "Sumpffuchs" (Swamp-Fox) einen Namen und gilt als Begründer der modernen Guerillakriegsführung. Obwohl er Rassist und Befürworter der Sklavenhaltung war, wurde er zu einem großen amerikanischen Held. Die Figur des Benjamin Martin aus "The Patriot", dargestellt von Mel Gibson, wurde an Francis Marion angelehnt. |
| 31.3.1732 |  Franz Joseph Haydn wird im österreichischen Rohrau geboren. Nach harten Lehrjahren wird er zu einem in ganz Europa geschätzten Komponisten. Er war ein Freund von Mozart und Förderer Beethovens. Als Komponist wurde er auch nach England eingeladen und war auch am österreichischen Hof Gast. Sein Ruhm war so groß, dass er 1809, während der französischen Besatzung seiner Heimatstadt, eine Ehrenwache vor die Tür bekam. |
| 9.10.1735 | Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig wird am 9. Oktober 1735 in Wolfenbüttel geboren. Er kämpfte bei Valmy gegen das revolutionäre Frankreich, legte nach der Niederlage sein Amt nieder. Während des vierten Koalitionskrieges wurde er mit 70 Jahren zum Oberbefehlshaber der preußischen Armee. Während der Schlacht bei Jena und Auerstedt wurde er schwer getroffen und starb einen Monat später. |
| 16.12.1742 |  Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt wird in Rostock geboren. 1760 tritt er dem Militär bei und wird zu einem der wichtigsten Kommandanten der preußischen Armee. Während der Befreiungskriege, und besonders in der Völkerschlacht von Leipzig, wird er eine entscheidende Rolle spielen. In der Schlacht bei Waterloo werden die unter seinem Kommando stehenden Soldaten das Zünglein an der Waage sein. |
| 13.4.1743 | Thomas Jefferson wird in Virginia geboren. Er wird einer der führenden Köpfe der Amerikanischen Unabhängkeitsbewegung werden und gilt als maßgeblicher Autor der Unabhängigkeitserklärung. 1801 wird er zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und behält dieses Amt für zwei Legislaturperioden. |
| 24.5.1743 | Jean Paul Marat wird am 24. Mai 1743 im schweizerischen Boudry geboren. Marat ist Arzt, Verleger und Journalist. Bekannt ist er als einer der radikalsten Jakobiner der Französischen Revolution. |
| 16.9.1745 | General Mikhail Milarionovich Golenischev-Kutosov, Feld Kommandant, Sohn des Generals Mikhail Kutosov, wird am 16. September 1745 in St. Petersburg geboren. Er verstirbt im Alter von 67 Jahren am 16. April 1813. Er gilt bis heute in Russland als Held des Vaterländischen Krieges gegen Napoléon. |
| 30.8.1748 |  Jacques-Louis David, der bedeutendste französische Revolutionsmaler, wird in Paris geboren. An der königlichen Akademie studiert er, wird dennoch während der Revolution ein aktiver Jakobiner. 1792 wird er Organisator des staatlichen Kunstwesens und entgeht nach Robespierres Sturz nur knapp der Guillotine. Unter Napoleon wird er zum Hofmaler ernannt. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Krönungsszene des französischen Kaisers. |
| 11.11.1748 | Karl IV. wird am 11. November 1748 im sizilianischen Portici geboren. Er war spanischer König vom 14. Dezember 1788 bis zu seiner durch Napoleon erzwungenen Abdankung am 19. März 1808. |
| 26.9.1750 | Im nordenglischen Newcastle upon Tyne wird Cuthbert Collingwood geboren. Während seiner Karriere bei der Royal Navy wird er zu einem treuen Freund von Horatio Nelson. In der Schlacht von Kap Trafalgar führt er als Vizeadmiral einen Teil der britischen Flotte an und übernimmt nach Nelsons Tod das Oberkommando über die britische Flotte im Mittelmeer. |
| 12.2.1753 | François-Paul Brueys d'Aigalliers, Comte de Brueys, wird am 12. Februar 1753 im südfranzösischen Uzès geboren. Obwohl er aus einer aristokratischen Familie stammt, entgeht er dem Revolutionsterror, sah jedoch viele Familienangehörige und Freunde sterben. Trotzdem dient er weiter in der französischen Marine. 1795 wird er zum Vizeadmiral befördert. Am 1. August 1798 führt er das französische Kommando in der Schlacht von Abukir und stirbt bei der Explosion des Flaggschiffs L’Orient. |
| 20.11.1753 | Louis Alexandre Berthier, Fürst und Herzog von Neuchâtel und Valengin, Fürst von Wagram, Marschall von Frankreich wurde am 20. November 1753 in Versailles geboren. |
| 13.2.1754 |  Charles Maurice de Talleyrand wird als erster Sohn einer alten und angesehenen Adelsfamilie in Paris geboren. Sein Name gilt heute als Inbegriff für politischen Weitblick verbunden mit Skrupellosigkeit. Vom "Ancién Regime", über Revolution und napoleonischem Kaisereich, bis zur Restauration diente er Frankreich in verschiedenen Positionen. |
| 9.9.1754 | William Bligh wird am 9. September 1754 in Plymouth geboren. Bekannt, und unberechtigterweise berüchtigt, wird er durch die Meuterei auf der Bounty. Als seemännische Glanzleistung ist seine mehr als dreieinhalbtausend Meilen lange Fahrt in einem offenen Boot nach der Meuterei anzusehen. |
| 2.8.1755 | Pierre Charles L'Enfant wird am 2. August 1755 geboren. Der französische Künstler kämpft im amerikanischen Bürgerkrieg an der Seite seines Freundes George Washington. Dieser bittet ihn später die neue Hauptstadt der Vereinigten Staaten zu entwerfen. Tatsächlich wird die Hauptstadt, später Washington genannt, nach seinen Pläne errichtet. |
| 17.11.1755 | Am 17. November 1755 wird der spätere Monarch Ludwig XVIII. (Louis-Stanislas-Xavier, Comte de Provence) in Versailles bei Paris geboren. Ludwig, als Sohn des Dauphin Ludwig Ferdinand (1729-1765) und dessen Gemahlin Maria Josepha von Sachsen geboren erhält von Geburt an den Titel Comte de Provence, ab 1793 Regent im Exil, ab 1795 Thronprätendent im Exil, ab 1814 König von Frankreich, allerdings wird seine Herrschaft unterbrochen durch die Cent Jours (Hundert Tage) Napoleons. Der von Krankheit gezeichnete Ludwig verstirbt schließlich am 16. September 1824 in Paris und wird in der Kathedrale von Saint-Denis beigesetzt. |
| 16.1.1756 | Der preußische König Friedrich II. schliesst am 16. Januar 1756 mit England, das wegen der Kolonien in Nordamerika mit Frankreich im Streit liegt, den Vertrag von Westminster zum Schutz Hannovers ab. |
| 27.1.1756 | Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart, auch bekannt als Wolfgang Amadeus Mozart, wird am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Als Komponist der Wiener Klassik wird er sehr populär und seine Kompositionen gehören zu den am meisten gespielten Stücken weltweit. |
| 1.5.1756 | Als Reaktion auf den Vertrag vom Westminster schliessen Österreich und Frankreich am 1. Mai ein Schutzbündnis und beginnen mit der Aufrüstung. Friedrich läßt im Juni 1756 in Wien diplomatisch anfragen, ob die Kriegsvorbereitungen ihm gelten. Er erhält keine zufrieden stellende Antwort und fordert das Versprechen, dass man im in den nächsten 2 Jahren nicht angreifen wird. Am 21. August erhält Friedrich die Antwort, dass man ihm dieses Versprechen nicht geben kann. |
| 6.5.1756 | Friedrich II. beabsichtigte, den 1756 nicht gelungenen Plan wieder aufzunehmen und in Böhmen einzufallen, in der Hoffnung, Österreich so schnell und so entscheidend niederzuwerfen, dass dessen Verbündete vom Krieg abgeschreckt würden. In der Schlacht bei Prag am 6. Mai 1757 siegten die Preußen über die Österreicher und schlossen die geschlagene österreichische Armee unter dem Prinzen Karl von Lothringen in Prag ein.
|
| 15.5.1756 | Der Siebenjährige Krieg beginnt mit der Kriegserklärung Großbritanniens an Frankreich. Großbritannien und Preußen kämpfen in diesem Krieg gemeinsam gegen Österreich, Frankreich und Russland. Für England und Frankreich ging es dabei in erster Linie um die Vorherrschaft in Amerika, Preußen kämpfte gar ums überleben. |
| 20.5.1756 |  Ein britischer Verband unter dem Kommando von Admiral Byng trifft vor Minorca auf eine französische Flotte. Die Schlacht ist geprägt von Byngs Bestrebungen die Befehle für Taktik möglichst genau zu befolgen. Dadurch verpasst er die Möglichkeit die gegnerische Flotte zu besiegen. Zu seinem Glück bricht der französische Admiral die Schlacht ab. Byng hat sich nichts vorzuwerfen, dennoch wird er vor ein Kriegsgericht gestellt. Da er, nach Meinung der Admiralität, nicht das Äusserste für den Sieg getan hat, wird er zum Tode verurteilt. |
| 29.8.1756 | Am 29. August 1756 überschreitet Friedrich II. mit 60.000 Soldaten, und ohne Kriegserklärung, die Grenze Sachsens. Sein Ziel ist der schnelle Durchmarsch um nach Böhmen zu gelangen. Aber der Kurfürst von Sachsen, August III., weist alle Anträge Friedrichs, sich mit ihm zu verbinden oder neutral zu bleiben, zurück und flüchtet auf den Königstein, von wo er seine Bundesgenossen und das Reich um Beistand anruft, während sich die sächsischen Truppen, 17.000 Mann, rasch in einem befestigten Lager bei Pirna zusammenziehen. |
| 9.9.1756 | Am 9. September 1756 besetzt die preußische Armee Dresden. |
| 1.10.1756 | Am 1. Oktober 1756 kommt es zur Schlacht bei Lobositz zwischen den preußischen Truppen in Böhmen und einer, zum Entsatz der sächsischen Armee, herangezogenen österreichischen Armee unter Feldmarschall Browne. |
| 12.11.1756 | Der preußische General Gerhard Johann David von Scharnhorst wird am 12. November 1756 in Bordenau bei Hannover geboren. In der Schlacht von Großgörschen erhält er eine Verwundung, an der Scharnhorst wenige Wochen später auf der Reise nach Wien am 28. Juni 1813 in Prag stirbt. |
| 17.1.1757 | Das Deutsche Reich beschliesst am 17. Januar 1757 die bewaffnete Hilfe für Sachsen. |
| 22.1.1757 | Am 22. Januar 1757 schliessen Russland und Österreich einen Allianzvertrag, fünf Tage später wird Preußen der Reichskrieg erklärt. |
| 15.3.1757 | Admiral John Byng wird in Portsmouth hingerichtet. Er wird beschuldigt nicht das Äusserste für den Sieg in der Schlacht von Minorca getan zu haben. Tatsächlich will die Admiralität von ihren eigenen Fehlern ablenken und vor der Bevölkerung Handlungsfähigkeit beweisen. Die Hinrichtung eines Admirals der Royal Navy ist natürlich ein aussergewöhnlicher Fall und hat großen Einfluss auf das spätere Handeln von Offizieren. Der Fall Byng ist vielleicht einer der Gründe, weshalb britische Kommandanten in den folgenden Jahrzehnten fast nie einem Gefecht aus dem Weg gegangen sind. |
| 1.5.1757 | Am 1. Mai 1757 kommt es zu einem Offensivbündnis zwischen Frankreich und Österreich. Frankreich verpflichtet sich 150.000 Mann gegen Preußen aufzustellen, und auch Schweden, erklärt als Garant des Westfälischen Friedens dem preußischen König Friedrich den Krieg. Von den zu erobernden preußischen Gebieten soll Österreich Schlesien, Glatz und Krossen, Sachsen Magdeburg, Halberstadt und den Saalkreis, Schweden Vorpommern, Kurpfalz Kleve und Obergeldern, Rußland Ostpreußen erhalten, während Frankreich ein Teil der österreichischen Niederlande zugesichert wird. |
| 18.6.1757 | Unter dem Oberfehl von Daun rückt ein österreichisches Heer von 54.000 Mann heran. Friedrich II. schickt ihm den Herzog von Bevern entgegen, dieser wird jedoch zurückgedrängt. Friedrich eilt selbst herbei, vereinigt sich am 15. Juni mit Bevern und greift am 18. Juni mit 34.000 Mann die Stellung Dauns bei Kolin an und erleidet dabei eine völlige Niederlage. 14.000 Mann und 43 Geschütze gehen ihm verloren. Die Folgen der Schlacht bei Kolin sind enorm. Böhmen muss unter beträchtlichen Verlusten geräumt werden, die ermutigten Feinde drängen von allen Seiten auf Friedrich II. ein. |
| 26.7.1757 | Am 26. Juli 1757 schlagen die Franzosen Cumberland bei der Schlacht von Hastenbeck. Diese Niederlage führt zu der im September abgeschlossenen Konvention von Zeven. |
| 30.8.1757 | In der Schlacht bei Groß-Jägersdorf schlagen russische Truppen am 30. August 1757 das preußische Korps. Die Russen unter Apraxin zwingen den preußischen Feldmarschall Lehwaldt dadurch Ostpreußen zu räumen. |
| 7.9.1757 | Die Österreicher setzen sich währenddessen in Oberschlesien und der Lausitz fest. Am 7. September erringen sie einen Sieg bei Moys und machen sich dadurch den Weg nach Breslau und Berlin frei. |
| 10.9.1757 | Das in der Personalunion mit England verbundene Kurfürstentum Hannover schliesst in der Konvention vom Kloster Zeven am 10. September 1757 mit Frankreich einen Waffenstillstand. Eine äußerst kritische Situation für Preußen. Wird die Konvention von England mitgetragen, so steht man allein in diesem Krieg und die endgültige Niederlage ist unausweichlich. |
| 26.10.1757 | Der Staatsmann und Reformer Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein wird am 26. Oktober 1757 in Nassau an der Lahn geboren. Nach dem Frieden von Tilsit wird er verantwortlich für die Verwaltungs-, Wirtschafts und Bildungsreformen des preußischen Staates. |
| 5.11.1757 | Am 5. November 1757 kommt es zur Schlacht bei Roßbach zwischen Preußen auf der einen und den Franzosen und der Reichsarmee auf der anderen Seite. |
| 11.11.1757 | Pierre-François-Charles Augereau wird in Paris geboren. Augereau, Herzog von Castiglione, wird ein Revolutionsgeneral und Marschall von Frankreich. |
| 5.12.1757 | Am 5. Dezember 1757 findet bei Leuthen die legendärste Schlacht der Siebenjährigen Krieges statt: Der preußische König Friedrich der Große besiegt mit seiner preußischen Armee die zahlenmäßig deutlich überlegenen Österreicher mit Hilfe taktischer Finten, der sogenannten schiefen Schlachtordnung und einer großartigen Moral seiner Soldaten. Der Sieg der 35.000 Preußen gegen 65.000 Österreicher wird zum Zentrum des Mythos von der Unbesiegbarkeit des preußischen Heeres. Die Verluste sind auf beiden Seiten hoch. 3.000 Tote, 7.000 Verwundete und 12.000 Gefangene auf österreichischer Seite und und über 1.000 Tote und mehr als 6.000 Verwundete auf preußischer Seite. Der nach der Schlacht angestimmte Choral von Leuthen »Nun danket alle Gott« gehört ebenso wie die Ansprache Friedrichs vor der Schlacht und die Schlacht selbst zu den Dingen, die dem »Mythos Preußen« Vorschub leisteten. |
| 11.4.1758 | In England genehmigt König Georg II. auf den Rat Pitts die Konvention von Zeven nicht, sondern schliesst am 11. April 1758 ein Bündnis mit Preußen, wonach dieses Hilfsgelder erhält und ein neues verbündetes Heer in Hannover aufgestellt wird. |
| 16.4.1758 | Nach den Erfolgen von Rossbach und Leuthen und der Ablehnung der Konvention von Zeven durch den englischen Verbündeten, glaubte Friedrich durch einen neuen Angriff auf Österreich dieses zum Frieden zwingen zu können. Nachdem er am 16. April Schweidnitz wiedererobert hatte, fiel er in Mähren ein, doch gelang es ihm weder, Olmütz zu überrumpeln, noch durch eine Belagerung zur Übergabe zu zwingen. |
| 29.4.1758 | Sir George Pocock wird entsendet um das belagerte Fort St. David, ein britischer Stützpunkt südöstlich von Indien, zu befreien. Am 29. April trifft er mit sieben Schiffen auf acht französische Schiffe unter dem Kommando von Comte d’ Aché. Drei seiner Schiffe können nicht rechtzeitig in die Schlacht eingreifen und so ist sein sein Flaggschiff exponiert und erleidet großen Schaden an der Takelage. Die Franzosen brechen die Schlacht ab, nach dem die englische Nachhut das Schlachtfeld erreicht. Pocock ist nicht in der Lage die Verfolgung aufzunehmen. |
| 1.7.1758 | Nachdem die Österreicher unter Laudon die direkte Verbindung Friedrichs mit Schlesien unterbrechen, hebt er am 1. Juli die Belagerung auf um sich durch Böhmen über das Riesengebirge nach Mittelschlesien zurückzuziehen. |
| 29.9.1758 | Horatio Nelson wird im englischen Burnham Thorpe (Norfolk) geboren. Er wird einer der größten englischen Seehelden und im Seekrieg gegen Napoleon die entscheidende Schlacht von Kap Trafalgar kommandieren. |
| 11.12.1758 | Der Komponist Karl Friedrich Zelter wird am 11. Dezember 1758 in Berlin geboren. Er besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium, mußte aber im Altern von 17 Jahren als Maurerlehrling dem Beruf seines Vaters folgen. 1783 wurde er Maurermeister, folgte allerdings weiter seiner Neigung und begann das Studium der Musik, wobei ihm Carl Friedrich Christian Fasch Lehrer und Führer war, den er später in der Direktion der Singakademie unterstützte. Nach dem Tode von Fasch übernahm Zelter die Leitung der Singakademie, erhielt bald darauf den Professortitel und wurde später auch vom König durch den Auftrag ausgezeichnet, in Königsberg die Kirchenmusik zu organisieren. Er starb 15. Mai 1832, wenige Tage nach dem mit ihm eng befreundeten Goethe. |
| 1.8.1759 | Einen Vorstoß des Herzogs von Braunschweig zum Rhein wehren die Franzosen bei Bergen am 13. April 1759 ab. Der darauf folgende Vorstoß des französischen Hauptkontingents nach Hannover wird von den preußischen Verbündeten in der Schlacht bei Minden am 1. August 1759 abgewiesen. So kann sich Friedrich zwar im Besitz seiner Gebiete behauptet, aber es gelingt nicht durch einen entscheidenden Erfolg die feindliche Koalition zu sprengen. |
| 12.8.1759 | Russen und Österreicher vereinigen ihrer Truppen bei Kunersdorf (östlich von Frankfurt/Oder). Friedrich erleidet bei dem Angriff auf das Lager in der Schlacht von Kunersdorf am 12. August 1759 eine katastrophale Niederlage, das preußische Heer löst sich zwischenzeitlich praktisch auf. |
| 21.11.1759 | Nach der Vereinigung der Reichsarmee mit den Österreichern kommt es bei Dresden am 20. November 1759 zu einem Zusammentreffen mit einem preußischen Kontingent im Gefecht von Maxen, welches zum Einschluss der preußischen Truppen führt. Der preußische General Friedrich August von Finck kapituliert daraufhin am 21. November und wird mit rund 14.000 Mann gefangen genommen. Die Österreicher bleiben nun den Winter über in Sachsen, und Friedrich muss deshalb ein festes Lager bei Wilsdruf beziehen, in dem sein Heer wegen der strengen Kälte sehr leidet. |
| 21.11.1759 | Leopold Joseph Graf Daun nimmt einen Tag nach dem Gefecht von Maxen die Kapitulation der preußischen Truppen, insgesamt 13.741 Mann, unter General Friedrich August von Finck entgegen. |
| 2.3.1760 | Benoit Camille Desmoulins wird am 2. März 1760 zu Guise in der Picardie geboren. |
| 15.8.1760 | Als österreichische Entsatztruppen auf Dresden marschieren zieht sich Friedrich zurück. Die österreichische Armee unter Daun verfolgt ihn. Beiden österreichischen Armeen gelingt eine Vereinigung bei Liegnitz, die am 15. August 1760 von Friedrich angegriffen wird. Die preußischen Truppen erringt einen Sieg und damit die Verbindung zu Truppen unter Prinz Heinrich, der dadurch erfolgreich die russischen Kräfte auf Distanz halten kann. |
| 25.10.1760 | Am 25. Oktober 1760 stirbt Georg II. von England und sein Nachfolger Georg III. bestätigt zwar das Bündnis mit Preußen, stellt jedoch die Zahlungen ein. |
| 3.11.1760 | Friedrich gelingt es am 3. November 1760 in der Schlacht bei Torgau die österreichische Armee unter Daun zu schlagen und nach Sachsen zurückzudrängen. Die Lage Preußens ist katastrophal, denn Ostpreußen, Sachsen und Schlesien werden vom Gegner besetzt. Mit Mühe konnte Friedrich 1761 ein Heer von 96.000 Mann den 230.000 Mann Russen und Österreichern entgegenstellen. . |
| 15.7.1761 | Charles de Rohan, prince de Soubise und Victor-François de Broglie greifen die preußischen Truppen unter Ferdinand von Braunschweig an. Damit beginnt die zweitägige Schlacht bei Vellinghausen. Die Schlacht endet mit einer Niederlage der Franzosen. |
| 27.12.1761 | Am 27. Dezember 1761 wurde Michael Andreas Barclay de Tolly in Riga geboren. Nach seinem Eintritt in die russische Armee kämpft er 1788 gegen die Türken und danach gegen die Schweden und Polen. 1806 beginnt sein Kampf gegen Napoleon. In der Schlacht von Preußisch-Eylau wird er verletzt und später zum Generalleutnant befördert. 1812 erhielt er den Oberfehl über die russische Armee, muss jedoch auf politischen Druck den Posten für Kutusov räumen. Nach der Schlacht von Borodino verläßt er die Armee, wird 1813 jedoch wieder gerufen um doch den Oberfehl zu übernehmen. In der Völkerschlacht von Leipzig führt er das Kommando über die russischen Soldaten. Nach dem Krieg setzt er sich zur Ruhe und stirbt 1818 in Insterburg. |
| 6.6.1762 | Eine britische Flotte unter dem Kommando von Sir George Pocock setzt Truppen ab um Havanna einzunehmen. Trotz der geglückten Landung können die spanischen Truppen nicht überrascht werden. Um der britischen Flotte den Weg in den Hafen zu versperren werden drei Linienschiffe in der Einfahrt versenkt. Damit sind jedoch auch die neun im Hafen verbliebenen Schiffe eingeschlossen. Nach zäher Belagerung graben englische Pioniere einen Graben unter die Festungswand und sprengen eine kleine Bresche hinein. Ihnen gelingt es in kurzer Zeit die Festung einzunehmen, danach ergibt sich die Stadt. Neun spanische Linienschiffe, über 100 Landkanonen und gewaltige Mengen an Versorgungsgütern fallen in die Hände der Engländer. |
| 9.7.1762 | Katharine, die Ehefrau des russischen Zaren, stellt sich unter den Schutz einiger Garderegimenter und wird zur neuen Zarin Katharina II. ausgerufen. Ihr Ehemann, Zar Peter III. reagiert zaghaft und versucht zu flüchten.. |
| 17.7.1762 | Zar Peter III., der in seiner kurzen Regierungszeit den Sonderfrieden mit Preußen und ein umfangreichen Reformprogramm veranlasste, wird ermordet. |
| 21.7.1762 | In der Schlacht bei Burkersdorf siegt Friedrich II. über die Österreicher. Der Sturz Peters III. und die Thronbesteigung Katharinas II. (9. Juli 1762) droht die glückliche Wendung der Dinge wieder in Frage zu stellen. Doch gelingt es Friedrich noch, vor Tschernitschews Abmarsch das feste Lager Dauns bei Burkersdorf am 21. Juli zu erstürmen. Damit folgt die preußische Rückeroberung des niederschlesischen Schweidnitz |
| 18.8.1762 | Die Engländer nehmen während des Siebenjährigen Krieges am 14. August 1762 Havanna, die Hauptstadt der spanischen Kolonie Kuba, ein. Ein Jahr später wurde die Stadt im Rahmen des Pariser Friedens von 1763 gegen Florida eingetauscht. |
| 10.2.1763 | In Paris schliessen Großbritanien, Portugal, Spanien und Frankreich Frieden. Fünf Tage später wird auf der Hubertusburg der Frieden mit Preussen geschlossen. Preussen konnte sich behaupten und stieg zu einer Kontinentalmacht auf. Mit dem Frieden sind auch die Kampfhandlungen des siebenjährigen Krieges in Amerika beendet. Der Grundstein für die Amerikanische Unabhängigkeit und die Französische Revolution wurden gleichzeitig gelegt: England musste ein gewaltiges Heer in der Neuen Welt unterhalten und prüft Möglichkeiten (z.B.: Steuern) mehr Geld aus den Kolonien zu erhalten. Um die verbündeten Indianer zu schützen wird, ein Siedlungsverbot westlich des Hauptkamms der Appalachen ausgesprochen. Finanzierung und Siedlungsverbot sind zwei wesentliche Gründe für den aufkeimenden Konflikt zwischen den Kolonien und dem Heimatland. Aber auch Frankreich geht mit gewaltigen Staatsschulden aus dem Krieg. Darüber hinaus hat Frankreich wertvolle Gebiete abtreten müssen. In der amerikaninischen Revolution sieht das absolutistische Frankreich die Möglichkeit für eine Revanche gegen den Erzfeind England, trägt den Revolutionsgedanken allerdings ins eigene Land. |
| 15.2.1763 | Am 15. Februar 1763 wird auf dem ehemaligen sächsischen Jagdschloss Hubertusburg (bei Grimma bzw. Leipzig) mit dem Frieden von Hubertusburg zwischen der Kaiserin Maria Theresia von Österreich und dem Preußenkönig Friedrich II. von Preußen und Sachsen die Beendigung des Siebenjährigen Kriegs beschlossen. Die kriegsmüden Parteien vereinbaren einen Frieden, der an den territorialen Verhältnissen nichts ändert und damit den Besitzstand von 1745 besiegelte. Schlesien bleibt somit preußisch. Die Gegenleistung Preußens besteht in der Zusicherung, der Wahl Josephs II, der älteste Sohn Maria Theresias, zur Kaiserwahl zuzustimmen. Somit gehen aus dem Krieg keine Sieger hervor. Beide Seiten müssen erhebliche Verluste an Menschenleben ertragen. Die Preußen beklagen 180.000 Gefallene und Schwerverletzte, darüber hinaus ca. 225.000 Zivilisten, was ca. 5,8% der Gesamtbevölkerung entspricht. Vor allem in den von den Russen verwüsteten Gebieten der Neumark sowie in Pommern und Ostpreußen sind die Verluste immens. Preußens Gegner haben ca. 300.000 gefallene Soldaten zu verzeichnen. Auch die Kriegskosten sind immens, so dass auf beiden Seiten erhebliche wirtschaftliche Folgen zu Tage treten. |
| 13.3.1763 | Guillaume Marie Anne Brune, französischer Marschall, wird am 13. März 1763 in Brive la Gaillarde (Corrèze) geboren. |
| 29.5.1763 | Fouché, Joseph, Herzog von Otranto, Polizeiminister unter Napoleon I., wird am 29. Mai 1763 in Nantes als Sohn eines Schiffskapitäns geboren. |
| 23.6.1763 | Joséphine de Beauharnais wird am 23. Juni 1763 auf der karibischen Insel Martinique als Tochter des Plantagenbesitzers Joseph Tascher de la Pagerie geboren. |
| 26.1.1764 | Jean Baptiste Jules Bernadotte wird am 26. Januar 1764 in Pau geboren. |
| 20.5.1764 | In Berlin wird am 20. Mai 1764 der deutsche Bildhauer und Grafiker Johann Gottfried Schadow geboren. Von ihm stammt der Entwurf für Quadriga auf dem Brandenburger Tor. |
| 14.11.1765 |  Robert Fulton wird in Little Britain geboren. Der US-amerikanischer Ingenieur wird durch den Bau seiner Dampfschiffe bekannt. Zwischen 1798 und 1800 baut er auch ein Unterseeboot nach eigenen Entwürfen, findet dafür jedoch keine Interessenten. Im Januar 1808 nimmt sein Dampfschiff „Clermont“, als erstes Dampfschiff der Welt, den regelmäßigen Verkehr zwischen New York und Albany auf und läutet damit die kommerzielle Nutzung der Dampfschifffahrt ein. |
| 22.6.1767 | Wilhelm von Humboldt wird in Potsdam geboren. |
| 25.6.1767 | Der Komponist Georg Philipp Telemann stirbt in Hamburg. |
| 22.11.1767 | Andreas Nikolaus Hofer, wird am 22. November 1767 am Sandhof bei Leonhard in Passeier (Südtirol) geboren. Er wird Tiroler Freiheitskämpfer und ist heute österreichischer Nationalheld. Andreas Hofer führt die Tiroler, die infolge der Niederlage Österreichs im 3. Koalitionskrieg seit 1805/06 wieder unter bayerischer Herrschaft stehen, dreimal siegreich in den Kampf gegen die französischen Truppen unter Napoleon. 1810 wird er verraten und verhaftet, ihm wird in Mantua der Prozess gemacht, am 20. Februar 1810 wird er erschossen. |
| 12.2.1768 | Franz Joseph Karl wird am 12. Februar 1768 in Florenz geboren. Der Erzherzog von Österreich aus dem Hause Habsburg-Lothringen wird 1792 zum letzten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt. 1804 ruft er das Erzherzogtum zum Kaisertum Österreich aus und sich regiert es als Franz I. 1805 ist er neben Napoleon und Alexander der Dritte Kauser in der Dreikaiserschlacht Austerlitz. 1806 legt er die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches nieder und beendet das Reich. |
| 13.2.1768 | Mortier, Edouard-Adolphe-Casmir-Joseph, Herzog von Treviso, Marschall von Frankreich, wird am 13. Februar 1768 in Câteau-Cambresis geboren. Er stirbt im Alter von 67 Jahren am 28. Juli 1835. |
| 15.5.1768 | Der 15. Mai 1768 ist für die weitere Geschichte Europas ein wichtiges Datum. Genua verkauft die Insel Korsika, im Jahr vor Napoleons Geburt, an Frankreich. Seit dem ist die Insel, bis auf eine kurze englische Episode, ein Bestandteil des französischen Staatsgebietes. |
| 6.8.1768 | Jean Baptiste Bessières, Herzog von Istrien, wird am 6. August 1768 in Preissac geboren. |
| 5.1.1769 | James Watt erhält am 5. Januar 1769 ein Patent für die erste direktwirkende Niederdruck-Dampfmaschine. |
| 10.1.1769 | In Saarlois wird Michel Ney als Sohn eines deutschstämmigen Küfers geboren. Als einer der erfolgreichsten Generäle unter Napoleon erhält er neben zahlreichen Adelstitel vor allem die Bezeichnung „der Tapferste der Tapferen“ durch seinen Kaiser. Nach Napoleons Abdankung dient er dem französischen König. Als Napoleon zurückkehrt, schlägt sich Marshall Ney wieder auf die Seite des Korsen. 1815 wird er deshalb wegen Hochverrat in Paris hingerichtet. |
| 4.3.1769 | Charles Messier beobachtet am 4. März 1769 den Orionnebel. |
| 5.4.1769 | Thomas Masterman Hardy wird in Portisham geboren. Er wird ein treuer Weggefährte von Horatio Nelson werden. In der Schlacht von Trafalgar stand er neben seinem Mentor, als die tödliche Kugel Nelson traf. |
| 1.5.1769 |  Arthur Wellesley wird in Dublin geboren, als Herzog von Wellington wird er in die Geschichte eingehen. Als Angehöriger des verarmten irischen Adels bleibt dem dritten Sohn der Familie nur eine Karriere in der Armee vorbehalten. Er wird in wenigen Jahren auf dem Schlachtfeld das englische Pendant zu Napoleon Bonaparte werden. In der entscheidenden Schlacht bei Waterloo hat er den Oberbefehl über die alliierten Truppen inne. Durch seine gewaltigen Erfolge wird er Oberbefehlshaber des britischen Heeres und später sogar Premierminister werden. |
| 15.8.1769 |  Napoleone Buonaparte wird im korsischen Ajaccio, als Vierter der zwölf geborenen und Zweiter der acht überlebenden Kinder von Carlo di Buonaparte und Letizia Ramolino, geboren. Die Familie Buonaparte, ursprünglich aus der italienischen Toskana und seit dem 16. Jahrhunder auf der Insel, ist auf Korsika nicht ganz unbekannt. Als Angehörige des niederen Adels gehören sie nicht zu den Ärmsten ihres Standes und durch die geschickte Politik des Vaters können zahlreiche Vergünstigen gewonnen werden. |
| 25.8.1769 | Die „Endeavour“ unter dem Kommando von James Cook läuft aus Plymouth aus. Der Kurs lautet Südsee um von dort aus die Suche nach dem „Unbekannten Südkontinent“ (Terra Australis Incognita) zu starten. An Bord befinden sich insgesamt 94 Seeleute und Wissenschaftler. Entlang der Südamerikanischen Küste, über Kap Hoorn, ist das erste Ziel Tahiti. |
| 14.9.1769 | Alexander Freiherr von Humboldt, der bedeutende Naturforscher und Begründer der physischen Geographie, wird in Berlin geboren. Die physische Geographie beschäftigt sich mit der Oberfläche der Welt, also den natürlichen Merkmalen wie Berge, Seen, Meere und Bodenbedeckungen. Humboldt reist viel und dokumentiert akribisch genau seine Erkenntnisse. Seine Werke sind auch heute noch von großer Bedeutung. |
| 5.3.1770 | Nach der Meinung von John Adams, dem ersten Vizepräsidenten und zweiten Präsidenten der USA, werden am 5. März 1770 mit dem Massaker von Boston die Vereinigten Staaten von Amerika geboren. In einer Strassenschlacht werden fünf Kolonisten von englischen Soldaten erschossen. Die englischen Soldaten haben den Auftrag die Aufrührer unter Kontrolle zu halten und sollen nicht schiessen. Ein Soldat verliert die Fassung und feuert in die Menge. Die anderen Soldaten eröffnen daraufhin ebenfalls das Feuer, welches erst mit der Unabhängigkeit gelöscht werden kann. Der Vorfall wird natürlich von den revoltierenden Kolonisten genutzt um weitere Anhänger zu gewinnen. |
| 20.3.1770 | Friedrich Hölderlin wird in Lauffen am Neckar geboren. |
| 19.4.1770 | Der französische Thronfolger Ludwig heiratet Marie Antionette von Österreich. |
| 27.4.1770 | Sir Edward Codrington wird am 27. April 1770 geboren. Während der Schlacht von Trafalgar befehligt er das Linienschiff Orion. |
| 10.5.1770 | Louis-Nicolas d'Avoût, oft auch Davout genannt, Herzog von Auerstädt, Fürst von Eggmühl, wird wurde am 10. Mai 1770 in Annoux (Yonne) geboren. Er entstammt einer angesehenen adligen Familie und ist in Brienne Mitschüler Bonapartes. |
| 16.5.1770 | Maria Antonia Josepha Johanna, Erzherzogin von Österreich, besser bekannt als Marie Antoinette, heiratet mit 14 Jahren den ein Jahr älteren Louis-Auguste, der später König von Frankreich wird. Das junge Paar ist bereits seit dem 19. April 1770 per procurationem verheiratet, die eigentliche Hochzeit findet jedoch erst am 16. Mai statt. |
| 16.12.1770 | Ludwig van Beethoven, einer der größten deutschen Komponisten wird am 16. Dezember 1770 in Bonn, wo sein Großvater Ludwig van Beethoven Kapellmeister,sein Vater Johann van Beethoven Tenorist in der kurfürstlichen Kapelle war, geboren.
Bekannt ist besonders seine 9. Sinfonie, welche 1824 vollendet, und mit dem Chorfinale zu Schillers Ode „An die Freude“, um die ganz Welt ging. Er schrieb jedoch bereits früher mit der 3. Sinfonie, deren ursprünglicher Titel „Sinfonia grande, intitolata Bonaparte“ war, ein Stück für Napoleon. Als er von Napoleon Krönung erfuhr, streichte er die Widmung und nannte das Stück „Heroische Sinfonie, komponiert um das Andenken eines großen Mannes zu feiern“. Heute ist sie unter ihrem lateinischen Namen "Eroica" bekannt. |
| 14.1.1771 | Der französische General Jean-Louis-Ebenezer Reynier wird am 14. Januar 1771 in Lausanne geboren. Er begleitete Bonaparte nach Ägypten, zeichnete sich bei Wagram aus und diente in Spanien und Portal. 1812 nahm er am Russlandfeldzug teil. 1813 nahm er an den Schlachten von Großgörschen, Bautzen, Großbeeren und Dennewitz teil. In der Schlacht bei Leipzig geriet er in Gefangenschaft. |
| 12.2.1771 | Adolf Friedrich von Schweden stirbt am 12. Februar 1771.
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| 27.4.1771 | Der französischer Generalleutnant und Graf Jean Rapp wird am 27. April 1771 in Colmar geboren. 1788 trat er in die französische Armee und kämpfte in Ägypten und Deutschland. Rapp diente sich vom einfachen Soldaten bis zum Divisionsgeneral empor. |
| 20.6.1771 | Leopold Hermann Ludwig von Boyen wird am 20. Juni 1771 in Kreuzburg geboren. Leopold Hermann Ludwig von Boyen war Generalfeldmarschall in der preußischen Armee und preußischer Kriegsminister von 1814–1819 und 1841–1847. |
| 23.10.1771 | General Jean Andoche Junot, Herzog von Abrantès und Adjutant Napoléons, wird am 23. Oktober 1771 in Bussy-le-Grand geboren. |
| 23.1.1772 | Marc-Joseph Marion du Fresne und Jules Crozet entdecken am 23. Januar 1772 im Indischen Ozean die Crozetinseln. |
| 4.5.1772 | Friedrich Arnold Brockhaus wird am 4. Mai 1772 in Dortmund geboren. |
| 13.7.1772 | James Cook bricht zu seiner zweiten Reise in die Südsee auf. An Bord der „Resolution“, die „Adventure“ folgt ihm, segelt er über das Kap der Guten Hoffnung immer weiter nach Süden. Im Januar 1773 überquert die Expedition als erste Menschen den südlichen Polarkreis. In den nebeligen Gewässern verlieren sich die beiden Schiffe. Einmal gelingt es ihnen danach den Kurs gemeinsam fortzusetzen, dann verliert sich die „Adventure“ wieder und kehrt in die Heimat zurück. |
| 9.12.1772 | Armand Augustin Louis, Graf von Caulaincourt, wird geboren. Als Adjutant und Großstallmeister wird er von Napoleons Krönung bis zum Untergang fast immer in seiner unmittelbareren Nähe sein. Seine Aufzeichnungen, veröffentlicht als "Unter vier Augen mit Napoleon. Denkwürdigkeiten des Generals Caulaincourt." geben interessante Einblicke in das Leben des Kaisers. |
| 17.1.1773 | Erste Überquerung des südlichen Polarkreises durch James Cook: Bei seiner zweiten Reise mit den Schiffen Resolution und Discovery überquert er den Polarkreis gleich dreimal. |
| 4.4.1773 | Etienne Maurice Gérard wird am 4. April 1773 in Damvilliers (Maas) geboren. |
| 15.5.1773 |  In Koblenz wird Klemens Wenzel Fürst von Metternich geboren. 1794 muss seine Familie vor den französischen Truppen nach Wien fliehen. Das ist vielleicht der Grund, weshalb Metternich später als österreichischer Außenminister ein entschiedener Gegner von Napoleon Bonaparte wurde. In der Endphase der Befreiungskriege übernahm er die politisch-diplomatische Führung der Koalition und dominierte den „Wiener Kongress“ (1814/1815). |
| 16.12.1773 |  Als Indianer verkleidete Amerikaner dringen in den Hafen von Boston ein und werfen eine Schiffsladung Tee der englischen Ostindischen Kompanie ins Hafenbecken. Diese Protestaktion gegen die hohen Steuern geht als „Boston Tea Party“ in die Geschichte ein und markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur amerikanischen Unabhängigkeit. |
| 5.10.1774 | James Cook entdeckt 1500 km östlich von Australien eine Inselgruppe und nennt sie Neukaledonien. |
| 19.4.1775 | Dieser Tag gilt als eigentlicher Beginn des Unabhängigkeitskrieges, auch wenn die Unabhängigkeitserklärung erst im Juli 1776 verkündet wurde. In der „Schlacht von Lexington und Concorde“ treffen britische Truppen auf amerikanische Miliz. Die Briten wussten zu dieser Zeit schon lange, dass amerikanische Milizen Vorräte sammelten. Unter dem Kommando von Oberstleutnant Francis Smith versuchten 900 Soldaten ein Vorratslager auszuheben. Ihr Unternehmen blieb nicht geheim und sie werden von Milizen erwartet. Es kommt zum ersten Gefecht des Krieges. |
| 10.5.1775 | Unter dem Kommando von Ethan Allen und Benedict Arnold gelingt es den Amerikanern Fort Ticonderoga einzunehmen. Das strategisch wichtige Fort wurde 1755 von den Franzosen erbaut und ist ein günstiger Ausgangspunk für eine Invasion Kanadas. |
| 17.5.1775 | Boston ist seit 1768 fest in britischer Hand. Im April des Jahres 1775 beginnt die Belagerung der Stadt durch amerikanische Milizen. Um englische Ausfallpläne zu vereiteln entschließt sich General Gage Bunker Hill, eine strategisch günstige Erhebung vor der Stadt, einzunehmen. Colonel William Prescott führt in der Nacht auf den 17. Juni 1.500 amerikanische Soldaten auf die Charleston- Halbinsel. Dort beginnen sie sofort mit dem Bau von Befestigungsanlagen. Anstatt Bunker Hill auszubauen, wird Breed's Hill ihre Hauptverteidigung (trotzdem gehen die Kämpfe als „Schlacht von Bunker Hill“ in die Geschichte ein). Am Morgen entdecken die Briten die neuen Befestigungen und versuchen durch den Beschuss der im Hafen liegenden Flotte die Bauarbeiten zu unterbrechen. Die Schiffskanonen sind jedoch nicht in der Lage Breed’s Hill schwer zu treffen und so sollen Infanterietruppen ausrücken um die Amerikaner zu vertreiben. Unter General Howe greifen die Briten die amerikanischen Befestigungen an und können sie unter großem Bluttzoll erobern. "A few more such victories would have surely put an end to British dominion in America.", verzeichnete der britische General Henry Clinton daraufhin in seinem Tagebuch. |
| 5.7.1775 | Die gemäßigten amerikanischen Siedler erreichen auf dem 2. Kontinentalkongress, dass dem englischen König eine letzte Petition mit der Bitte um Waffenstillstand übergeben werden solle. Obwohl die offenen Kampfhandlungen bereits ausgebrochen sind, stehen viele Amerikaner noch loyal zu ihrem König und hoffen den Krieg verhindern zu können. Die so genannte „Olivenzweigpetition“ erreicht England im August. Georg III. weigert sich die Petition anzunehmen, was der Unabhängigkeitsbewegung wiederum größeren Zuspruch bringt. Dies ist vielleicht die letzte Möglichkeit um die amerikanische Unabhängigkeit mit politischen Mitteln zu verhindern. |
| 5.7.1775 | Den Engländern gelingt es Fort Ticonderoga einzunehmen. Damit ist den Amerikanern eine wichtige Position für den Angriff auf Kanada genommen. Nach der Schlacht von Saratoga verliert das Fort seine strategische Bedeutung. |
| 1.9.1775 | Honoré-Charles-Michel-Joseph comte Reille wird am 1. September 1775 in Antibes geboren. Bei Quatre-Bras und Belle-Alliance kommandiert er das 2. Armeekorps. 1819 wird Reile zum Pair und 1847 zum Marschall von Frankreich erhoben. Er stirbt am 1. März 1860 in Paris. |
| 10.9.1775 | Per Parlamentsbeschluss des Continental Congress wird die Einheit Continental Marines, später in U.S. Marine Corps umbenannt, gegründet. Die Continental Marines dienen als Landungstruppen der Continental Navy. In der USMC Hymne wird bereits in der ersten Zeile ("From the halls of Montezuma to the shores of Tripoli") auf die Einsätze der Continental Marines im Barbarekriege der Jahre 1801 bis 1805 verwiesen. |
| 13.9.1775 | Laura Secord wird am 13. September 1775 in Great Barrington (USA) geboren. Sie ist heute eine der bekanntesten Frauen der kanadischen Geschichte, obwohl ihre Leistung zu Lebzeiten nur unzureichend gewürdigt wurde. Obwohl ihre Eltern im Unabhängigskeitskrieg gegen die Briten kämpfen, ziehen sie 1795 aus wirtschaftlichen Gründen nach Kanada. Dort heiratet Laura den königstreuen James Secord und baute mit ihm ein kleines Geschäft auf. Im Mai 1813 werden sie gezwungen drei amerikanische Offiziere aufzunehmen. Laura belauscht ein Gespräch und erfährt so von einem geplanten Angriff auf britische Stellungen. Nach einem Gewaltmarsch durch 32 Kilometer Wildnis erreicht sie nach 18 Stunden völlig entkräftet die Briten und kann diese vor dem Angriff warnen. Gründliche Vorbereitung ermöglicht den Briten die überlegenen US-Truppen in der Schlacht bei Beaver Dams zur Kapitulation zu zwingen. |
| 13.11.1775 | Amerikanische Truppen versuchen Kanada gewaltsam in den Konflikt zu ziehen. Sie hoffen, dass die Kanadier sich im Unabhängigkeitskrieg gegen England auf ihre Seite schlagen. Falls dies nicht gelingt, soll wenigsten der Krieg ausgeweitet werden um britische Truppen zu binden. Am 13. November erreicht der amerikanische General Benedict Arnold die Stadt Quebec und fordert die Briten und Kanadier auf sich zu ergeben. Diese denken natürlich nicht daran und die Belagerung von Quebec beginnt. |
| 14.12.1775 | Thomas Cochrane, der 10. Earl of Dundonald, wird am 14. Dezember 1775 geboren. Er wird ein großer britischer Seeheld werden und ist das reale Vorbild des fiktiven Jack Aubrey aus der Feder von Patrick O'Brian. |
| 31.12.1775 | General Benedict Arnold greift mit 1.200 amerikanischen Soldaten Quebec an. Seine Nachtangriffe werden von den Briten zurückgeschlagen. Zwar gelingt es den Angreifern einen Teil der Stadtbefestigung zu erobern, der britische Gegenangriff macht ihre Hoffnung zunichte. Bei der „Schlacht bei Québec“ am 31.12.1775 fallen 500 amerikanische Soldaten, während die Briten und Kanadier lediglich 20 Soldaten verlieren. Nach dieser Schlacht ist klar, dass Kanada weiterhin britisch bleibt und die Amerikaner konzentrierten sich wieder auf den Kampf auf eigenem Boden. |
| 2.1.1776 | In Österreich wird die Folter abgeschafft. |
| 17.3.1776 | Die britischen Truppen beginnen am 17. März 1776 mit der Räumung von Boston. George Washington und Henry Knox ist es gelungen ihre Artillerie so zu positionieren, dass die Stadt beschossen werden kann. William Howe ordnet daraufhin die Evakuirung der Stadt an. |
| 4.4.1776 | Am 4. April 1776 erobert die Fregatte Columbus, ein Schiff der Continental Navy, HM Tenter Hawke. Es ist das erste Mal, dass ein amerikanisches Schiff ein bewaffnetes englisches Schiff erobern kann. |
| 6.4.1776 | Die amerikanische Sloop Ranger, die Fregatten Queen of France und Warren erobern am 6. April 1776 die britische Hibernia und sieben weitere Schiffe. |
| 7.4.1776 | Die Brigg Lexington, ein Schiff der Continental Navy, erobert am 7. April 1776 die britische Edward. |
| 1.5.1776 | Adam Weishaupt und zwei Studenten gründen am 1. Mai 1776 an der Universität Ingolstadt den Illuminatenorden. |
| 8.6.1776 | Nach der Schlacht von Quebec versuchen die Amerikaner rund um Quebec weiterhin Präsenz zu zeigen. Nachdem die Engländer in Québec Verstärkung erhalten, gehen sie gegen die Amerikaner vor. Bei Trois-Rivières kommt es am 8. Juni zu einem letzten Versucht die Engländer zu stoppen, die Amerikaner werden geschlagen und ziehen sich komplett zurück. |
| 4.7.1776 |  Die Erklärung der Unabhängigkeit von Amerika erfolgt am 4. Juli 1776. König Georg III. reagiert Ende 1775 auf die immer stärker werdende Separationsbewegung mit einem totalen Handelsembargo gegen die Kolonie. Die Unabhängigkeitserklärung war das endgültige Ende der diplomatischen Bemühungen um eine Abspaltung verhindern zu können. |
| 27.8.1776 | Unter dem Kommando von Sir William Howe landen am 22. August 10.000 Briten bei New York. Am 27. August kommt es zur Schlacht von Long Island, bei der die Amerikaner geschlagen werden und den Rückzug antreten. |
| 11.10.1776 | Am 11. Oktober 1776 findet die erste Schlacht der U.S. Navy statt. Die von Schlacht von Valcour wird zwischen den aufständischen amerikanischen Siedlern und der Royal Navy geführt. Das interessante an dieser Schlacht ist die Tatsache, dass sie nicht auf dem offenen Meer, sondern auf einem See ausgetragen wird. Amerikaner und Briten bauen Schiffe um die Herrschaft über den Champlain-See zu erringen. Zudem zerlegen die Briten ein 180 Tonnen schweres Schiff und bauen es am See wieder zusammen. Die erste Schlacht der U.S. Navy endet mit einer Niederlage der Amerikaner. |
| 26.12.1776 | Der amerikanische Sieg in der Schlacht von Trenton ist ein großer Erfolg für die Kontinentalarmee unter dem Kommando von George Washington. In der Nacht auf den 26. Dezember setzt Washington mit etwa 2.400 Mann über den Delaware-Fluss und überrascht die hessischen Söldner-Truppen. |
| 3.1.1777 | Nach den amerikanischen Erfolgen im Dezember entscheidet sich Washington New Jersey anzugreifen. Cornwallis soll einen Gegenangriff durchführen und marschiert mit ca. 6.000 Soldaten den Amerikanern entgegen. 1.400 britische und hessische Soldaten blieben als Nachhut bei Princeton zurück.
Washington gelingt es der Entscheidungsschlacht am 2. Januar zu entgehen. In der folgenden Nacht umgehen die Amerikaner die britischen Stellungen und marschierten auf Princeton zu. Den von Cornwallis zurückgebliebenen Soldaten stehen 7.000 Amerikaner gegenüber. General Washington schlägt in der Schlacht von Princeton britische und hessische Truppen. |
| 31.7.1777 | |
| 19.9.1777 | Während ihrem Marsch auf Saratoga treffen die britischen Truppen, unter dem Kommando von General John Burgoynes, bei Freemans Farm auf die Armee von Horatio Gates. Die Amerikaner beginnen sofort anzugreifen, werden aber mehrmals erfolgreich abgewehrt. Auch wenn es den Amerikanern an diesem Tag nicht gelingt die Schlacht zu gewinnen, so fügen sie den Briten trotzdem gewaltige Verluste zu. Die "Schlacht von Freemans Farm" soll aber erst der erste Teil der bedeutenden "Schlacht von Saratoga" sein. |
| 7.10.1777 | Die „Schlacht von Bemis Heights“ ist der zweite und entscheidende Teil der „Schlacht von Saratoga“. General John Burgoynes plant die amerikanische Stellung in drei Kolonnen anzugreifen. Hauptproblem seines Plans ist, dass er bei Freemans Farm bereits viele Soldaten verloren hat, während sein Kontrahent Gates laufend Nachschub erhält. Der Angriff wird unter diesen Bedingungen zurückgeschlagen. Der amerikanische Gegenangriff fügt den Briten weitere enorme Verluste zu. Burgoynes bleibt nichts anderes übrig als sich zurückzuziehen. |
| 17.10.1777 | Das letzte Kapitel der „Schlacht um Saratoga“ wird geschrieben. General John Burgoyn versucht mit seinen restlichen Truppen den Rückzug, wird jedoch von General Gates eingeschlossen. Ihm bleibt nichts anderes übrig als am 17. Oktober 1777 zu kapitulieren. Die „Schlacht von Saratoga“ wird von vielen Historikern als Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg bezeichnet. 10.000 britische Soldaten werden besiegt, die Überlebenden in Gefangenenlager untergebracht. Auch International findet die Schlacht Anerkennung und die Franzosen verstärken daraufhin hier Engagement in Amerika. |
| 18.10.1777 | Der deutsche Dramatiker Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist wird am 18. Oktober 1777 in Frankfurt (Oder) geboren. |
| 18.10.1777 | Heinrich von Kleist wird geboren. |
| 18.1.1778 | James Cook entdeckt am 18. Januar 1778 die Hawaii-Inseln. |
| 6.2.1778 | Die Franzosen beobachten bereits sehr lange den Konflikt in Nordamerika und unterstützen heimlich die Rebellen. Am 6. Februar 1778 schließen sie mit Benjamin Franklin einen Bündnisvertrag ab. Auf dem vermeintlichen Bürgerkrieg wird so ein internationaler Konflikt und die französische Flotte wird zu einem großen Problem für die auf Nachschub angewiesenen englischen Truppen. |
| 17.4.1778 | Die amerikanische Sloop Ranger erobert am 17. April 1778 eine britische Brigg. |
| 24.4.1778 | Die Sloop Ranger, ein Schiff der Continental Navy, erobert am 24. April 1778 die britische Drake. |
| 30.5.1778 | Voltaire stirbt in Paris. |
| 17.9.1778 | Der Vertrag von Fort Pitt ist der erste schriftliche Vertrag zwischen Indianern und den noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika. Es gab zwar viele informelle Absprachen mit den amerikanischen Ureinwohnern während der amerikanischen Revolution, aber am 17. September 1778 wurde zum ersten Mal ein Dokument aufgesetzt. Mit dem Vertrag sicherten sich die Vereinigten Staaten das Durchgangsrecht durch das Land der Lenape (Delaware-Indianer), sowie die Unterstützung im Kampf gegen die Briten. Diese Unterstützung war notwendig, um das brtitische Fort bei Detroit angreifen zu können. Auf der anderen Seite wurde den Indianern in dem Vertrag ihre Unabhängigkeit und Besitzrechte zugesichert. |
| 27.12.1778 | Die Oper La Scuola de' gelosi von Antonio Salieri wird in Venedig uraufgeführt. |
| 14.2.1779 | Im Juli 1776 bricht Cook an Bord der „Resolution“ zu seiner dritten Reise auf. Sein Ziel ist der Nordpazifik, dort soll er einen Seeweg von Großbritannien nach Ostindien finden. Dazu soll er von der Küste Oregons aus immer weiter nach Norden fahren. Auf dem Weg nach Oregon entdeckt die Expedition im Dezember 1777 die Weihnachtsinseln und einen Monat später Hawaii. Von März bis August kartographisieren die Forscher die nordamerikanische Pazifikküste bis jenseits der Beringstraße. Eis behindert die Weiterfahrt nach Norden und Cook entschliesst sich auf Hawaii zu überwintern. Dort kommt es am 14. Februar zu einem unglücklichen Streit mit den Eingeborenen in dessen Verlauf James Cook getötet wird. |
| 23.9.1779 |  Am 23. September 1779 gelingt es dem amerikanischen Kapitän John Paul Jones bei Flamborough Head die britische HMS Serapis zu besiegen. Sein Schiff ist bereits schwer beschädigt, als ihm sein Gegner Kapitän Richard Pearson anbietet sich zu ergeben. Jones antwortet mit seinem berühmt gewordenen Satz: "I have not yet begun to fight!" Es wird ein harter Kampf bis aufs Letzte und schliesslich muss sich Kapitän Pearson ergeben. Jones Schiff, die Bonhomme Richard, sinkt jedoch am nächsten Tag und er muss auf die HMS Serapis wechseln. |
| 29.5.1780 | Die Schlacht von Waxhaw, auch Waxhaw-Massaker gennant, fand am 29. Mai 1780 in Lancaster, South Carolina statt. Laut dem Schlachtbericht von Lieutenant-Colonel Banastre Tarleton fielen auf Seiten der amerikanischen Revolutionäre 113 Männer, 147 wurden verwundet und auf Ehrenwort freigelassen, die Kanonen und 26 Transportkarren wurden von den Briten erobert. Die Briten verloren 5 Mann, 12 wurden verwundet, während 11 Pferde getötet und 19 verletzt wurden. Nach der Schlacht machte sich das breit, dass die Engländer weiterkämpften, obwohl die Freiheitskämpfer bereits die weisse Flagge hissten. Dieses "Massaker" führte dazu, dass sich die bis zu diesem Zeitpunkt königstreuen Südstaaten mit den Aufständischen solidarisierten. |
| 16.8.1780 | In der Schlacht von Camden wird Horatio Gates von General Lord Charles Cornwallis geschlagen. |
| 19.8.1780 | Der deutsch-amerikanische General Johann Baron von Kalb stirbt drei Tage nach der Schlacht am 19. August 1780 in Camden. Johann Kalb war Mitglied im Bund der Freimaurer. Sein militärischer Gegner General Charles Cornwallis ließ ihn mit maurerischen Ehren begraben. |
| 29.8.1780 | Der Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres wird am 29. August 1780 in Montauban geboren. |
| 27.1.1781 | Uraufführung der Oper Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar 1781 in München. |
| 9.3.1781 | Die spanische Infantería de Marina unter Bernardo de Gálvez y Madrid beginnt am 9. März 1781mit der Belagerung der von den Briten gehaltenen Stadt Pensacola in Florida. Die Schlacht von Pensacola dauert bis zum 8. Mai. |
| 13.3.1781 | Der Planet Uranus wird am 13. März 1781 von Wilhelm Herschel entdeckt. |
| 15.3.1781 | Unter großen Verlusten besiegt Charles Cornwallis am 15. März 1781 die amerikanische Armee unter Nathanael Greene in der Schlacht von Guilford Court House. |
| 2.4.1781 | Die amerikanische Fregatte Alliance erobert am 2. April 1781 die beiden englischen Kaperschiffe Mars und Minerva. |
| 14.8.1781 | General Washington erfährt, dass eine große französische Flotte mit Nachschub die Karibik verlassen hat und die Chesapeakebucht ansteuert. Damit beginnt der entscheidende „New York Feldzug“. |
| 25.8.1781 | Sir Samuel Hood erreicht mit 14 Schiffen die Chesapeakebucht, findet dort jedoch keine Schiffe vor. Er setzt Kurs auf New York um seine Flotte dort mit den Schiffen von Sir Thomas Graves zu vereinen. Am Ziel angekommen erfährt er, dass Graves nur 5 einsatzbereite Schiffe unter seinem Kommando hat. |
| 29.8.1781 | Comte de Grasse erreicht mit 27 Linienschiffen und drei Regimentern sicher die Bucht. 3 Linienschiffe werden die Bucht hinauf entsandt um dort Flüsse zu blockieren. Den Engländern ist es nicht gelungen die Flotte abzufangen. Als noch größerer Fehler stellt sich heraus, dass die Franzosen zahlenmäßig unterschätzt wurden. |
| 4.9.1781 | 44 Siedler gründen am 4. September 1781 an der Westküste Nordamerikas Los Angeles. |
| 5.9.1781 | In der Chesapeakebucht sichten die 19 von New York kommenden britischen Schiffe, jetzt unter dem Kommando von Sir Thomas Graves, am Morgen die französische Flotte von Comte de Grasse. Die 24 französischen Schiffe liegen noch vor Anker, viele Offiziere sind noch an Land. Anstatt in die Bucht zu segeln und den Überraschungsmoment zu nutzen um die französische Flotte zu versenken, bildet Graves langsam die Kampflinie und gibt den Franzosen Zeit sich zu sammeln und formieren. Sechs Stunden später ist es soweit und beide Kampflinien sind in Reichweite. Umschlagende Winde erschweren das Manöver, so dass einige Schiffe nicht in den Kampf eintreten können. Auch bei der Übertragung von Signalen kommt es zu Unordnungen und als die Sonne untergeht sind einige britische Schiffe schwer beschädigt. Graves befiehlt daher den Rückzug. In den nächsten Tagen bleiben die beiden Flotten auf Abstand und erwarten die Fortsetzung der Schlacht in der Chesapeakebucht. |
| 9.9.1781 | Nachdem sich die englische und französische Flotte nach der Schlacht in der Chesapeakebucht einige Tage gegenseitig belauern, entschließt sich Comte de Grasse in die Bucht zurückzukehren. Als er dort eintrifft findet er seinen Landsmann Comte de Barras mit weiteren sieben Linienschiffen vor. Damit ist die Überlegenheit der Franzosen deutlich und die Engländer geben sich geschlagen. |
| 14.10.1781 | Den amerikanisch-französischen Truppen gelingt es bei Yorktown zwei Befestigungen der Briten einzunehmen. Cornwallis versucht einen ergebnislosen Gegenangriff, muss sich jedoch langsam die Niederlage eingestehen. |
| 19.10.1781 |  Die britischen Truppen unter dem Kommando von General Cornwallis kapituliert bei Yorktown. Diese Niederlage bringt die Entscheidung im Unabhängigkeitskrieg und mündet im Februar 1782 im englischen Parlament, wo ein Antrag gegen die gewaltsame Unterwerfung der amerikanischen Rebellen akzeptiert wird. |
| 4.11.1781 | De Grasse verlässt die Küste von Virginia und setzt Kurs auf die westindischen Inseln. Sein Ziel ist es möglichst viele englische Besitzungen zu erobern. |
| 13.12.1781 | Am 13.12.1781 findet die 2. Schlacht von Ushant statt. Ein französischer Handelskonvoi auf dem Weg in die Karibik wird von 13 englischen Linienschiffen, unter dem Kommando von Vize- Admiral Richard Kempenfelt an Bord der HMS Victory, angegriffen. Die 19 französischen Linienschiffe können nicht verhindern, dass 15 Handelsschiffe von den Engländern genommen werden. |
| 15.1.1782 | Am 15. Januar 1782 wird in Österreich die Leibeigenschaft aufgehoben. |
| 8.3.1782 | Am 8. März 1782 werden in dem kleinen Ort Gnadenhütten im US-Bundesstaat Ohio 28 christiliche indianische Männer, 29 Frauen und 39 Kinder von amerikanischen Milizen hingerichtet. Die Indianer gerieten zwischen die Fronten der Kriegsparteien. |
| 8.4.1782 | Admiral de Grasse verlässt mit 33 Linienschiffen Martinique und vereint seine Flotte dort mit weiteren 12 spanischen Linienschiffen. In der Flotte befindet sich auch eine große Anzahl von Transportschiffen um die Infanterie zu transportieren. Mit dieser großen Streitmacht ist sich de Grasse sicher, dass er Jamaika erobern kann. |
| 12.4.1782 | Am 12. April kommt es zum großen Schlagabtausch zwischen de Grasse und Rodney. De Grasse versucht ein entmastetes Schiff vor den englischen Schiffen zu retten. Rodney befiehlt die Jagd abzubrechen und die Kampflinie zu bilden. Während die französischen Schiffe die englische Linie passieren kommt Wind auf und den Engländern gelingt es die französische Linie zu durchbrechen. Dieses Manöver, „Crossing the T“, wird 23 Jahre später von Horatio Nelson in der Schlacht von Trafalgar erfolgreich angewandt. Neben der aufkommenden Verwirrung sind vor allem die schweren Schäden an der Ville de Paris ausschlaggebend für die französische Linie. De Grasse muss die Fahne seines Flaggschiffs streichen, seine restlichen Schiffe fliehen. Rodney gibt die allgemeine Jagd frei in deren Verlauf vier französische Linienschiffe erobert werden. Die Hoffnung Jamaika erobern zu können muss nach dieser Niederlage aufgegeben werden. |
| 16.7.1782 | Am Wiener Burgtheater findet die Uraufführung von Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" statt. In der komischen Oper versucht Belmonte, unterstützt von seinem Diener Pedrillo, seine Geliebte Konstanze aus dem Palast (Serail) des Paschas zu befreien. Mozart schrieb die Oper im Auftrag Kaisers Joseph II. und dirigiert persönlich die erfolgreiche Uraufführung. |
| 29.8.1782 | Eine der größten britischen Schiffskatastrophe ereignet sich am 29. August 1782. Das britische Linienschiff erster Klasse Royal George (100) sinkt im östlichen Solent. Das Schiff lief 1756 vom Stapel und wurde im Siebenjährigen Krieg und am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt. Zwischen 800 und 950 Seeleute kamen ums Leben. Einige Geschütze konnten geborgen werden und wurden eingeschmolzen und für das Nelson-Denkmal auf dem Trafalgar Square in London verwendet. |
| 30.11.1782 | England und die Vereinigten Staaten unterschreiben in Paris einen vorläufigen Friedensvertrag. Der endgültige Friedensvertrag wird am 3. September 1783 ebenfalls in Paris unterzeichnet. |
| 19.4.1783 | George Washington proklamiert am 19. April 1783 das Ende der Feindseligkeit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und England. |
| 3.9.1783 | Mit dem Frieden von Versailles erkennt England die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika an, kann aber den Status von Kanada halten. Frankreich erhält Louisiana zurück und hat damit wieder eine Kolonie auf dem amerikanischen Festland. |
| 19.9.1783 | Am 19. September 1783 startet in Versailles eine Montgolfière. An Bord des ersten Heißluftballons befinden sich eine Ente, ein Hammel und ein Hahn. Ludwig XVI. und Marie-Antoinette wohnen diesem Ereignis bei. |
| 25.11.1783 | Am 25. November 1783 verlassen die letzten Britischen Truppen New York City, drei Monate nach Schließung des Friedens von Paris. Die Amerikanische Unabhängigkeitsbewegung, in Amerika als American Revolution bezeichnet, steht für jene Ereignissen, die zur politischen Separation der Dreizehn Kolonien in Nordamerika vom Britischen Imperium und der Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika führten. Die Amerikanische Unabhängigkeitsbewegung begann, bevor im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) der erste Schuss in der Schlacht von Lexington und Concord (1775) abgefeuert wurde. Sie endete erst zwei Jahre nach der Schlacht von Yorktown (1781) und der britischen Kapitulation. |
| 14.1.1784 | Der amerikanische Kontinentalkongress ratifiziert am 14. Januar 1784 den in Paris ausgehandelten Frieden mit England. |
| 21.10.1784 | Am 21. Oktober 1784 erreicht Napoleon Paris. Er wird an der École royale militaire angenommen. Dort besucht er die Artillerie-Klasse um seinem Ziel, in der Marine zu dienen, näherzukommen. |
| 15.11.1784 |  Am 15. November 1784 wird Jérôme Bonaparte, der jüngste Bruder Napoleons geboren. Seine militärische Karriere beginnt mit einer Offiziersausbildung bei der Marine. Während eines Amerika-Aufenthalts verliebt er sich in die Kaufmannstochter Elisabeth Patterson, die er 1803 gegen den Willen Napoleons heiratet. Napoleon bricht deshalb den Kontakt zu ihm ab. 1805 erfolgt die Scheidung auf Befehl des Bruders und Ernennung zum Konteradmiral. Im Krieg gegen Preussen besetzt Jérôme mit der Grande Armée Schlesien. Nach dem Frieden von Tilsit 1807 und der Scheidung von seiner ersten Frau heiratet er 1807 Katharina, Tochter des Königs Friedrich I. von Württemberg und erhält das neu geschaffene Königreich von Westfalen. Als König „Hieronymus Napoléon" den kaiserlichen Familienstatuten unterworfen, ist sein politischer Gestaltungsspielraum jedoch gering.
Wegen seines Versagens als Truppenführer im Krieg gegen Österreich 1809 und im Russlandfeldzug 1812 muss er sich auf repräsentative Funktionen als König beschränken. Sein lockerer Lebenswandel bringt ihm den Beinamen " König Lustik" ein. Er widmet sich zwar vorwiegend den höfischen Vergnügungen, leitet aber auch einige Reformen ein. Seine Herrschaft dauert bis 1813, im Herbst flieht er in die Schweiz. Im Frühjahr 1815 tritt er an die Seite seines Bruders und bewährt sich als Truppenführer. Nach Bonapartes Niederlage geht auch er bis 1847 ins Exil, wird 1850 Marschall von Frankreich und 1852 Präsident des französischen Senats. Jérôme Bonaparte stirbt am 24.06.1860 bei Massy. |
| 24.2.1785 | Am 24. Februar 1785 stirbt Napoleons Vater Carlo an Magenkrebs und Napoléon übernimmt, obwohl er der zweite Sohn ist, die Rolle des Familienoberhauptes. So wie sein Vater wird auch Napoleon später an Magenkrebs sterben. |
| 7.3.1785 | 1784 überließ König Ludwig XVI. die Insel Saint-Barthélemy im Tausch gegen ein Handelsrecht in Göteborg an König Gustav III. von Schweden. Schweden nimmt am 7. März 1785 die Antilleninsel Saint-Barthélemy in Besitz. |
| 10.9.1785 | Mit dem Friedens-, Handels- und Freundschaftsvertrag erkennt Preussen am 10. September 1785 förmlich die Vereinigten Staaten von Amerika an. |
| 1.5.1786 | Am Wiener Burgtheater findet am 1. Mai 1786 die Uraufführung von Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" statt. Die Handlung ist die direkte Fortsetzung des "Der Barbier von Sevilla". |
| 17.8.1786 | Friedrich Wilhelm II. von Preußen folgt am 17. August 1786 seinem Onkel Friedrich II. auf den Thron. |
| 15.9.1786 | Napoleon trifft am 15. September 1786 in Ajaccio ein. Während seines Urlaubs lernt er die meisten seiner jüngeren Geschwister kennen, er bemerkt aber auch die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Familie. |
| 18.11.1786 | Der deutsche Komponist, Dirigent und Pianist Carl Maria Friedrich Ernst von Weber wird am 18. November 1786 in Eutin geboren. Weber wird zum Inbegriff der deutschen Romantischen Oper. Seine kirchenmusikalischen Werke sind Höhepunkte der orchesterbegleiteten Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts. |
| 11.1.1787 | Wilhelm Herschel, der im März 1781 bereits den Uranus entdeckte, entdeckt am 11. Januar 1787 die zwei Uranus-Monde Titania und Oberon. |
| 7.3.1787 | Arthur Wellesley tritt am 7. März 1787 in das 73. Infanterie-Regiment ein. Damit beginnt seine beispiellose militärische Karriere. |
| 13.5.1787 | Nach dem Verlust der amerikanischen Kolonien sucht die Admiralität nach einem neuen Ort um Strafgefangene zu deportieren. Unter dem Kommando von Arthur Phillip verlässt eine Flotte von 11 Schiffen Portsmouth. An Bord befinden sich insgesamt 717 Strafgefangene, 191 Marinesoldaten und 19 Offiziere. Ihr Ziel ist die australische Botany Bay um dort eine Strafkolonie aufzubauen. Im Januar des folgenden Jahres erreichen sie über Teneriffa, Rio de Janeiro und dem Kap der guten Hoffnung ihr Ziel. Die Botany Bay erweist sich allerdings als ungeeignet für den Aufbau einer Strafkolonie und so segelt man weiter nach Norden. Nach kurzer Suche entdeckt Phillip eine geeignete Bucht und benennt sie nach dem damaligen Kolonialminister Thomas Townsend Sydney. Die Flotte von 11 Schiffe wird heute auch als "First Fleet" bezeichnet. Die Soldaten und Gefangenen gelten als Gründer der australischen Nation. |
| 17.9.1787 | Die Verfassung der USA wird am 17. September 1787 in Philadelphia fertig gestellt. |
| 18.11.1787 | Am 18. November 1787 wird in Cormeil-les-en-Parisis Louis Jacques Mandé Daguerre geboren. Er ist zunächst Dekorations- und Illusionsmaler. Seine Spezialität sind gemalte Bühnenbilder, die bei durchfallendem Licht beispielsweise eine Kulisse bei Nacht, und bei auffallendem Licht dieselbe Kulisse bei Tag zeigen. Seine Bedeutung in der Weltgeschichte beruht jedoch weniger auf seinen malerischen Fähigkeiten, vielmehr auf der Weiterentwicklung fotographischer Aufnahmen. Nach ihm wird das Verfahren der Daguerreotypie genannt. |
| 21.11.1787 | Samuel Cunard wird 1787 im kanadischen Halifax geboren. Samuel gründet 1838 mit weiteren Geschäftspartnern die "British & North American Royal Mail Steam Packet Company" welche später als Cunard Line bekannt wird. 1840 erwirbt sein Unternehmen mit der Britannia ihr erstes Dampfschiff und fährt von Liverpool nach Boston. Dies ist der Beginn des regulären Passagierverkehrs zwischen Europa und der Neuen Welt. Cunard wird zu einer der größten Reedereien der Welt werden. In der jüngsten Vergangenheit wechselte das Unternehmen mehrmals den Besitzer. Mit der 2004 in Dienst gegangenen Queen Mary 2 sollen jetzt wieder bessere Zeiten für Cunard anbrechen. |
| 7.12.1787 | Delaware wird am 7. Dezember 1787 der 1. Bundesstaat der USA. |
| 12.12.1787 | Pennsylvania tritt am 12. Dezember 1787 als 2. Bundesstaat der USA bei. |
| 18.12.1787 | New Jersey tritt am 18. Dezember 1787 als 3. Bundesstaat der USA bei. |
| 1.1.1788 | Die im Jahr 1785 in London als The Daily Universal Register gegründete Tageszeitung wird nun als The Times herausgegeben. |
| 2.1.1788 | Georgia tritt am 2. Januar 1788 als 4. Bundesstaat der USA bei. |
| 6.2.1788 | Massachusetts tritt am 6. Februar 1788 als 6. Bundesstaat der USA bei. |
| 27.4.1788 | Maryland tritt als 7. Bundesstaat den Vereinigten Staaten von Amerika bei. |
| 23.5.1788 | South Carolina wird am 23. Mai 1788 der 8. Bundesstaat der USA. |
| 8.9.1788 | Kapitän William Bligh entdeckt am 8. September 1788 eine Inselgruppe im Südpazifik und bennent sie nach seinem Schiff: Die Bountyinseln. Das sein Schiff auf andere Weise berühmt werden sollte, hatte Bligh zu diesem Zeitpunkt sicher nicht erwartet. |
| 9.10.1788 | Connecticut tritt am 9. Januar 1788 als 5. Bundesstaat der USA bei. |
| 2.11.1788 | Charles Maurice de Talleyrand wird zum Bischof von Autun ernannt. Dies verdankt er weniger seiner Frömmigkeit, sondern eher den Bitten seines Vaters. Charles-Daniel bittet den König auf dem Sterbebett inständig um die Ernennung seines Sohnes zum Bischof. Zwei Tage nach dieser Ernennung stirbt Talleyrands Vater. Sein Bischofsamt in Autun wird Talleyrand sehr flüchtig ausüben. Nur wenige Wochen ist er bei seinen Schäfchen, denn das Leben und die Kontakte in Paris sind ihm deutlich wichtiger. |
| 7.1.1789 | George Washington wird am 7. Januar einstimmig zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Sein Vizepräsident wird John Adams. |
| 28.4.1789 | An Bord der HMS Bounty ereignet sich am 28. April 1789 die legendäre Meuterei. Die Bounty soll Stecklinge des Brotfruchtbaums aus Tahiti holen und in die Karibik bringen. Auf der Rückfahrt meutert die Mannschaft gegen den 33-jährigen Kommandanten Leutnant William Bligh. |
| 30.4.1789 | George Washington wird als erster US-Präsident vereidigt. |
| 20.6.1789 | Nachdem die Abgeordneten des Dritten Standes der Generalstände sich am 17. Juni zur Nationalversammlung erklären, versucht der französische König das Zusammentreffen der Versammlung zu verhindern. Im Versailler Schloss kommt es daraufhin am 20. Juni 1789 zum Ballhausschwur des dritten Standes. Die Abgeordneten schwören "sich niemals zu trennen, bis der Staat eine Verfassung hat (...) und nur der Gewalt der Bajonette" zu weichen. |
| 16.7.1789 | Zwei Tage nach dem Sturm auf die Bastille beginnt unter der Leitung des Unternehmers Pierre-François Palloy der Abriss des Gebäudes. Heute ist von der Bastille nichts mehr zu erkennen. Auf dem ehemaligen Standort, dem heutigen Place de la Bastille, ist auf dem Boden der Verlauf der Mauern makiert. |
| 25.9.1789 | Der US-Kongress beschließt am 25. September 1789 die zehn Zusätze zur Verfassung. Die „Bill of Rights“ gewähren den Einwohnern bestimmte unveräußerliche Rechte. |
| 6.10.1789 | Die Poissarden stürmen am 6. Oktober 1789 das Schloss Versailles und erzwingen die Rückkehr der Königsfamilie nach Paris. |
| 11.3.1790 | James Cook entdeckt am 11. März 1790 eine vor der Südinsel Neuseelands gelegene Inselgruppe und nennt diese Solanderinseln. |
| 14.7.1790 | Am ersten Jahrestag des Sturms auf die Bastille wird in Frankreich das Föderationsfest gefeiert. |
| 22.7.1790 | Am 22.7.1790 wird Andreas Hofer gewählter Abgeordneter des Passeiertals am offenen Landtag zu Innsbruck. |
| 19.12.1790 | Am 19 Dezember 1790 wird Sir William Edward Parry geboren. Parry wird einer der bekanntesten Polarforscher und britischer Admiral. Er stirbt am 8. Juli. 1855 in Bad Ems. |
| 27.8.1791 | Mit der Pillnitzer Deklaration bilden der Kaiser Leopold II. des Heiligen Römischen Reiches und König Friedrich Wilhelm II. von Preußen die Grundlage der Ersten Koalition. Auf Druck französischer Emigranten wurde die Passage "den König von Frankreich in die Lage zu versetzen, in vollkommener Freiheit die Grundlage einer Regierungsform zu befestigen, welche den Rechten der Souveräne und dem Wohle Frankreichs entspricht" in die Deklaration aufgenommen, was in Paris als Kriegserklärung angesehen wurde. |
| 16.10.1791 | Am 16. Oktober 1791 stirbt Napoleons Großonkel Lucien. Er hinterlässt der Familie ein beträchtliches Vermögen. |
| 30.10.1791 | In Wien findet die Uraufführung von Mozarts "Die Zauberflöte" statt. Die Oper handelt vom Kampf des Priesters Sarastro gegen die Königin der Nacht. Sarastro holt Pamina, die Tochter der Königin der Nacht, zu sich in den Tempel. Die Königin entsendet den Prinzen Tamino um ihre Tochter zu befreien. Der Prinz wird verliebt sich in Pamina und wird ein Anhänger des Priesters. Am Ende kann die Königin besiegt werden. Die Zauberflöte gehört zu den am meisten gespielten Opern von Mozart. Beethoven und Goethe gehören zu den Anhängern der Oper, in der viele freimaurerische Elemente eingebunden sind. |
| 5.12.1791 | Nur wenige Wochen nach der Uraufführung der Zauberflöte stirbt Wolfang Amadeus Mozart mit nur 35 Jahren in Wien. Verschiedene Theorien über seine Todesursache sind entstanden. Eine aus der Kindheit verschleppte Krankheit, die Vergiftung durch einen Konkurrenten oder die Folgen einer Syphilisselbstbehandlung mit Quecksilber werden diskutiert. Nach den damaligen Gepflogenheiten wurde er einen Tag nach dem Tod in einem ungekennzeichneten Grab auf dem Sankt Marxer Friedhof beerdigt. |
| 12.12.1791 | Marie-Louise von Österreich wird in Wien geboren. |
| 24.2.1792 | Französische Revolutionstruppen unter General Adam-Philippe de Custine erobern im Herbst 1792 weite Gebiete Deutschlands links des Rheins. In dem besetzten Gebiet ließ Custine auf Anordnung des Pariser Konvents am 24. Februar 1793 Wahlen zu einer gesetzgebenden Körperschaft, dem Rheinisch-Deutscher Nationalkonvent, abhalten. |
| 2.3.1792 | Leopold II. stirbt unerwartet am 2. März 1792 und macht den Weg frei für Franz II.
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| 20.4.1792 | Kaum ist Franz II. auf dem Thron, wird ihm am 20. April 1792 von Frankreich der Krieg erklärt.
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| 26.4.1792 | In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1792 komponiert Rouget de Lisle das Lied "Chant de guerre pour l'armée du Rhin" (Kriegsgesang für die Rheinarmee). Das Stück ist eigentlich für die Soldaten der Rheinarmee gedacht, doch in wenigen Jahre wird dieses Lied als La Marseillaise in ganz Europa erklingen. |
| 29.4.1792 | Eine französische Offensive scheitert am 29. April 1792 im flandrischen Valenciennes.
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| 17.5.1792 | Mit dem Buttonwood-Vereinbarung wird am 17. Mai 1792 die Grundlage der späteren New York Stock Exchange (NYSE) gelegt. 24 Broker vereinbaren Absprachen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren untereinander. Am 8. März 1817 wird aus der Gruppe offiziell die NYSE. |
| 20.5.1792 | Russische Truppen fallen am 18. May 1792 in Polen ein.
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| 18.6.1792 | Nach dem misslungenen Vorstoß im Mai können die Franzosen am 18. Juni das flandrische Courtrai einnehmen.
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| 30.6.1792 | Republikanischen Soldaten aus Marseille singen bei ihrem Einzug in Paris das Lied "Chant de guerre pour l'armée du Rhin" (Kriegsgesang für die Rheinarmee). Von diesem Tag an wird es deshalb als La Marseillaise in die Geschichte eingehen. |
| 30.6.1792 | Die französischen Truppen müssen am 30. Juni 1792 das flandrische Courtrai wieder verlassen.
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| 24.7.1792 | Preussen erklärt Frankreich am 24. Juli 1792 offiziell den Krieg.
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| 1.8.1792 | Die Truppen der Ersten Koalition überschreiten am 1. August 1792 den Rhein.
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| 24.8.1792 | Spanien tritt der Ersten Koalition bei.
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| 20.9.1792 | Die Kanonade von Valmy vom 20. September 1792 wendet das Blatt des ersten Koalitionskrieges. Die Franzosen unter Kellermann halten den Truppen der anti-revolutionären Allianz nicht nur stand, sondern können auch in die Offensieve übergehen. Kellermann wurde hierfür später von Napoleon zum Herzog von Valmy erhoben. Sein Herz wurde 1820 auf dem dortigen Schlachtfeld unter einem Denkstein beigesetzt. |
| 20.9.1792 | Der Nationalkonvent tritt am 20. September 1792 erstmals zusammen und beschliesst am folgenden Tag die Abschaffung der Monarchie. |
| 22.9.1792 | Der Nationalkonvent ruft die Republik aus und beschliesst am 22. September die Einführung einer neuen Jahreszählung. Das laufende Jahr wird als „Jahr I der Republik“ bezeichnet. |
| 25.9.1792 | Alliierte Truppen können am 25. September 1792 Lille erobern, müssen die Stadt jedoch am 6. Oktober wieder verlassen. |
| 2.10.1792 | Die Jakobiner bilden am 2. Oktober 1792 den Sicherheitsausschuss zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit. |
| 21.10.1792 | Am 21. Oktober 1792 wird die Festungsstadt Mainz an die Franzosen übergeben. Zwei Tage später wird der erste Jakobinerklub Deutschlands, die „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“, gegründet. |
| 6.11.1792 | Der Herzog von Sachsen-Teschen hatte mehrere Detachements entsenden müssen, nahm daher mit den ihm verbliebenen, noch aus 26.000 Mann bestehenden Truppen eine feste Höhenstellung bei Jemappes ein. Dort wollte er auf die versprochenen Verstärkungen warten, wurde jedoch am Morgen des 6. Novembers von 40.000 Franzosen unter Dumouriez und dem "General Egalité", dem späteren König Ludwig Philipp, heftig angegriffen. Der Kampf hatte mehrere Stunden ohne Entscheidung nur in einer fortwährenden Kanonade bestanden, als Dumouriez gegen Mittag den Befehl zum Angriff gab. Während er selbst die Redouten des linken, Thouvenot die des rechten Flügels erstürmte, nahm Ludwig Philipp im Zentrum das Dorf Jemappes. Die Österreicher zogen sich mit einem Verlust von 7000 Mann und 8 Kanonen über Mons zurück. Die Sieger hatten 4000 Mann eingebüßt. Infolge dieser Schlacht fiel das ganze österreichisch-belgische Land mit Brüssel und Lüttich in die Gewalt der Franzosen. |
| 6.12.1792 | Am 6. Dezember 1792 wird in Den Haag William II., König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg geboren. |
| 21.1.1793 |  Der gefangene französische König Ludwig XVI. muss sich wegen konterrevolutionären Verbindungen vor dem Nationalkonvent verantworten. Dort wird er auf Betreiben Robespierres zum Tode verurteilt und am 21. Januar 1793 hingerichtet. Sein achtjähriger Sohn Charles Louis wird daraufhin vom den im Exil lebenden Adel zum neuen König (Ludwig XVII.) ausgerufen. |
| 1.2.1793 | Der französische Konvent erklärt England den Krieg. Preußen und Österreich befinden sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Krieg mit dem revolutionären Frankreich. Den Staaten auf dem europäischen Festland geht es in erster Linie um die Sicherung der Monarchien, die englischen Motive liegen eher im wirtschaftlichen Bereich. |
| 10.3.1793 | Am 10. März 1793 wurde, auf einem Vorschlag von Danton hin, durch den Konvent die Einrichtung eines außerordentlichen Strafgerichts beschlossen. Per Dekret erhielt das Strafgericht am 20. Oktober 1793 den offiziellen Namen Revolutionstribunal. Während der Terrorherrschaft wurde das Revolutionstribunal genutzt um politische Gegner zu beseitigen. |
| 17.3.1793 | Die Deputierten des frei gewählten Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents treten erstmals am 17. März 1793 im Mainzer Deutschhaus zusammen und erklärten die von ihnen repräsentierten Gebiete zu einem unabhängigen Staat. Die Vertreter der Mainzer Republik sind das erste, nach demokratischen Prinzipien gewählte Parlament auf deutschem Boden. Vier Tage später, am 21. März, beschlossen sie, beim Konvent in Paris die Eingliederung in den französische Staatsverband zu beantragen. |
| 13.6.1793 | Die Flucht der Familie Bonaparte von Korsika endet am 13. Juni 1793 in Toulon. |
| 13.7.1793 | Am 13. Juli 1793 wird Jean Paul Marat von der Girondistin Charlotte Corday in der Badewanne erstochen. Unter einem Vorwand kommt sie an Marat heran und tötet den radikalen Jakobiner. Marat ist sofort tot. |
| 17.7.1793 | Charlotte Corday wird vier Tage nach der Ermordung Marats auf dem Schafott hingerichtet. |
| 23.7.1793 | Mit der Kapitulation der Stadt endet die Belagerung von Mainz durch preussische Soldaten. Mit dem Ende der Mainzer Republik setzt die Verfolgung der deutschen Jakobiner ein, die erst durch die erneute Eroberung der Stadt durch französische Truppen im Jahr 1795 endet.
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| 8.8.1793 | Der Nationalkonvent verbietet sämtliche königlichen Akademien. Diese Gelehrtengesellschaften wurden größtenteils auf Initiative Ludwigs XIV. im 17. Jahrhundert gegründet und hatten die Förderung der Wissenschaften und Künste zum Ziel. |
| 8.8.1793 | Auf Initiative König Ludwigs XIV. wurden im 17. Jahrhundert die Gesellschaften der Académie Royale gegründet. Ihr Ziel war die Förderung der Künste und Wissenschaft. Am 8. August 1793 verbietet der Nationalkonvent sämtliche Akademien. 1795 wird als Nachfolgeorganisation das Institut national des sciences et des arts ins Leben gerufen. |
| 23.8.1793 | Am 23. August 1793 wird die Anordnung der Levée en Masse von Nationalkonvent und Wohlfahrtsausschuss verabschiedet. Damit werden alle unverheirateten Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Levée en Masse ist die Antwort auf die Bedrohung der Französischen Republik durch ausländische Mächte und innere Unruhen. |
| 18.9.1793 | Am 18. September 1793 wird der Grundstein für das Kapitol, der Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika, in Washington D.C. gelegt. Das Kapitol entsteht nach Plänen des französischen Architekten Pierre Charles L'Enfant. |
| 5.10.1793 | Die Nationalversammlung beschließt die Einführung von „Terrormaßnahmen zur Unterdrückung konterrevolutionärer Aktivitäten“. Dem Terror fallen 35.000 bis 40.000 Menschen zum Opfer. |
| 16.10.1793 | Marie- Antoinette, Königin der Franzosen wird nach einer 15 stündigen Gerichtsverhandlung für schuldig befunden und mit der Guillotine hingerichtet. Tragischerweise sollte die Vermählung zwischen den Häusern Habsburg und Bourbon die jahrhunderte alte Feindschaft zwischschen Frankreich und Österreich beenden. Ihre Hinrichtung ist eine schwere Hypothek für Napoleons Österreichpolitik. |
| 8.12.1793 | Am 08. Dezember 1793 wird Madame Dubarry, Mätresse von König Ludwig XV. von Frankreich, nach Verurteilung durch ein Revolutionsgericht, in Paris mit der Guillotine hingerichtet. |
| 17.12.1793 | Rückeroberung der Stadt Toulon. Im September 1793 wird Napoleon Bonaparte von den Kommissaren des Salicetti und Gaspauin angefordert, um das Kommando über die Artillerie bei der Befreiung Toulons zu übernehmen. Die Stadt wurde im Sommer von den Royalisten an die Briten übergeben und von dem französischen General Carteaux belagert. Carteaux und Napoleone haben unterschiedliche Meinungen über die Rückeroberung der Stadt. Napoleon erreicht beim Wohlfahrtskomitee die Ablösung Carteaux und kann seinen eigenen Plan in die Tat umsetzen. Die Stadt wird vom 17. bis 19. Dezember 1793 erobert und die spanisch-englische Flotte muss den Rückzug antreten. |
| 22.12.1793 | Napoleon wird aufgrund seiner Leistungen während der Belagerung von Toulon am 22. Dezember 1793 zum Brigadegeneral ernannt. |
| 14.3.1794 | Am 14. März 1794 werden die führenden Hébertisten unter Jacques-René Hébert, auf Anordnung des Wohlfahrtsausschuss unter Maximilien Robespierre, verhaftet. |
| 27.3.1794 | Am 27. März 1794 beschließt der US-Kongress den Bau von sechs Fregatten und legt damit den Grundstein der United States Navy. |
| 5.4.1794 |  Der französische Rechtsanwalt Georges Jacques Danton wird hingerichtet. Er ist einer der führenden Köpfe der Revolution und für seine mitreißenden Reden bekannt. Nachdem er sich mit Robespierre überwirft, wirde er guillotiniert. Sein Schicksal wird in Georg Büchners Drama „Dantons Tod „(1835) dargestellt. |
| 10.5.1794 | Am 10. Mai 1794 siegt die französische Armee unter Napoléon Bonaparte in der Schlacht von Lodi über österreichische Truppen. |
| 10.5.1794 | Am 10. Mai 1794 wird Madame Elisabeth, Prinzessin von Bourbon, die jüngere Schwester von Ludwig XVI. in Paris hingerichtet. |
| 26.6.1794 | Am 26. Juni 1794 findet im belgischen Fleurus eine Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern statt. Die Niederlage der Österreicher an diesem Tag führt zum Rückzug über den Rhein und Annexion der linken Rheinseite durch Frankreich. |
| 22.7.1794 | Alexandre de Beauharnais, der erste Ehemann von Joséphine, wird am 22. Juli 1794 hingerichtet. Obwohl er Adliger war, schloss er sich auf den Generalständen dem Dritten Stand an und war ein großer Befürworter der Revolution. Seine Witwe wird Frankreichs erste Kaiserin werden. |
| 28.7.1794 |  Maximilien de Robespierre wird hingerichtet. Er vertritt eine radikale Demokratisierung und versucht diese mit Terror und Gewalt (Schreckensherrschaft) durchzusetzen. Nachdem er Danton und weitere Abgeordnete hinrichten läßt, formiert sich der Widerstand gegen ihn und er wird verhaftet und am nächsten Tag ohne Verhandlung hingerichtet. Damit endet auch die Herrschaft der Jakobiner und gemäßigte Revolutionäre erhalten wieder die Macht in Frankreich. |
| 2.10.1794 | In der zweiten Schlacht bei Aldenhoven, die Franzosen nennen sie auch Schlacht von Jülich, werden am 2. Oktober 1794 die österreichischen Truppen durch Franzosen unter General Jourdan geschlagen. Jean-Baptiste Bernadotte hielt mit 10.000 Mann einer Übermacht von 25.000 Gegnern stand und trug so wesentlich zum Sieg der Franzosen bei. |
| 3.10.1794 | Die Festung Jülich fällt am 3. Oktober 1794, einen Tag nach der Schlacht von Aldenhoven, in die Hände der Franzosen. |
| 6.10.1794 | 100 französische Soldaten marschieren in Köln ein, bekommen die große rheinländische Stadt ohne Gegenwehr übergeben und bleiben für 21 Jahre. Die im Nordwesten stationierten kaiserlichen Truppen ziehen sich komplett zurück. Damit endet auch gleichzeitig die Geschichte der Freien Reichsstadt Köln, diesen Status sollte sie nie wieder erhalten. |
| 23.10.1794 | Während des Ersten Koalitionskriegs erobern französische Truppen am 23. Oktober 1794 die Stadt Koblenz am Rhein. Es gelingt ihnen allerdings nicht die Festung auf dem Ehrenbreitstein einzunehmen. |
| 19.11.1794 | Zwar wurde im Frieden von Versailles die Unabhängigkeit der USA von England anerkannt, dennoch gab es zahlreiche Fragen die durch diese Trennung noch offen waren. Durch den Vertrag von London, auch bekannt unter dem Namen „Jay Vertrag“, sollten diese Fragen endgültig geklärt werden. Die Engländer verpflichteten sich einige Festungen rund um die großen Seen zu räumen und amerikanische Händler für ihre Verluste während des Unabhängigkeitskrieges zu entschädigen. Im Gegenzug versicherten die USA, dass England auch weiterhin der bevorzugte Handelspartner sein sollte und die Entschädigung von treuen Royalisten die durch den Krieg Schaden erlitten hatten. Am 19. November 1794 wurde der Vertrag unterzeichnet. Aber einige Probleme wurden nicht behandelt. Das Pressen von Soldaten und durchsuchen von Schiffen führte letztendlich zum Krieg von 1812. |
| 28.11.1794 | Friedrich Wilhelm von Steuben stirbt in New York. Der preußische Soldat war eine bedeutende Stütze für George Washington während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Als Generalinspekteur des Heeres formte er das amerikanische Heer. |
| 27.2.1795 | Fracis Marion stirbt am 2. Februar 1795 auf seinem Landsitz bei Georgtown. |
| 21.4.1795 | Am 21. April 1795 verlobt sich Napoleon mit Bernadine Eugénie Clary, bekannt unter dem Namen Desiree, der Schwester seiner Schwägerin Julie Clary. |
| 14.6.1795 | Die Marseillaise wird zur französischen Nationalhymne erklärt. Es gab jedoch keine einheitliche Fassung der Marseillaise und oft erklang sie gleichzeitig in verschiedenen Versionen. 1887 wurde daher eine Kommission eingesetzt um die offizielle Fassung zu ermitteln. |
| 21.6.1795 | Die Verfassung vom 21. Juni 1795 legt die Verantwortung in die Hände eines fünfköpfigen Direktoriums. |
| 26.10.1795 | Der französische Nationalkonvent tagt am 26. Oktober 1795 letztmalig. Die Regierungsgeschäfte führt verfassungsgemäß künftig das Direktorium. Nach dem Sturz Robespierres wurde durch die Verfassung des Jahres III die Herrschaft des Nationalkonvents beendet. An seine Stelle trat ein Parlament von zwei Kammern, der Rat der Fünfhundert (franz. Le Conseil des Cinq-Cents) und der Rat der Ältesten (franz. Le Conseil des Anciens - 250 Mitglieder), unter der Führung eines fünfköpfigen Direktoriums (franz. Le Directoire). |
| 22.11.1795 | Der österreichische Feldmarschall von Wurmser erobert am 22. November 1795 die Festung Mannheim zurück. |
| 26.11.1795 | Der französische Nationalkonvent tagt am 26. Oktober 1795 zum letzten mal, bevor die Regierungsgeschäfte an das Direktorium übergeben werden. |
| 2.3.1796 | Das Direktorium ernennt den 27 Jahre alten Napoleon Bonaparte zum Oberbefehlshaber der Italienarmee. Die Entscheidung des Direktoriums sollte jedoch nicht überbewertet werden, sah man doch in Italien nur einen Nebenkriegsschauplatz. Jourdan und Moreas sollten Österreich in Deutschland schlagen und der Italien- Feldzug nur ein Ablenkungsmanöver werden. |
| 9.3.1796 | Napoleon heiratet Joséphine de Beauharnais in der Rue d'Antin 3, dem Rathaus des 2. Arrondissements. Napoleon hatte keine Geburtsurkunde, Korsika war von den Engländern besetzt, so musste er sich das Dokument von seinem Bruder Joseph ausleihen. |
| 12.4.1796 | In der Schlacht von Montenotte am 12. April 1796 gelingt es Napoleon sich zwischen die österreichische und piemontesische Armee zu drängen und damit deren zahlenmäßige Überlegenheit zu auszugleichen. So kann er sich den piemontesischen Armee zuwenden und diese zurückdrängen. |
| 20.4.1796 | Der amerikanische Kongress bewillig am 20. April 1796 den Bau von drei Fregatten. |
| 21.4.1796 | Am 21. April 1796 kommt es zur entscheidenden Schlacht mit der piemontesischen Armee bei Mondovi. Danach steht ihm der Weg nach Turin offen. |
| 28.4.1796 | Am 28. April 1796 schließt Napoleon mit dem sardinischen König Victor-Amadeus III. einen Waffenstillstand. Damit ist die Allianz zwischen Piemont und Österreich zerschlagen, ein wichtiger Gegner neutralisiert. |
| 19.6.1796 | Am 19. Juni 1796 siegt Erzherzog Karl in der Schlacht bei Uckerath, in der Nähe von Bonn, über Kleber. Klebers Gegenangriff am nächsten Tag misslingt und die Franzosen müssen sich über den Rhein zurückziehen. |
| 19.7.1796 | Spanien verbündet sich mit Frankreich. Nach dem preußischen Separatfrieden mit den Revolutionären ist Frankreichs Position gestärkt und Spanien schließt sich dem Friedensvertrag an. |
| 20.9.1796 | Talleyrand kehrt wieder nach Paris zurück. Nach seiner „Flucht“ 1792 lebte er einige Zeit in England. Aufgrund seiner dortigen politischen Aktivitäten wird er jedoch des Landes verwiesen und versucht in den Vereinigten Staaten von Amerika einen Neuanfang. Als Makler und Spekulant konnte er sich über Wasser halten, plante jedoch stets die Rückkehr in sein geliebtes Heimatland. Nach dem Sturz Robespierres nutzt er seine Verbindungen um den Konvent davon zu überzeugen, dass er nicht zu den vaterlandslosen Emigranten gehört, sondern ein Opfer der Terrorherrschaft war. Ihm gelingt tatsächlich die Rehabilitierung und so reist er von New York, über Hamburg, zurück nach Paris. |
| 15.11.1796 | Vom 15. bis zum 17. November 1796 findet die Schlacht von Arcole statt. Nachdem sich Moreaus vom Rhein zurückziehen mussten, erschien eine 50.000 Mann starke österreichische Armee um die seit September in Mantua eingeschlossene Armee Wurmsers zu befreien. Dieser Armee tritt Napoleon mit 18.000 Mann entgegen. Der Angriff auf die Brücke von Arcole am 15. November misslingt und Napoleon muss den Rückzug antreten. Am Abend des 16. November überschreitet ein Teil der Division Augereau den Fluss un umgeht die österreichische Stellung. Obwohl die Schlacht für die Österreicher am folgenden Tag nicht schlecht läuft, ziehen sie sich zurück. Sie überschützen das über den Fluss gesetzte französische Kontingent und fürchten einen massiven Angriff im Rücken. |
| 16.11.1796 | Am 16.November 1796 verstarb in Potsdam Friedrich Wilhelm II, geboren am 25. September 1744 in Berlin, König von Preußen. Friedrich der Großen hatte ob seiner Kinderlosigkeit zunächst seinen Bruder August Wilhelm als Nachfolger bestimmt. Nach dessen Tod 1758 wurde sein Sohn Friedrich Wilhelm preussischer Thronfolger und regierte Preussen vom 17.August 1786 bis zu seinem Tode. Das Verhältnis des nie gründlich in die Staatsgeschäfte eingeführten Prinzen zu Friedrich dem Großen gestaltete sich jedoch spannungsreich. Friedrich Wilhelm fühlte sich von seinem Onkel nicht ernst genommen, zumal Friedrich der Große seine geringen Meinung über den angeblich unbegabten Neffen nicht für sich behielt. Friedrich Wilhelm besaß einen gemütvollen und ausgesprochen triebhaften Charakter. Seine erste Ehe mit Elisabeth v. Braunschweig-Wolfenbüttel währte vier Jahre und wurde wegen beidseitiger Untreue geschieden. Unmittelbar darauf vermählte er sich am 14.7.1769 erneut mit Friederike Luise v. Hessen-Darmstadt, dieser Ehe entstammten sieben Kinder. Aus der Liaison mit der von ihm zur Gräfin Lichtenau erhobenen Wilhelmine Encke sowie zwei weiteren Heiraten „zur linken Hand“ gingen sieben weitere Nachkommen hervor. Nach seiner Thronbesteigung kämpfte Friedrich Wilhelm II. zunächst erfolglos im Bündnis mit Österreich die französischen Revolutionstruppen. Seine militärischen Fähigkeiten konnten zwar in keiner Weise mit denen seines Onkels Schritt halten, dennoch gelang ihm in Folge der Polnischen Teilungen ein vorübergehender Gebietszuwachs im Osten. Mit dem in 1795 geschlossenen Frieden von Basel wurde, in der vergeblichen Hoffnung auf nachlassende Spannungen in Europa, das linke Rheinufer Frankreich überlassen und Norddeutschland neutralisiert. Friedrich Wilhelm II. wird von Historikern aufgrund des unter ihm herrschenden Mätressen- und Günstlingswesen und in der damaligen Zeit allerdings typischen spirituellen Neigungen, häufig stark überzeichnet. Seine historische Bedeutung steht vor allem in Zusammenhang mit seinen Verdiensten auf dem Gebiet der Kunst und Architektur, mit denen in Preussen der Klassizismus Einzug hielt. |
| 17.12.1796 | Am 17. Dezember 1796 konstituiert sich die Cispadanische Republik. Die aus den Städten Modena, Reggio, Ferrara und Bologna gebildete Republik war de facto eine französische Tochterrepublik. Der aus dem Latein entliehene Name bedeutet soviel wie Republik diesseits des Po und sollte damit den italienischen Charakter hervorheben. Am 9. Juni 1797 löste sich die Republik wieder auf und am 29. Juni 1797 wurde sie mit der Transpadanischen Republik, der Republik nördlich des Pos, vereinigt und bildete damit die Cisalpinische Republik. |
| 14.2.1797 | Am 14. Februar 1797 findet vor der portugiesischen Küste am Kap St. Vincent die Seeschlacht von Kap St. Vincent statt. 15 britische Linienschiffe unter dem Kommando von John Jervis kämpfen gegen 27 spanische Linienschiffe unter José de Cordóba. Die spanische Flotte befand sich auf dem Weg nach Cadiz, als ihr die Briten entgegenkamen. Während die Briten eine geordnete Schlachtlinie bildeten, bestand die spanische Flotte aus zwei Divisionen, die parallel zueinander segelten. Die spanische Hauptmacht bildete eine unregelmäßige Schlachtlinie, während die kleinere Division mehr im Pulk segelte. Zunächst bewegten sich die beiden Flotten aufeinander zu. Jervis gab den Befehl, das Feuer auf die spanische Hauptmacht zu konzentrieren, was auch geschah, als sich beide Flotten passierten. Sobald das Führungsschiff der Briten (ich glaube die Culloden) die Spanier passiert hatte, gab Jervis den Befehl, schiffsweise zu wenden. Nelson, der auf der Captain relativ weit hinten segelte, erkannte,dass die Spanier nach Cadiz flohen und durchbrach die spanische Schlachtlinie gefolgt von Collingwood auf der Excellent. Unter starken spanischen Feuer ging die Captain längsseits der San Nicolas und Nelson gab den Befehl zum Entern. Unterdessen kollidierte der Dreidecker San Josef unter dem Feuer der Excellent mit der San Nicolas. Als sich die San Nicolas in britischer Hand befand, wurden die Briten von der San Josef aus beschossen und Nelson befahl, auch diese zu entern. Das gelang ohne nennenswerten Widerstand. Durch seine Eigenmächtigkeit verschaffte Nelson der britischen Flotte die notwendige Zeit, nach der Wende wieder ins Gefecht mit den Spaniern zu kommen. Insgesamt fielen 4 spanische Linienschiffe in britische Hände. Übrigens wurde Nelsons kampfentscheidende Tat nicht im offiziellen Bericht erwähnt. Sie wurde erst durch den Bericht eines Augenzeugen in England bekannt. Angeblich soll Robert Calder als Captain of the Fleet dafür gesorgt haben. |
| 30.8.1797 | Mary Wollstonecraft Shelley, die Autorin des Romans "Frankenstein or The Modern Prometheus", wird am 30. August 1797 in London geboren. |
| 17.10.1797 | Am 17. Oktober 1797 wird zwischen Frankreich und Österreich der Frieden von Campo-Formio geschlossen. Damit endet der Erste Koalitionskrieg, obwohl der Krieg zwischen Frankreich und England weiterhin besteht. In dem Vertrag verzichtet Österreich auf die Niederlande und erkennt die Cisalpinische Republik an. Im Gegenzug erhält Österreich Venedig, Istrien, Dalmatien. Die venezianische Flotte bildet damit den Großteil der österreichischen Kriegsmarine. Frankreich erhält die Lombardei und die Inselns Korfu, Zákynthos und Kephalonia. In den geheimen Zusatzartikeln wird zudem der Rhein als französische Ostgrenze anerkannt. |
| 22.10.1797 | André-Jacques Garnerin springt am 22. Oktober 1797 mit einem Fallschirm aus einem Heißluftbalin über dem dem Parc Monceau in Paris ab. |
| 15.11.1797 | Am 15. November 1797 wird die Transpadanische Republik ausgerufen. Die aus der österreichischen Lombardei und den Herzogtümern Mailand und Mantua gebildete Republik war de facto eine französische Tochterrepublik. Der aus dem Latein entliehene Name bedeutet soviel wie Republik jenseits des Po und sollte damit den italienischen Charakter hervorheben. Am 29. Juni 1797 wurde sie mit der Cispadanischen Republik, der Republik südlich des Pos, vereinigt und bildete damit die Cisalpinische Republik. |
| 15.2.1798 | Am 15. Februar 1798 wird, fünf Tage nach der Einnahme Roms durch französische Truppen, die Römische Republik ausgerufen. Die Römische Republik entstand aus dem bisherigen Kirchenstaat, hielt jedich nur bis zum September 1799. |
| 5.3.1798 | Am 5. März 1798 treffen in Neuenegg bernische und französische Truppen aufeinander. Die französische Armee, unter dem Kommando von Brigadegeneral Pigeon, rückte mit etwa 10.000 Mann Richtung Neuenegg vor. In Bern mobilisierte Generaladjudant Johann Weber die vorhanden Soldaten, 2300 Mann und brach am Morgen des 5. März 1798 Richtung Neuenegg auf. Obwohl die Berner am späteren Nachmittag die Schlacht in Neuenegg gewonnen hatten, musste Weber den Befehl zum Rückzug zu geben. Die Franzosen hatten die Schlacht am Grauholz gewonnen und Balthasar Alexis Henri Antoine von Schauenburg war in Bern einmarschiert. |
| 5.3.1798 | In der Schlacht am Grauholz am 5. März 1798 trafen bernische Truppen, unter Karl Ludwig von Erlach, auf die französische Armee des Generals Balthasar Alexis Henri Antoine von Schauenburg. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Berner Regierung bereits kapituliert. Die Schlacht am Grauholz endete mit einer Niederlage der Berner. |
| 2.4.1798 | August Heinrich Hoffmann wird am 2. April 1798 in Fallersleben geboren. 1841 schreibt er das „Lied der Deutschen”, die spätere Nationalhymne Deutschlands. |
| 15.4.1798 | Die Republik Genf wird am 15. April 1798 von Frankreich annektiert. Als Département du Léman wird sie von Frankreich einverleibt und verbleibt dort bis 1813. |
| 26.4.1798 | Der bedeutende Maler Ferdinand Victor Eugène Delacroix wird am 26. April 1798 in dem Pariser Vorort Charenton-Saint-Maurice geboren. |
| 30.4.1798 | Der amerikanische Kongress richtet am 30. April 1798 das "Department of the Navy", das Marineministerium, ein. |
| 19.5.1798 | Nachdem Nelsons Blockadeflotte vor Toulon schwer beschädigt wurde, gelingt es der französischen Flotte weitgehend unbemerkt den Hafen zu verlassen. Auf den 72 französischen Kriegsschiffen und 400 Transportern befindet sich Napoleons Expeditionskorps für den Ägyptenfeldzug. |
| 28.5.1798 | Admiral Nelson erfährt von einem Handelsschiff, dass Brueys Flotte Toulon verlassen hat. Immer noch muss er die Auswirkungen des schweren Sturms ertragen und ohne die notwendigen Fregatten auskommen. Ohne geeignete Schiffe für Aufklärungsmanöver macht er sich auf die Suche nach der französischen Flotte. |
| 14.6.1798 | Am 14. Juni 1798 entdeckt der amerikanische Kapitän Edmund Fanning mit seiner Brigg Betsy etwa 61 km nordwestlich von Palmyra das Kingmanriff. |
| 17.6.1798 | Nelson ist immer noch auf der Suche nach der französischen Flotte und erfährt in Neapel vom französischen Angriff auf Malta. Er macht sich sofort auf den Weg um die gegnerische Flotte zu stellen. |
| 22.6.1798 | Nelson wird vom Fall Maltas und der Versegelung der französischen Flotte am 16. Juni informiert. Er ist jetzt fest davon überzeugt, dass Napoleon Alexandria als Ziel ausgewählt hat. Diese Informationen sind nur teilweise Richtig, denn Napoleon verließ Malta erst am 19. Juni. Am Abend des 22.06. fahren die beiden Flotten dicht aneinander vorbei. Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse bemerken die Engländer den Feind nicht und überholen ihn sogar. Die europäische Geschichte hätte vielleicht deutlich umgeschrieben werde müssen, wenn sich beide Flotten getroffen hätten und Napoleons Karriere im Mittelmeer untergegangen wäre. |
| 28.6.1798 | Die englische Flotte unter Nelson erreicht am 22. Juni Alexandria. Da er die französische Flotte unbemerkt überholte war es natürlich klar, dass er im Hafen diese Schiffe nicht antreffen konnte. Da er immer noch glaubte die Franzosen seien bereits am 16. Juni versegelt, tatsächlich verließen sie Malta erst am 19. Juni, setzte er ungeduldig wieder Kurs nach Norden um seine vermeintlichen Irrtum zu korrigieren. Die nächsten Wochen verbrachte er mit der vergeblichen Durchsuchung des Mittelmeers. |
| 1.7.1798 | Was müssen die Ägypter gedacht haben, als kurz nach der Versegelung der britischen Flotte die gewaltige Flotte der Franzosen Alexandria erreicht. Napoleon erfährt von Nelsons Abreise und beginnt sofort mit der Landung von 4.000 Soldaten westlich von Alexandria. Am nächsten Tag fiel Alexandria und die Flotte konnte im Hafen der Stadt das Gros des Expeditionskorps entladen. Die 13 Linienschiffe und 4 Fregatten ließ Brueys in der 12 Seemeilen entfernten Bucht von Abukir ankern. |
| 19.7.1798 | Nachdem Nelson vergeblich die Küste Kleinasiens absuchte, machte er sich auf den Weg nach Sizilien und erreichte am 19.07.1798 den Hafen von Syrakus. Hier übernahm er eilig Proviant und verließ den Hafen am 25. Juli wieder. Dann erhielt er endlich einen wichtigen Hinweis. Die französische Flotte wurde vor 4 Wochen bei Kreta gesehen. Der Kurs der Flotte war südwärts gewesen und Nelson war ein weiteres Mal davon überzeugt Alexandria sei Napoleons Ziel. Nelson setzte sofort wieder Kurs auf Ägypten. |
| 23.7.1798 | Napoleon ließ 3.000 Soldaten als Garnison in Alexandria zurück und marschierte mit 30.000 Soldaten auf Kairo zu. Unter den Pyramiden erwarten ihn 10.000 berittene Mameluken und 24.000 Infanteristen. Die Schlacht wird zu einem großen Erfolg für Napoleon und am 23. Juli zog er in Kairo ein. |
| 1.8.1798 |  In der Schlacht von Abukir (Ägypten) wird die französische Flotte durch einen Überraschungsangriff durch Admiral Nelson vernichtet. Admiral Brueys, der Kommandeur der französischen Flotte, vermutet den Angriff der Engländer erst am nächsten Tag. Diese Fehleinschätzung bezahlt er mit seinem und mehr als 5000 weiteren französischen Leben. Die Engländer haben mit diesem Erfolg die uneingeschränkte Herrschaft über das Mittelmeer errungen und Napoleons Orientarmee praktisch von der Versorgung abgeschnitten. |
| 2.8.1798 | Am 2. August 1798 findet der zweite Tag der Seeschlacht bei Abukir statt. die britische Kriegsflotte Die französische Flotte wird fast vollständig vernichtet. |
| 5.10.1798 | Am 5. Oktober versuchen aufständische Royalisten die Tuilerien zu stürmen. Napoleon fällt die Aufgabe der Verteidigung zu. Im Arsenal der Nationalgarde sind Kanonen gelagert. Napoleon beauftragt den zufällig anwesenden Joachim Murat mit der Sicherstellung der Kanonen. Am Morgen des 5. Oktobers stehen die Kanonen bereit und erwarten die Aufständischen. Am Ende des Tages sind die Aufstände niedergeschlagen. Während Barras den Erfolg für sich beansprucht und Napoleon als Befehlsempfänger darstellt, schildert Napoleon seiner Familie, und später auch in seinen Memoiren, den Tag anders und schreibt sich den Erfolg zu. |
| 27.1.1799 | Am 27. Januar 1799 wird die Festung Ehrenbreitstein (Koblenz) an die Franzosen übergeben. Der 1801 geschlossene Frieden von Lunéville zwingt die Franzosen das recht Rheinufer zu räumen. Die Festung auf dem Ehrenbreitstein hatte ihre Wehrhaftigkeit in den letzten Jahren unter Beweis gestellt und sollte nicht wieder in die Hand des "Feindes" gegeben werden, also entschlossen sich die Franzosen die Festung zu sprengen. |
| 20.2.1799 | Aufgrund heftiger Schneefälle und folgendem Tauwetter bricht am 20. Februar 1799 der Blackbrook-Staudamm bei Blackbrook und Shepshed in Leicestershire, Großbritannien. Innerhalb von nur 11 Minuten läuft der Stauinhalt von 0,2 Millionen Kubikmeter Wasser aus. Der Staudamm wurde bis 1801 wieder hergestellt, jedoch 1804 aufgegeben.
|
| 7.3.1799 | Napoleon kann nach viertägiger Belagerung am 7. März 1799 die Stadt Jaffa in Palästina einnehmen. |
| 21.3.1799 | Die Schlacht bei Ostrach am 21. März 1799 ist die erste Schlacht des zweiten Koalitionskriegs. Die französische Armee unter General Jourdan trifft auf die Österreicher unter Erzherzog Karl und muss sich zurückziehen. |
| 22.3.1799 | Der Astronom Friedrich Wilhelm August Argelander wird am 22. März 1799 als Sohn eines Kaufmanns und Reeders in Klaipeda (Memel) geboren. |
| 25.3.1799 | Am 25. März 1799 kommt es zur Schlacht von Stockach, eine Folgeschlacht der wenige Tage vorher geschlagenen Schlacht von Ostrach. Auch diesmal behalten die Österreicher die Oberhand. |
| 21.4.1799 | Joséphine erwirbt das Schlossgut Malmaison in der Nähe von Paris mit Napoleons Geld. Berühmt wurde Malmaison auch durch seinen großen Rosengarten, in dem Josephine bis zu ihrem Tod fast jede Rosensorte anpflanzte. Nach der Scheidung von Napoleon zog sich Josephine hier hin zurück und starb 1814. |
| 20.5.1799 | Honoré de Balzac wird am 20. Mai 1799 in Tours geboren. Der Schriftsteller gilt als einer der bedeutendsten französischen Romanciers der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. |
| 4.6.1799 | Die Erste Schlacht von Zürich findet zwischen dem 4. und 7. Juni 1799 statt. Der französische General Masséna muss die Stadt den Österreichern überlassen und zieht sich hinter die Limmat zurück. |
| 15.7.1799 |  Napoleon Bonaparte war einer der ersten Ägyptologen. Auch wenn sein Feldzug militärisch nicht von Erfolg gekrönt war, so hatte er wissenschaftlich dennoch einen Durchbruch erbracht. Der französische Offizier Pierre François Xavier Bouchard entdeckt bei Rosetta einen schwarzen Granitstein. Das besondere an dem Stein: Auf ihm ist ein Text, datiert auf 196 v. Chr, in Hieroglyphen, in demotisch und in griechisch geschrieben! 1822 gelang es Jean-François Champollion die Texte zu übersetzen und legte damit den Grundstein um Hieroglyphen lesen zu können! Viele spätere Entdeckungen wären ohne Entzifferug der Schrift nicht möglich gewesen. |
| 25.9.1799 | Zwischen dem 25. und 26. September 1799 findet die Zweite Schlacht von Zürich statt. Der Sieg der Franzosen in dieser Schlacht führt zum Rückzug der Russen aus der zweiten Koalition. |
| 9.11.1799 | Um einem Staatsstreich der Royalisten zu verhindern plant Direktor Emmanuel Joseph Sieyès das nachrevolutionäre Frankreich ein weiteres Mal zu verändern. Er sucht eine starke und beliebte Führungsperson und findet diese in dem gerade aus Ägypten zurückgekehrten General Napoleon Bonaparte. Am 18 Brumaire des Jahres VIII, nach dem Republikanischen Kalender, werden die Abgeordneten der beiden Kammern auf das Schloss Saint-Cloud eingeladen. Napoleon wird die Sicherung von Paris aufgetragen. Drei der fünf Direktoren treten zurück und das Land ist praktisch ohne Führung. Während die Abgeordneten die erneute Verfassungsänderung debattieren wird das Schloss von Soldaten umstellt. Die Mitglieder der Kammer protestieren und gehen auf den mittlerweile eingetroffenen Napoleon los um in zu Verhaften. Lucien Bonaparte, sein jüngerer Bruder und Vorsitzender des Rates der Fünfhundert, eilt nach draußen und alarmiert die Soldaten. Das Militär evakuiert den Versammlungssaal. Unter dem Druck der Soldaten stimmen die Abgeordneten des Ältestenrates schließlich der Verfassungsänderung zu. Napoléon Bonaparte, Emmanuel Joseph Sieyès und Roger Ducos werden vorläufig zu Konsuln ernannt und einen Monat später durch die neue Verfassung bestätigt. Napoleon ist als Erster Konsul der mächtigste Mann Frankreichs geworden. |
| 12.11.1799 | In der Nacht vom 11. auf den 12. November 1799 beobachtet Alexander von Humboldt in Südamerika einen Meteorschauer der Leoniden. Dieses Ereignis wurde damals in vielen Zeitungen beschrieben, aber besonders seine Notizen wurden für die Wissenschaft sehr wertvoll. Es ist nur schwer vorstellbar wie dieses Ereignis auf die Menschen damals wirken musste. Dieser Sternschnuppenschwarm löst sich jedes Jahr zu dieser Zeit aus den Sternbild des Löwen. Alle 33 bis 34 Jahre treten die Leoniden besonders stark auf (z.B.1966 und 1999) und Tausende von Sternschnuppen können innerhalb von einer Stunde beobachtet werden. Die Beschreibung durch Alexander von Humboldt war ausserordentlich detailliert. Zusätzlich brachte er von Eingeborenen in Erfahrung, dass 1766 ebenfalls ein "Regen von Sternen" vom Himmel fiel. Erst 1833 lüftete sich langsam das Geheimnis. Nicht zuletzt durch von Humboldts Bericht wurde klar, dass die Meteoritenschauer periodisch auftreten. |
| 13.11.1799 | Die Konsuln schaffen am 13. November 1799 die loi sur les otages ab. Dieses Gesetz erlaubte der Polizei auch Verwandte von royalistischen Gegenrevolutionären in Gewahrsam zu nehmen. |
| 10.12.1799 | Frankreich entscheidet sich als erstes Land für das metrische System, ein auf dem Meter basierendes Einheitensystem. Durch die Festlegung der Definition des Urmeters seitens der Verfassungsgebenden Nationalversammlung und auf Vorschlag der Académie des sciences im Jahr 1791 wurde der Weg zum heutigen Einheitensystem ermöglicht. 1799 wurde der Urmeter aus Platin erstellt, er befindet sich seit dem im französischen Nationalarchiv. |
| 13.12.1799 | Die Konsulatsverfassung tritt in Kraft. Napoleon wird zum Ersten Konsul auf 10 Jahre gewählt und ist damit praktisch Alleinherrscher über Frankreich geworden. Artikel 1 der neuen Verfassung wird für Napoleon zu einer großen Bürde: „Die französische Republik ist eins und untheilbar.“ Damit ist verfassungsmäßig ausgeschlossen, dass Napoleon bei eventuellen Friedensgesprächen irgendwelche Gebietsabtretungen akzeptieren darf. Die neue Verfassung wurde im Februar 1800 durch eine Volksabstimmung angenommen und galt formell bis 1815. |
| 14.12.1799 | George Washington, der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, stirbt auf seinem Gut „Mount Vernon“ in Virginia. Er galt als einer der Väter der USA und von folgenden Historikern wird er, neben Abraham Lincoln und Franklin D. Roosevelt, als einer der fähigsten und erfolgreichsten Präsidenten gehandelt. Er ist der einzige Präsident nachdem ein ganzer Bundesstaat benannt wurde. |
| 5.5.1800 | General Morea zwingt das österreichische Heer durch seinen Sieg in der Schlacht bei Meßkirch am 5. Mai 1800 Süddeutschland zu verlassen. |
| 14.6.1800 |  Bei Marengo kommt es zum entscheidenden Sieg Napoleons über die Österreicher, auch wenn Napoleon selbst bei dieser Schlacht keinen so großen Einfluss auf die Entscheidung hatte. Der Schlachtverlauf ist an Dramaturgie kaum zu überbieten. Die Österreicher waren seit Tagen auf dem Rückzug und Napoleon erwartete ihre Flucht über das Mittelmeer. In Wirklichkeit überraschte der österreichische Oberkommandierende Michael von Melas die Franzosen und versuchte mit seinen Truppen durch die französischen Linien zu brechen. Tatsächlich gelingt es ihm die unvorbereiteten Franzosen empfindlich zu treffen. Melas hat sich bereits aus der gewonnen Schlacht zurückgezogen und das Kommando seinem Stellvertreter General von Zach übergeben, als am Nachmittag die Truppen von Desaix das Schlachtfeld erreichen. Doch auch ihnen gelingt es nicht den Vormarsch der Österreicher zu stoppen. Desaix wird tödlich getroffen und das französische Zentrum zerbricht. Verzweifelt greift der französischer Kavalleriegeneral François-Etienne Kellermann die Flanke an und es gelingt ihm General von Zach zu isolieren. In diesem Moment wendet sich das Blatt und die schockierten Österreicher verfallen in Panik und fliehen. Fast die gesamte österreichische Artillerie fällt daraufhin in die Hände der Franzosen. Bereits einen Tag später unterzeichnet der österreichische Oberbefehlshaber einen Vertrag worin er sich verpflichtete, Genua, Piemont und die Lombardei zu räumen. |
| 1.8.1800 | König Georg III. unterzeichnet am 1. August 1800 den Act of Union. Damit bilden Großbritannien und Irland ab dem 1. Januar 1801 das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. |
| 1.10.1800 | Am 1. Otober 1800 wurde der Dritte Vertrag von San Ildefonso zwischen Frankreich und Spanien unterzeichnet. In dem Vertrag wird die Rückgabe der spanischen Kolonie Louisiana an Frankreich geregelt. |
| 5.10.1800 | Den Engländern gelingt es die von Frankreich besetzte Insel Malta zu erobern. |
| 3.12.1800 | In der Schlacht bei Hohenlinden am 3. Dezember 1800 schlagen die Franzosen unter Moreau die Österreicher unter dem erst 18-jährigen Erzherzog Johann. Die Niederlage ist so entscheidend, dass der Kaiser noch im gleichen Monat den ungünstigen Waffenstillstand von Steyr abschließen musste. |
| 12.12.1800 | In der Schlacht am Walserfeld zwischen dem 12. und 14. Dezember 1800 erleidet die österreichische Armee unter Erzherzog Johann eine schwere Niederlage durch einen Teil der französischen Rheinarmee. Dennoch gelingt es durch eine geordneten Rückzug eine Einkesselung durch die Franzosen zu verhindern. |
| 1.1.1801 | Großbritannien und Irland schließen sich am 01. Januar 1801 als Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland zusammen. |
| 1.1.1801 | Der Italiener Giuseppe Piazzi entdeckt mit Ceres den ersten Asteroiden. |
| 8.2.1801 | Britische Truppen landen bei Abukir um die Franzosen aus Ägypten zu verjagen. Im Sommer gelingt es ihnen Kairo zu befreien, im September kapitulieren die französischen Truppen in Alexandria. Damit ist die Ägyptenexpedition von Napoleon Bonaparte endgültig beendet. |
| 9.2.1801 | Österreich und Frankreich schliessen am 9. Februar 1801 in Lunéville Frieden und beenden damit den 2. Koalitionskrieg. England führte dennoch weiter Krieg gegen Frankreich und schloss erst am 27. März 1802 den brüchigen Frieden von Amiens. |
| 17.2.1801 | Thomas Jefferson wird im 36. Wahlgang zum Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Mit der Wahl von 1800 stellte die demokratisch-republikanische Partei zum ersten Mal den Präsidenten und sollte dies ununterbrochen für das folgende Vierteljahrhundert tun. Die Wahl ist deshalb auch als die "Revolution von 1800" bekannt. In seine Amtszeit fällt der Kauf von Louisiana von Frankreichn für 22,5 Millionen Dollar. Durch diesen Landkauf verdoppelte sich die Fläche der USA. |
| 8.3.1801 | Am Strand von Abukir landen am 8. März 1801 etwa 17.000 britische Soldaten unter dem Kommando Ralph Abercrombys und greifen das von Franzosen besetzte Fort an. |
| 10.3.1801 | In Großbritannien findet am 10. März 1801 zum ersten mal eine Volkszählung statt. |
| 24.3.1801 | Zar Paul I. wird ermordet. Sein Sohn besteigt als Alexander I. den Thron. |
| 2.4.1801 | Großbritannien besiegt Dänemark am 2. April 1801 in der Seeschlacht von Kopenhagen. |
| 1.8.1801 | Der amerikanische Schoner Enterprise erobert am 1. August 1801 das tripolitanische Schiff Tripoli. |
| 11.9.1801 | In Leipzig wird am 11. September 1801 "Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich Schiller uraufgeführt. |
| 26.2.1802 | Der französische Schriftsteller und Maler Victor Hugo wird in Besançon geboren. Er wird zu einem der bedeutendsten Autoren seiner Zeit und der französischen Romantik. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der Glöckner von Notre Dame“ und „Die Elenden". |
| 16.3.1802 | Das Fort in West Point, im Bundesstaat New York, wird durch Gesetz am 16. März 1802 zu einer Militärakademie bestimmt. Thomas Jefferson versucht damit den Mangel al Offizieren zu beheben. |
| 27.3.1802 | England und Frankreich unterzeichnen den Frieden von Amiens. Die Friedensbedingungen sind besonders in England unpopulär, so sollen wertvolle Stützpunkte wie Kapstadt, Malta und Menorca zurückgegeben werden. Während Menorca tatsächlich von England geräumt wird, geraten Frankreich und England über Malta in Streit. Die Engländer weigern sich Malta zu verlassen, das Napoleon selbst den vereinbarten „Status Quo“ auf dem europäischen Festland nicht einhält. |
| 20.5.1802 | Napoléon Bonaparte lässt in französischen Kolonien die 1794 abgeschaffte Sklaverei wieder zu. Daraufhin kommt es auf Haiti zu einem erneuten Aufstand. General Charles Victor Emmanuel Leclerc wird in die Kolonie entsandt um den Aufstand niederzuschlagen. Ihm gelingt es den Anführer François-Dominique Toussaint L’Ouverture gefangen zu nehmen, doch der Aufstand kann nicht mehr eingedämmt werden und führt 1804 zur Unabhängigkeit von Haiti.
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| 24.7.1802 | Der französische Schrifsteller Alexandre Dumas wird am 24. Juli 1802 in Villers-Cotterêts, Aisne, geboren. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Die Drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo". |
| 19.2.1803 | Nachdem die französischen Truppen 1802 aus der Schweiz abzogen, entwickelte sich dort eine starke gegenrevolutionäre Bewegung. 1803 stand die Helvetische Republik kurz vor der Teilung. Napoleon Bonaparte versuchte zwischen den Parteien zu vermitteln (médiation) und gleichzeitig den französischen Einfluß in der Schweiz zu vergrössern. "Helvetien, der Zwietracht preisgegeben, war mit seiner Auflösung bedroht. In sich selbst konnte es die Mittel nicht finden, um wieder zu einer verfassungsmäßigen Ordnung zu gelangen." (Praeambel der Mediationsakte) Auf seinen Druck versammelten sich Abgeordnete der Schweiz in Paris und erarbeiteten eine neue Verfassung. Mit der Mediationsakte (Acte de Médiation) wurden die Schweizer Kantone gestärkt und die Zentralregierung abgeschafft. Die Mediationsakte wurde am 19. Februar 1803 von Napoleon unterzeichnet, am 5. März vom Helvetischen Senat angenommen und trat am 10. März 1803 in Kraft. Auf dem Wiener Kongress wurde beschlossen, dass zu den neunzehn Mediationskantonen das Wallis, Genf und Neuenburg ebenfalls zur Schweiz gehörten. |
| 16.3.1803 | Der Frieden von Amiens hält kein Jahr und England erklärt Frankreich wieder den Krieg. Der Krieg kam auch für die Franzosen nicht überraschend, doch konnte der gewaltige Vorsprung der englischen Kriegsflotte in dem knappen Friedensjahr nicht verringert werden. Den 42 französischen Linienschiffen stehen mehr als doppelt soviel Schiffe auf englischer Seite gegenüber. Bereits am Tag der Kriegserklärung verlassen englische Geschwader ihre Heimathäfen und die Blockade der französischen Häfen fortzusetzen. |
| 30.4.1803 | Die Vereinigten Staaten von Amerika kaufen Louisiana von Frankreich und verdoppeln damit ihre Größe. |
| 15.6.1803 | Die Armée d'Angleterre beginnt das große Truppenlager bei Boulogne zu errichten. Von hier aus soll der Hauptstoß gegen England erfolgen. |
| 21.11.1803 | Johannes Bückler (1777-1803), genannt Schinderhannes oder Robin Hood vom Hunsrück, wird am 21. November 1803 mit 19 seiner Komplizen in Mainz hingerichtet. Das Leben von Johannes Bückler endetet unrühmlich unter dem Fallbeil der Guillotine auf einer Anhöhe vor den Wällen von Mainz. Johannes Bückler war kein "edler Räuber", der Reiche und Geizige bestahl sowie Arme beschenkte, noch war er Freiheitskämpfer gegen die französiche Besatzungsmacht. Er war zweifelsfrei berühmt, charismatisch und wusste sich auch vor Gericht anders als ein gewöhnlicher Räuber und Mörder darzustellen, aber ein Wohltäter war er in keinster Weise. |
| 29.11.1803 | Gottfried Semper wird 1803 in Hamburg geboren. Der Architekt und Kunsthistoriker war nach Schinkel einer des bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum. Zu seinen Bauten gehören, neben der weltberühmten Semperoper, das Hoftheater, Gemäldegalerie und Synagoge ebenfalls in Dresden, sowie die neue Hofburg, das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum und Burgtheater in Wien. |
| 13.2.1804 | Ein Mordkomplott gegen den Konsul Bonaparte wird aufgedeckt. Georges Cadoudal, ein Drahtzimmer des Attentats von 1800, reiste von England nach Frankreich um das Konsulat zu stürzen. Als Husaren getarnte Royalisten sollten Napoleon während einer Parade eine Bittschrift übergeben und ihn in diesem Moment ermorden. Cadoudal wurde Steckbrieflich gesucht und konnte im März festgenommen wrden. In seinem Verhör kündigte er die Rückkehr eines Bourbonenprinzen im Fall eines erfolgreichen Attentats an. Cadoudal erwähnte nicht den Herzog von Enghien. In royalistischen Kreisen ging das Gerücht um, dass der Herzog eine Rückkehr nach Frankreich plante. |
| 16.2.1804 | Amerikanischen Soldaten, unter dem Kommando von Stephen Decatur, gelingt es am 16. Februar 1804 in den Hafen von Tripolis einzudringen. Ihr Ziel ist es, die im Oktober auf Grund gelaufene Fregatte Philadelphia zu verbrennnen, damit diese nicht von den Piraten eingesetzt werden kann.
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| 14.3.1804 | Unter dem Kommando von Brigadegeneral Michel Ordener marschieren französische Soldaten in das badische Ettenheim ein um Louis Antoine Henri de Bourbon-Condé, den Herzog von Enghien, festzunehmen. An ihm sollte, nach dem misslungenen Attentat auf Napoleon Bonaparte, ein Exempel an den Bourbonen statuiert werden. Es gelingt den Franzosen den Herzog zu entführen. Dieser Akt stieß in ganz Europa auf großen Widerstand. Viele glauben, dass diese Entführung ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Koalition gegen Napoleon war. Innenpolitisch hatte Napoleon durch diese Untat jedoch der royalistischen Bewegung in Frankreich einen gewaltigen Dämpfer versehen. |
| 15.5.1804 | William Pitt der Jüngere übernimmt zum zweiten Mal das Amt des englischen Premierminister. Er löst damit den "Friedenspremier" Addington und seine Regierung ab. Pitt rüstet nach dem kurzen Frieden von Amiens wieder auf und arbeitet nun ununterbrochen an einer neuen Koalition gegen Napoleon Bonaparte. Die Ermordung von Louis Antoine Henri de Bourbon-Condé, den Herzog von Enghien, bringt die europäischen Fürsten hinter ihn. |
| 18.5.1804 | Napoleon proklamiert sich zum Kaiser von Frankreich. Dies ist eine Reaktion auf den Anschlag und das aufgedeckte Komplott. Mit der Errichtung einer Erbmonarchie soll die royalistische Bewegung gestoppt werden. Er betrachtete den Kaisertitel "als sicheres Mittel, in Frankreich Ruhe und Frieden herzustellen." |
| 11.8.1804 | Das Kaiserreich Österreich wird als Erbmonarchie von Franz II. begründet. Franz II. war der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und nach der Gründung des österreichischen Kaiserreiches gleichzeitig Franz I. von Österreich geworden. Mit seiner Krönung wollte er wieder mit Napoleon Bonaparte gleichziehen, welcher sich selbst Anfang des Jahres entschieden hatte Frankreich in ein Kaiserreich zu wandeln. Mit dieser Entscheidung wollte man auch den französischen Ambitionen auf das Erbe Karls des Großen ein Ende bereiten. Der Kurfürst von Mainz, Karl Theodor von Dalberg, hatte Joseph Kardinal Fesch praktisch zu seinem Nachfolger gemacht. Kardinal Fesch, der Onkel von Napoleon Bonaparte (!), wäre damit zum Aufseher des Reichsgerichtes und Hüter des Reichsarchives geworden und hätte das Reich nach Napoleons Willen zum Wohle Frankreichs umformen können. |
| 2.12.1804 |  Napoleon krönt sich selbst zum Kaiser und Josephine zur Kaiserin. Diese Selbstkrönung ist aber weniger die Tat eines selbstgefälligen Diktators, sondern die abgesprochene Handlung um das französische Volk wieder zusammenzubringen. Wenn er die Kaiserkrone von Pius VII erhalten hätte, so wären die protestantischen und atheistischen Franzosen nicht von der Legitimität des Kaisers überzeugt gewesen. Papst VII hatte bereits bei der Planung für die Zeremonie angekündigt, dass er sich im Moment der Krönung zurückziehen würde und somit nicht kompromittiert wäre. |
| 30.3.1805 | Der französischen Flotte gelingt in einem günstigen Augenblick der Ausbruch aus dem Hafen von Toulon. Vor der spanischen Küste vereinigen sich die spanische und französische Flotte und setzen Kurs in die karibische See. Dort sollte Admiral Villeneuve britische Besitzungen angreifen, er hatte für diesen Zweck unter anderem 12.000 Soldaten eingeschifft, um die Royal Navy aus dem Kanal zu locken. Danach sollte er sich umgehend mit der französischen Atlantikflotte in Brest vereinen um für wenige Tage die Herrschaft über den Kanal zu erlangen und damit den Weg für eine Invasion Großbritanniens freizumachen. Admiral Nelson nahm mit 9 Linienschiffen und zwei Fregatten die Verfolgung auf. |
| 27.4.1805 | Am 27. April 1805 erobern amerikanische Seestreitkräfte das tripolitanische Derne und hissen die amerikanische Flagge. |
| 26.5.1805 | Napoleon wird in Mailand zum König von Italien gekrönt. |
| 4.6.1805 | Admiral Villeneuve erreicht mit 29 Schiffen Martinique. Sein Auftrag lautet für 40 Tage in Westindien zu bleiben und dabei englische Besitzungen zu erobern. Napoleons hoffte damit einen Großteil der englischen Kanalflotte in die Karibik locken zu können. Dieses Zeitfenster sollte ausreichen um die geplante Invasion durchführen zu können. |
| 20.8.1805 | Admiral Villeneuve zieht sich nach der Schlacht vor Kap Finisterre in den Hafen von Cadiz zurück. Napoleons eigentlicher Befehl sollte ihn nach Brest führen. Aus welchen Gründen auch immer, Villeneuve folgte ihnen nicht und läutete damit unwissendlich das Ende der französischen Flotte ein. Kaum war er in Cadiz eingetroffen, blockierte die Royal Navy den Hafen und setzte Villeneuves Flotte fest. |
| 25.8.1805 | Napoleon wurde von Spionen über die Aktivitäten der Österreicher und Russen informiert. Seine Pläne von einer Invasion in England hat er mittlerweile verschoben, braucht er doch die ausgezeichnet trainierten Soldaten auf dem europäischen Festland. Am 25.8.1805 verlassen die ersten Truppen ihre Lager an der Kanalküste und machen sich auf den Weg nach Mitteleuropa. Bis zum 3. September sollte es dauern bis alle Truppen ihre Lager abgebrochen hatten. |
| 30.8.1805 | Für Admiral Villeneuve wird die Lage immer schwieriger. Die britische Blockade unter dem Kommando von Admirals Cuthbert Collingwood wird durch Vizeadmiral Calders Flotte verstärkt. Villeneuve hat immer noch die Möglichkeit auszubrechen, denn sein Flottenverband ist den Engländern zahlenmäßig überlegen. |
| 11.9.1805 | Der österreichische General Mack besetzt Ulm. Die Verletzung der Neutralität des mit Frankreich verbündeten Bayern ist der Beginn der offenen Kampfhandlungen des Feldzuges von 1805. |
| 15.9.1805 | Admiral Nelson läuft mit seinem Flaggschiff aus Portsmouth aus um die Blockade der Flotte von Admiral Villeneuve zu verstärken. Wenn er an diesem 15. September noch einen Blick zurückgeworfen hat, dann hat er zum letzenmal seine Heimat gesehen. Gegen Ende des Monats übernimmt er das Kommando der Flotte vor Cadiz. |
| 24.9.1805 | Die Grande Armée überquert den Rhein. Ihr Aufmarschgebiet der war zwischen Mannheim und Straßburg. Die Soldaten sollten das Zentrum und den rechten Flügel der Grande Armée im Feldzug bilden. Im Norden trugen Soldaten aus Hannover und den Niederlanden den linken Flügel. Sobald der Feldzug begann, sollten die Armee in das Donautal vordringen und von dort aus ihre Schläge durchführen. |
| 28.9.1805 | Napoleon Bonaparte erkennt, dass die geplante Invasion nicht mehr durchführbar ist. Er erteilt Admiral Villeneuve daraufhin den Befehl die 12.000 Soldaten in Neapel auszuschiffen. Obwohl Villeneuve die Befehle bereits am 28.09.1805 erhielt, dauerte es noch Wochen bis er sich anschickte diese auszuführen. |
| 29.9.1805 | Admiral Nelson, der Villeneuves Flotte bis in die Karibik verfolgte, segelte mit seinem Verband zurück nach England. Dort erfuhr er, dass sich die französische Flotte im Hafen von Cadiz befand. Er macht sich unmittelbar auf dem Weg und trifft am 29. September 1805 mit weiteren drei Linienschiffen auf die britische Blockadeflotte. Er übernimmt das Oberkommando über die zahlenmäßig unterlegene Flotte. |
| 8.10.1805 | Am 8. Oktober werden die ersten Gefechte des Feldzuges von 1805 geschlagen. Bei Wertingen, und einen Tag später bei Günzburg, finden die ersten Vorgefechte statt. |
| 11.10.1805 | Bei Haslach-Jungingen kommt es zu einem größeren Gefecht aus dem sich die französischen Truppen erstmal zurückziehen müssen. Dennoch entscheidet sich Feldmarschall-Lieutenant von Mack seine Truppen enger um Ulm zu ziehen. |
| 14.10.1805 | Aus der Schlacht von Elchingen geht Marschall Ney als Sieger hervor. Dies veranlasst General Mack sich nach Ulm zurück zuziehen. |
| 20.10.1805 | 27.000 österreischiche Soldaten unter dem Kommando von Feldmarschall-Lieutenant von Mack ergeben sich den Franzosen. Napoleon war es gelungen in kürzester Zeit seine Truppen aus den Lagern an der Kanalküste nach Bayern zu bringen. Noch bevor sich östereichische und russische Truppen verbinden konnten, setzte er sich dazwischen und konnte die Festung Ulm von beiden Seiten unter Druck setzen. Dem glücklosen Mack blieb nichts anderes übrig, als sich zu ergeben. Bisher standen 2.000 gefallenen Franzosen Verluste von 4.000 Österreichern gegenüber, jedoch mehr als 60.00 Gefangene und 200 Kanonen konnten bereits genommen werden. Auch wenn die Vorzeichen für den Feldzug von 1805 nicht gut standen, die Franzosen verkauften sich bisher ausgepsprochen gut. |
| 21.10.1805 |  Am Kap von Trafalgar besiegt der englische Admiral Horatio Nelson die französisch-spanische Flotte unter dem Kommando von Vizeadmirals Pierre Charles de Villeneuve. Die französisch-spanische Flotte wird fast völlig zerstört und Napoleons Invasionspläne für immer vernichtet. Mit der Schlacht von Trafalgar hat sich England endgültig zur Herrscherin der Meere aufgeschwungen. Der Siegreiche Admiral Nelson wird während der Schlacht tödlich verwundet. |
| 26.10.1805 | Napoleon beginnt die Verfolgung der russischen Armee unter General Kutusov. Nachdem Kutusov die Nachricht von der Kapitulation bei Ulm erhält, zieht er sich zurück um sich bei Olmütz mit einer weiteren russischen Armee und Zar Alexander I. zu vereinen. |
| 28.10.1805 | In Norditalien findet die Schlacht von Caldiero statt. |
| 13.11.1805 | Napoleons Truppen ziehen am 13. November 1805 kampflos in Wien ein, wo sie von der Bevölkerung neugierig empfangen werden. Napoleon bezieht Quartier im Schloss Schönbrunn. |
| 14.11.1805 | Am 14.11.1805 bezog Napoléon im Wiener Schloss Schönbrunn Quartier, nachdem seine Truppen tags zuvor kampflos Wien eroberten. Das Schloss Schönbrunn, westlich der Innenstadt im Bezirk Hietzing gelegen, ist eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs. Die erste Eroberung Wiens (die zweite Besetzung Wiens im Jahr 1809 gelang nur nach schwerem Beschuss) war Teil des dritten Koalitionskrieges. Die dritte Koalition gegen Frankreich bestand ab 1805, Koalitionspartner waren Österreich, Großbritanien, Russland und Schweden.
Die Eroberung am 13. November 1805 erfolgte, nachdem drei französische Marschälle mit weißer Fahne über die damals einzige stark verteidigte Donaubrücke, die Taborbrücke, kamen und den österreichischen Befehlshabenden davon überzeugten, dass der Krieg im Grunde schon vorbei ist. Währenddessen marschierten die Franzosen an anderer Stelle in die Stadt, ohne dass es zu Kampfhandlungen kam. |
| 15.11.1805 | Bei Hollabrünn täuscht General Bagration dem französischen Prinz Murat angeblich stattfindende Friedensverhandlungen vor und kann während des folgenden Waffenstillstands einen Großteil seiner Soldaten entwischen lassen. |
| 16.11.1805 | Der Waffenstillstand wird beendet und es kommt zu einem Gefecht bei Hollabrünn. Dieses Gefecht wird am 1. Dezember von Napoleon in seinem Brief an die Armee erwähnt. |
| 20.11.1805 | Am 20. November vereint sich Kutusov mit Buxhöwden Armee. Bei Olmütz trifft das österreichisch-russische Heer auf Zar Alexander und Kaiser Franz. Am gleichen Tag trifft Napoleon in Brünn ein und wird von Abgeordneten Mährens und dem Erzbischof empfangen. Dort soll sich die Grande Armée sammeln und ausruhen. Bernadottes Korps wird mit den Bayern nach Iglau geschickt. |
| 30.11.1805 | Französische Truppen besetzen Austerlitz und den Hügel Pratzen. Dieses Manöver soll die Aufmerksamkeit der Alliierten auf sich ziehen. Der Köder wird geschluckt und die Alliierten wenden sich Austerlitz zu. Die französischen Truppen werden daraufhin wieder zurückgezogen und hinterlassen den Eindruck von Flucht und Unordnung. Österreicher und Russen glauben tatsächlich, dass sich die Franzosen wieder zurückziehen. |
| 1.12.1805 | Franzosen, Österreicher und Russen stehen bereit um am nächsten Tag bei Austerlitz die Schlacht zu schlagen. Marschall Bernadottes und Marschall Davouts Korps erreichen rechtzeitig das Schlachtfeld und reduzieren damit die große Alliierte Überlegenheit. |
| 2.12.1805 | Genau ein Jahr nach seiner Krönung trifft Napoleon in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz auf Alexander und Franz I. Die vereinigte russisch-österreichische Armee wird vernichtend geschlagen. Infolgedessen wird Österreich am 25.12.1805 zum Frieden von Pressburg gezwungen und verliert einen Teil seines Herrschaftsbereichs. |
| 26.12.1805 | Am 26. Dezember wurde der Frieden von Pressburg geschlossen. Pressburg wurde gewählt, weil Brünn zu weit von Wien lag. Österreich sollte immer noch spüren, dass es eine besiegte Nation war. Beinahe wären die Kampfhandlungen wieder aufgenommen worden, denn die Erzherzöge marschierten auf Wien zu und das Haus Habsburg zögerte die Unterzeichnung des Vertrages hinaus. Schliesslich wurde der Frieden doch geschlossen, immerhin befand sich mittlerweile ein gewaltiges französisches Heer rund um Wien und Alexander stand als Verbündeter nicht mehr zur Verfügung. Österreich verlor Venedig an das neue Königreich Italien. Tirol und Vorarlberg gingen an Bayern. |
| 1.1.1806 | Bayern und Württemberg werden am 1. Januar 1806 zu Königreichen. |
| 1.1.1806 | Als Folge des Friedens von Pressburg werden die Herzogtümer Bayern und Württemberg am 01. Januar 1806 zu Königreichen. |
| 9.1.1806 | Die Beerdigung von Horatio Nelson ist ein gewaltiges Ereignis und zeugt von der großen Sympathie seiner Landsleute für ihn. In der Schlacht von Trafalgar wurde er am 21. Oktober tödlich verletzt. Seinen Leichnam konservierte man in einem großen Fass Branntwein und am 21. Dezember erreichte sein Körper schließlich wieder England. Vom 5. bis zum 7. Januar wurde er in Greenwich aufgebahrt und 15.000 Trauernde nahmen dort Abschied von ihm. Am 8. Januar wurde der Sarg in einer Schiffsprozession nach Whitehall ins Admiralitätsgebäude gebracht. Am folgenden Tag fand das Begräbnis statt. In einem seinem Flaggschiff HMS Victory nachgebildetem Leichenwagen wurde er zur St.-Pauls-Kathedrale überführt. Tausende von Menschen versammelten sich auf dem Weg um von einem der größten englischen Helden Abschied zu nehmen. |
| 30.1.1806 | Joseph Bonaparte wird König von Neapel. |
| 1.2.1806 | Auf Befehl von George III. wird die Naval Academy in Portsmouth zu Royal Naval College umbenannt.
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| 18.2.1806 | Napoleon erlässt ein Dekret zur Errichtung des "Arc de Triomphe" als Denkmal für die Grande Armée und ihren Sieg bei Austerlitz in Paris. Der Triumphbogen, im antiken römischen Stil gehalten, ist knapp 50 m hoch, 45 m breit und 22 m tief. Nachdem der Architekt Jean Chalgrin im Jahre 1814 starb, und Napoleon im gleichen Jahr Abdanken musste, wurden die Arbeiten an dem Triumphbogen eingestellt. Erst 1836 wurde er fertiggestellt. |
| 27.2.1806 | Am 27. Februar 1806 proklamiert Preußen die Besetzung Hannovers und verärgert damit England. |
| 8.4.1806 | Stéphanie de Beauharnais, eine Cousine von Joséphine, heiratet den Erbprinzen Karl von Baden. |
| 1.6.1806 | Ein englisches Expeditionskorps unter dem Kommando von General Stuart landet bei Santa Eufemia in der Nähe von Neapel. |
| 4.6.1806 | Die bei Neapel gelandeten Engländer schlagen die Division Reynier in die Flucht. Die Engländer wandten zum ersten Mal die Taktik der sich kreuzenden Feuersalven gegen Angriffe mit blanken Waffen. Bis Waterloo finden die Franzosen keine Antwort darauf und müssen dies 1815 blutig bezahlen. |
| 5.6.1806 | Napoleon ernennt seinen Bruder Louis am 5. Juni 1806 zum Regenten des Königreichs Holland. Louis konnte die Erwartungen seines Bruders nicht erfüllen und so wurde das Königreich 1810 wieder aufgelöst. |
| 12.6.1806 | Das Fürstentum Liechtenstein wird am 12. Juni 1806 als souveräner Staat in den Rheinbund aufgenommen und war ab 1815 Mitglied im Deutschen Bund. Nach dessen Auflösung 1866 blieb es ein unabhängiger, neutraler Staat. |
| 12.7.1806 | Auf Verlangen von Napoleon wird der Rheinbund gegründet. 16 süd- und südwestdeutschen Fürsten erklärten sich für souverän. Nach der Niederlage Preußens wuchs die Größe des Rheinbunds auf 36 Staaten an. Der Rheinbund stand unter dem Protektorat Frankreichs und stellte einen Teil des französischen Militärs ab. |
| 6.8.1806 | Nach dem Reichsdeputationshauptschluß von 1803 und der Gründung des Rheinbundes im Jahr 1806 legt der österreichische Kaiser Franz II. die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches ab. Er fürchtete die Kaiserkrone an Napoleon zu verlieren und beendete deshalb nicht nur sein Doppelkaiserschaft, er war seit 1804 auch Kaiser Franz I. von Österreich, sondern erklärte das Heilige Römische Reiche Deutscher Nation für erloschen. |
| 26.8.1806 | Preußische Ultimatum in dem Napoleon aufgefordert wurde bis zum 8. Oktober seine Truppen über den Rhein zurückzuziehen. |
| 26.8.1806 | Johann Philipp Palm wurde am 18. November 1766 in Schorndorf geboren. Er erlernte in Erlangen den Buchhandel. Von seinem Schwiegervater übernahm er die Steinsche Buchhandlung in Nürnberg. Im Frühjahr 1806 versandte Palm eine wahrscheinlich von Professor Yelin in Ansbach verfasste und von Palm verlegte Flugschrift: "Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung", in welcher Napoleon I. und die französischen Truppen in Bayern angegriffen wurden, an die Stagesche Buchhandlung in Augsburg, ohne jedoch den Inhalt der Schrift zu kennen. Der Inhalt dieser Flugschrift geriet über die Hände französischer Offiziere bis zu Napoleon. Der Kaiser befahl ein Exempel zu statuieren. Die Verurteilung zum Tod "wegen absichtlicher Verbreitung ehrenrühriger Schriften wider Frankreich" erfolgte am 25. August 1806 und zog in Deutschland große Aufmerksamkeit nach sich. Bei der Exekution am folgenden Tage wurde Palm zweimal durch Schüsse nur verwundet, so dass er erst im dritten Versuch durch einen Pistolenschuss getötet wurde. 1866 wurde Palm in Braunau ein lebensgroßes Bronzestandbild von Knoll errichtet. Sein Haus in Nürnberg wurde durch König Ludwig I. mit einer Gedenktafel ausgezeichnet. |
| 30.8.1806 | Das Herzogtum Nassau wurde am 30. August 1806 gegründet. Am 17. Juli 1806 traten der Fürst Friedrich August von Nassau-Usingen und Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg dem Rheinbund bei. Im Gegenzug erhielt dafür Fürst Friedrich August, der Älteste des Hauses Nassau, die Herzogswürde. Beide Fürsten legen ihre Fürstentümer am 30. August 1806 zu dem neuen Herzogtum zusammen. |
| 2.9.1806 | Am 2. September 1806 ereignet sich eine schwere Naturkatastrophe in der Schweiz. An der Südflanke des Rossberges im Kanton Schwyz lösen sich gewaltige Gesteinsmassen und stürtzen ins Tal. Der Rutsch überschüttete eine Fläche von rund 6 km² und zerstörte die Dörfer Goldau, Röthen sowie Teile von Buosingen und Lauerz. 457 Menschen kommen ums Leben. Die Dörfer Goldau und Röthen sind verschwunden, und der Lauerzersee verkleinert sich um einen Siebtel seiner Fläche. |
| 13.9.1806 | Der britische Minister Charles James Fox stirbt am 13. September 1806. |
| 28.9.1806 | Napoleon trifft in Mainz ein. Hier erfährt er, dass ein Kurier aus Berlin durchgereist und auf dem Weg nach Paris ist. Noch hat er keine formelle Kriegserhaltung as Berlin erhalten. Die Überschreitung der sächsischen Grenzen würde er als Kriegserklärung ansehen. Er weiss zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass die Preußen tatsächlich bei Dresden über die Elbe gegangen sind. |
| 8.10.1806 | Am 8. Oktober 1806 überschreiten die französischen Soldaten die Grenze von Sachsen. Einen Tag später kommt es zu einem Scharmützel bei Schleiz. |
| 9.10.1806 | Friedrich Wilhelm III. erklärt Frankreich am 9. Oktober 1806 den Krieg. |
| 10.10.1806 | Am 10. Oktober 1806 kommt es zu der Schlacht bei Saalfeld. Napoleon war sehr schnell vom Main aus in Richtung Berlin marschiert. Während sich Preußen und Sachsen östlich der Saale versammeln, soll Prinz Louis Ferdinand von Preußen den Weg nach Berlin decken. Bei Saalfeld wird das Korps von Louis Ferdinand zerschlagen, der Prinz selbst fällt an diesem Tag. |
| 12.10.1806 | Am 12. Oktober beschliessen die Verbündeten der Schlacht auszuweichen. Um nicht von Berlin abgeschnitten zu werden, ziehen sie weiter nach Norden. Das Korps des preußischen Generals Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen bleibt bei Jena stehen um den Rückzg zu decken.
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| 14.10.1806 | Nach der Doppelschlacht von Jena und Auerstädt ist Preußen besiegt. Wenig später zieht Napoleon in Berlin ein und erklärt die Kontinentalsperre. |
| 18.10.1806 | Marschall Davout marschiert in Leipzig ein. Am gleichen Tag wurde Halle von Marschall Bernadotte angegriffen und nach kurzem Kampf erobert. Dabei wurde die Reserve des Prinz Eugen von Württemberg zerschlagen. Als Napoleon das Schlachtfeld von Roßbach besucht, lässt er eine preußische Siegessäule abbauen und nach Paris transportieren. |
| 19.10.1806 | Napoleon schreibt die Antwort auf die Bitte des preußischen Königs um einen sechswöchigen Waffenstillstand. Darin bedauert er die Schlacht vom 14. Oktober, weist jedoch auf die anrückenden Russen hin. Unter diesen Umständen kann er keinen Waffenstillstand akzeptieren. |
| 21.10.1806 | Napoleon erklärt in Berlin die Kontinentalsperre. Da seine Invasionspläne vor Trafalgar versenkt wurden, bleibt ihm nichts anderes übrig als vom Kontinent aus England in die Knie zu zwingen. Kein Land im Herrschaftsbereich Frankreichs und auch die Verbündeten dürfen Handel mit England betreiben. |
| 22.10.1806 | In Hameln kapituliert General Lecoq. Die Franzosen machen 8000 Gefangene. |
| 24.10.1806 | Napoleon erreicht am 24. Oktober 1806 Potsdam und steigt im Schloß Sans-Souci ab. Dort besucht er das Zimmer von Friedrich dem Großen, welches seit dem Tod des Königs nicht mehr verändert wurde. |
| 25.10.1806 | Am 25. Oktober fiel die Festung Spandau. 1200 Gefangene und 80 Kanonen fallen in die Hände der Franzosen. Napoleon befiehlt die Festung zu versorgen und für den Notfall zu sichern. Auch Erfurt und Wittenberg werden mit Soldaten und Proviant besetzt um den Rücken frei zu behalten. |
| 27.10.1806 | Napoleon zieht in Berlin ein. Am Nachmittag steigt er im Schloß ab, wo ihm die Schlüssel der Stadt übergeben werden. 2000 der wichtigsten Berliner Bürger sollen sich im Rathaus treffen um den Stadtrat zu wählen. Im Schloß liegt die kranke Mutter des Prinzen von Oranien. Zwischen ihr und dem Kaiser entwickelt sich eine Freundschaft. Ihr Sohn wird Napoleon in der Schlacht von Waterloo gegenüberstehen. |
| 28.10.1806 | Das preußischen Heer unter Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen kapituliert bei Prenzlau. |
| 29.10.1806 | Am Morgen des 29. Oktober hatte Blücher Rheinsberg verlassen. Er wollte nach Stettin, doch die Franzosen erreichten die Stadt vor ihm. |
| 30.10.1806 | Am 30. Oktober erreicht Blücher Neustrelitz. Er vereinigt seine Armee mit der des Herzogs von Weimar, zu dem bereits der Prinz Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels gestossen war. Ihr Ziel, Rostock um dort einzuschiffen, müssen sie aufgeben, da der Großherzog von Berg und die Marschälle Soult und Bernadotte ihnen den Weg abgeschnitten haben. Blücher wendet sich daraufhin in Richtung Lübeck. |
| 4.11.1806 | Davout wird in Posen begrüsst. |
| 5.11.1806 | Die aus Mecklenburg fliehenden preußischen Truppen unter Blücher erreichen am 5. November Lübeck, öffneten mit Gewalt die Stadttore der neutralen Stadt und besetzen Lübeck. |
| 6.11.1806 | Am Morgen des 6. November 1806 erreichen die französischen Truppen in einer Stärke von 53.000 Mann unter Führung der Marschälle Bernadotte, Murat und Soult die von den Preußen besetzte Stadt Lübeck. Nach heftigen Straßenkämpfen ziehen sich die Preußen zurück. Scharnhorst und Yorck geraten in Gefangenschaft. Blücher gelingt der Rückzug durch das Holstentor, dann flüchtet er nach Ratekau im Fürstentum Lübeck. |
| 9.11.1806 | Die Festung Magdeburg fällt nach hartem Kampf. 24.000 Soldaten, 6.500 Pferde und 800 Geschütze fallen in die Hände der Franzosen. |
| 10.11.1806 | Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig stirbt am 10. November im Alter von 71 Jahren in Ottensen an den Folgen seiner Verwundung. Während des vierten Koalitionskrieges wurde er zum Oberbefehlshaber der preußischen Armee. Während der Schlacht bei Jena und Auerstedt wurde er schwer getroffen. |
| 17.11.1806 | Prinz Jérôme schliesst am 17. November 1806 mit bayerischen und württembergischen Trppen die Festung Glogau ein. |
| 19.11.1806 | Hamburg wird von französischen Truppen besetzt. Die Stadtverwaltung hatte 1804 als Beweis seiner Neutralität die Stadtmauern einreißen lassen. Um die Kontinentalsperre durchsetzen zu können, wird sie dennoch von Napoleons Truppen besetzt. Die Franzosen bleiben bis 1814. |
| 19.11.1806 | Der französische Architekt Claude-Nicolas Ledoux stirbt am 19. November 1806 in Paris. In der französischen Oberschicht war er ein angesehener Architekt und er erhielt zahlreiche Aufträge vom Hof. Seine Karriere wurde mit Ausbruch der Karriere beendet. |
| 26.11.1806 | Nachdem sich die Festung Nienburg mit 3000 Mann Besatzung am 26. November 1806 ergiebt, haben die Preußen keine Festung mehr diesseits der Festung. |
| 28.11.1806 | Am 28. November 1806 besetzen Davouts Korps und die Reiterei des Großherzogs von Berg Warschau. |
| 2.12.1806 | Am 2. Dezember 1806 ergibt sich die belagerte Festung Glogau. |
| 11.12.1806 | Am 11. Dezember schliessen Sachsen und Frankreich den Frieden von Posen. |
| 16.12.1806 | Die französische Armee besetzt am 16. Dezember 1806 das preußische Warschau. |
| 19.12.1806 | Carl Maria Friedrich Ernst von Weber vollendet 6 Variationen für Alt-Viola und Orchester C-Dur über das Thema: '"A Schüsserl und a Reindl". |
| 19.12.1806 | Am 19. November trifft Napoleon mit seiner Garde in Warschau ein. |
| 3.2.1807 | Die südamerikanische Stadt Montevideo am Mündungstrichter des Río de la Plata wird von Rear Admiral Stirling an Bord von HMS Diadem erobert |
| 15.2.1807 | An Bord von HMS Ajax bricht in der Nacht auf den 15. Februar 1807 ein Feuer aus. Als das Feuer außer Kontrolle gerät, retten sich 380 Besatzungmitglieder über Bord. 250 Menschen, viele davon dienten in der Schlacht von Trafalgar, sterben in dieser Nacht. Die Ajax brennt die ganze Nacht und explodiert am Morgen vor der Insel Tenedos.
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| 25.3.1807 | Am 25. März 1807 wird per Gesetz der Transport von Sklaven auf Britischen Schiffen verboten. Die nicht unerhebliche Strafe von 100 Britischen Pfund pro auf einem Schiff gefundenen Slaven lässt viele Sklavenkapitäne bei Sichtung eines Kriegsschiffes ihre "Fracht" Gnadenlos über Bord werfen um der Bestrafung zu entgehen. Erst einige Jahre später wird die Sklaverei dann tatsächlich wirkungsvoll verboten. |
| 26.6.1807 | Der englische Zweidecker Leopard greift die amerikanische Fregatte Chesapeake an. Diese hatte sich geweigert sich nach Deserteuren durchsuchen zu lassen. |
| 6.7.1807 | Napoleon trifft am 6. Juli 1807 in Tilsit den preußischen König Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Luise. |
| 7.7.1807 |  Nach der Niederlage von Friedland willigt Zar Alexander I. dem Frieden von Tilsit zu. Mit dem Frieden tritt Russland der Kontinentalsperre bei und versetzt England einen herben Schlag. Aus dem 3. Koalitionskrieg steht nur noch Schweden auf Englands Seite. |
| 9.10.1807 | In Preußen wird am 9. Oktober 1807 die Leibeigenschaft der Bauern aufgehoben. |
| 18.10.1807 | Ferdinand, der sich persönlich an Napoleon wandte um den spanischen Thron für sich zu sichern, wird am 18. Oktober 1807 verhaftet und des Hochverrats beschuldigt. |
| 27.10.1807 | Am 27. Oktober 1807 schließen Frankreich und Spanien den Geheimvertrag von Fontainebleau. In dem Vertrag wird die Teilung Portugals vereinbart. Gleichzeitig wird den Franzosen gewährt durch Spanien marschieren zu dürfen. Hintergrund ist die Weigerung sich an der Kontinentalsperre zu beteiligen. Später nutzt Napoleon den Vertrag um deutlich mehr Truppen in Spanien zu stationieren, was schließlich zum spanischen Unabhängigkeitskrieg führt. |
| 27.10.1807 | Portugal beteiligte sich nicht an der von Napoleon verhängten Kontinentalsperre und war immer noch ein wichtiger Handelspartner für England. Mit der Eroberung Portugals wollte Napoleon diesen Handel unterbinden. Im Geheimvertrag von Fontainebleau beschließen Frankreich und Spanien am 27. Oktober 1807 Portugal zu erobern und zu teilen. Um Portugal zu erreichen, erlaubte Spanien den Durchmarsch von französischen Soldaten. |
| 30.11.1807 | Am 30. November 1807 marschierte der französische General Junot mit seinen Truppen in Lissabon ein und besetzt die Stadt, doch die portugiesische Königsfamilie konnte sich bereits nach Brasilien absetzen. |
| 7.12.1807 | Das Königreich Westphalen wird am 7. Dezember 1807 ausgerufen. Das Königreich Westphalen war gedacht als napoleonischer "Modellstaat". Eine moderne Verwaltung und Justiz sollten den Staat auszeichnen. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westphalen 1813 wieder auf. |
| 14.3.1808 | Am 14. März 1808 erklärt das mit Frankreich verbündete Dänemark Schweden den Krieg. Während Dänemark die verlorene Provinz Schonen zurückgewinnen wollte, versuchten die Schweden Norwegen zu erobern und die Zollfreiheit im Öresund zu erlangen. Der Dänisch-Schwedisch Krieg 1808–1809 endet, unter Beibehaltung des Status quo, mit dem Frieden von Jönköping. |
| 17.3.1808 | Am 17. März 1808 bricht die Meuterei von Aranjuez aus. Der spanische König wird festgesetzt und entsagt am 19. März der Krone zu Gunsten seines Sohns Ferdinand. |
| 17.4.1808 | Napoléon Bonaparte erlässt am 17. April 1808 das Dekret von Bayonne. Damit sollen alle US-amerikanischen Schiffe in europäischen Häfen beschlagnahmt werden. Die Franzosen vermuten, dass es sich in Wirklichkeit um englische Schiffe mit falschen Papieren handelt. |
| 20.4.1808 | Charles Louis Napoléon Bonaparte wird am 20. April 1808 in Paris geboren. Der Neffe von Napoleon Bonaparte wird 1852 als Napoleon III. Kaiser von Frankreich in die Geschichte eingehen. |
| 3.5.1808 | Am 2. Mai 1808 versuchen Teile der spanischen Bevölkerung, die Abreise von Francisco de Paula, Bruder vom König Fernando VII, zu verhindern. Es kommt zum Kampf mit den französischen Besatzungstruppen. 45 Aufständische werden am 3. Mai auf dem Hügel von Principe Pio erschossen.Sechs Jahre später verarbeitet Goya diese Episode in seinem Bild El tres de mayo ( Der dritte Mai). |
| 6.5.1808 | Am 6. Mai muss Ferdinand die Krone am seinem Vater zurückgeben und wird unter den „Schutz“ der Franzosen gestellt. Bis 1814 wurde Ferdinand VII. auf Schloss Valençay festgehalten. |
| 15.6.1808 | Am 15. Juni beginnt die Belagerung von Saragossa. |
| 6.7.1808 | Joseph Bonaparte wird am 6. Juli 1808 zum König von Spanien ernannt. |
| 15.7.1808 | Joachim Murat wird von Napoleon als König von Neapel eingesetzt. |
| 18.7.1808 | Zwischen dem 18. Juli und dem 22. Juli 1808 findet die Schlacht von Bailén statt. Die Schlacht endet mit der Kapitulation der Franzosen unter Pierre Dupont de l'Étang. |
| 22.7.1808 | Die Schlacht von Bailén zwischen Francisco Javier Castaños und Pierre Dupont de l'Étang beginnt und wird mit einem entscheidenden spanischen Sieg enden. |
| 1.8.1808 | Am 1. August 1808 landen britische Truppen unter der Führung von Arthur Wellesley in Portugal. |
| 3.8.1808 | Im Zuge der Reform des preussischen Militärwesens können nach dem königlichen Erlass vom 3. August 1808 auch nichtadlige Offizier werden. Gleichzeitig wird die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. |
| 8.8.1808 | Dem Herzog von Saragossa, gelingt am 8. August ein Ausfall aus der belagerten Stadt Saragossa. |
| 13.8.1808 | Am 13. August 1808 müssen die Franzosen die Belagerung von Saragossa erfolglos abbrechen. |
| 21.8.1808 | Marschall Andoche Junot wird in der Schlacht von Vimeiro von englischen Truppen unter dem Herzog von Wellington am 21. August 1808 besiegt. |
| 21.8.1808 | Die Schlacht von Vimiero am 21. August 1808 endet mit einem Sieg Wellingtons über Junot. Als Folge der Schlacht wird die Konvention von Cintra geschlossen. |
| 30.8.1808 | Mit der Konvention von Cintra vereinbaren Sir Harry Burrard, Sir Hew Dalrymple und Junot am 30. August 1808 den französischen Abzug aus Portugal. Teilweise auf britischen Schiffen werden die Franzosen in ihre Heimat gebracht, werden aber umgehend wieder auf die spanische Halbinsel geschickt. Burrard, Dalrymple und Wellington müssen sich in England vor einer Untersuchungskommission verantworten. Sir John Moore übernimmt die Kontrolle über die britischen Armeen in Portugal. Nur Wellington, der die Konvention von Cintra entschieden ablehnte, erhält später wieder ein Kommando. |
| 4.12.1808 | Napoleon Bonaparte hebt am 4. Dezember 1808 per Dekretie die spanische Inquisition auf. |
| 19.12.1808 | Bon-Adrien-Jeannot de Moncey und Édouard Adolphe Mortier erreichen am 19. Dezember 1808 Saragossa und beginnen einen zweiten Anlauf um die Stadt zu erobern. |
| 9.1.1809 | Am 9. Januar 1809 beginnt der Beschuss Saragossas durch die Franzosen. |
| 16.1.1809 | Am 16. Januar 1809 wird der englische General Sir John Moore im Alter von 47 Jahren bei der Schlacht von La Coruña tödlich verletzt. |
| 16.1.1809 | Die Schlacht von La Coruña, zwischen Teilen der französischen Besatzungsarmee unter Marschall Soult und dem britischen Expeditionskorps unter Sir John Moore, endet am 16. Januar 1809 ohne einen Sieger. Nach der Schlacht ziehen sich die Briten auf die im Hafen liegenden Schiffe zurück und verlassen Spanien. |
| 3.2.1809 | Der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy wird am 3. Februar 1809 in Hamburg als Sohn des Bankiers Abraham Mendelssohn und Enkel des Philosophen Moses Mendelssohn geboren. Er wird ein bedeutender deutscher Komponist der Romantik. |
| 25.2.1809 | In der Schlacht von Valls werden die Spanier unter Reding am 25. Februar 1809 geschlagen. |
| 13.5.1809 | Napoléon zieht am 13. Mai 1809 zum zweiten Mal als Sieger in Wien ein. |
| 22.5.1809 | In der Schlacht von Aspern bei Wien muss Napoleon am 22. Mai 1809 zum ersten Mal seit Austerlitz wieder eine Niederlage verzeichnen. Napoleon Bonapartes Nimbus der Unüberwindbarkeit ist dahin. |
| 31.5.1809 | Franz Joseph Haydn stirbt im Wiener Vorort Gumpendorf mit 77 Jahren. Aufgrund der Kriegswirren wird er unmittelbar am nächsten Tag beerdigt. Die Zeremonie fällt deshalb sehr einfach aus und viele seiner Bewunderer können nicht teilnehmen. |
| 13.6.1809 | Der deutsche Psychiater und Kinderbuchautor Heinrich Hoffmann wird am 13. Juni 1809 in Frankfurt am Main geboren. Bekannt wurde er durch den "Struwwelpeter" (Lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3–6 Jahren. 1844). |
| 27.7.1809 | In der Schlacht von Talavera am 27. und 28. Juli 1809 wehrt Wellington die Angriffe der französischen Armee unter Joseph Bonaparte und Marschall Jean-Baptiste, comte Jourdan ab. Die Franzosen müssen sich zurückziehen. |
| 8.10.1809 | Graf Klemens Wenzel Lothar von Metternich übernimmt am 8. Oktober 1809 das österreichische Außenministerium. |
| 19.11.1809 | In der Schlacht bei Ocaña am 19. November 1809 erleiden die Spanier eine vernichtende Niederlage. Die spanische Armee unter Juan de Arizagua verliert mehr als 19.000 Soldaten, während Nicolas-Jean de Dieu Soult etwa 3.000 Soldaten verliert. Als Folge der Schlacht können die Franzosen Andalusien einnehmen. |
| 22.11.1809 | Caulaincourt wird beauftrag am russischen Hof um die Hand von Alexanders Schwester Anna zu bitten. Alexander war der Verbindung nicht abgeneigt, konnte sich jedoch nicht gegen seine Berater, und vor allem gegen die Mutter, durchsetzen. |
| 10.1.1810 | Napoleon und Joséphine werden formell geschieden. |
| 4.2.1810 | England erobert am 4. Februar 1810 die karibische Insel Guadeloupe. Als Kompensation für Eigentumsverluste erhält Schweden am 3. März 1813 die Insel. Gegen Zahlung von 24 Millionen Franc erhält Frankreich die Insel 1814 zurück. |
| 10.2.1810 | Napoleon schickt Eugéne zum österreichischen Gesandten, um dort um die Hand der achtzehnjährigen Tochter von Franz zu bittet. Metternich spielte bei der positiven Antwort eine wichtige Rolle, war dies doch nach Napoleons vergeblichem Werben um Alexanders Schwester Anna ein weiterer Keil zwischen Frankreich und Russland. |
| 1.4.1810 | In der Kapelle des Louvre heirateten Napoleon Bonaparte und Marie-Louise von Österreich. Die Lieblingstochter Franz' II./I. war gerade achtzehn Jahre alt geworden, als Napoleon und der österreichische Außenminister Graf Metternich die Pläne für ihre Verheiratung schmiedeten. Beide hatten Interesse daran, Napoleon, weil er einen Nachfolger brauchte und zudem hoffte, seine Herrschaft durch Einheiratung in eine alte europäische Dynastie zu legitimieren, Metternich, weil er die Aussöhnung zwischen den beiden Staaten wünschte. |
| 20.7.1810 | Das Vizekönigreich Neu-Granada, das heutige Kolumbien, erklärt seine Unabhängigkeit. |
| 5.8.1810 | Mit dem Dekret von Trianon am 5. August 1810 ließ Napoleon einen 50%igen Zoll auf sämtliche Importprodukte ungeachtet ihres Ursprungslandes erheben. |
| 7.8.1810 |  Cuthbert Collingwood stirbt an Bord der HMS Ville de Paris. Bereits kurz nach der Schlacht von Trafalgar hatte sich Collingwoods Gesundheitszustand verschlechtert und er bat um den Ruhestand. Die britische Regierung wollte jedoch nicht auf den Seehelden verzichten und wies sein Ansinnen zurück. Er wurde neben seinem langjährigen Freund Horatio Nelson in der St. Paul's Cathedral beerdigt. |
| 5.9.1810 | Der französische Versuch einer Invasion von Sizilien wird durch eine englische Flotte verhindert. Von den 35.000 ursprünglich für diese Invasion geplanten Soldaten erreichen nur 3.000 Mann am 17.9. Scarletta, der klägliche Angriff wird erfolgreich zurückgeschlagen. |
| 27.9.1810 | Am 27. September 1810 besiegte ein britisch-portugiesisches Heer unter Wellington in der Schlacht von Busaco eine französische Armee unter Marschall André Masséna. Ähnlich wie 1815 in Waterloo verteidigt Wellington eine starke Defensivposition auf einem Hügelkamm. Den Franzosen gelingt es jedoch die Position zu umgehen, woraufhin sich die alliierten Briten und Portugiesen hinter die Linien von Torres Vedras zurückziehen. |
| 19.10.1810 | Das Dekret von Fontainebleau am 19. Oktober 1810 schreibt die öffentliche Verbrennung sämtlicher britischer Waren vor. |
| 13.12.1810 | Durch ein Dekret werden am 13. Dezember 1810 das Herzogtum Oldenburg und die Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck Teil des französischen Kaiserreichs. Napoleon erhofft sich dadurch eine Stärkung der Kontinentalsperre zu erreichen. |
| 13.12.1810 | Um die Wirksamkeit der Kontinentalsperre zu erhöhen annektiert Napoléon Bonaparte am 13. Dezember 1810 die norddeutschen Küstengebiete. |
| 19.2.1811 | Am 19. Februar 1811 siegen die Franzosen unter Jean de Dieu Soult und Édouard Mortier in der Schlacht am Gévora über eine spanische Armee. |
| 20.2.1811 | Am 20. Februar 1811 wird vom österreichischen Kaiser Franz I. der Staatsbankrott erklärt. Der Banknotenumlauf war zu Jahresbeginn auf über eine Milliarde Gulden angewachsen. Das umlaufende Papiergeld wurde bis zum 31. Jänner 1812 durch neue Einlösungsscheine zu 20 Prozent des alten Nennwertes ersetzt. |
| 11.3.1811 | Am 11. März 1811 erobert Nicolas Jean-de-Dieu Soult Badajoz. |
| 20.3.1811 | Ein lang ersehnter Wunsch des französischen Kaisers geht in Erfüllung: Napoleon II., der König von Rom, wird geboren. Er entstammt aus Napoleons Ehe mit Erzherzogin Marie-Louise. Napoleon setzt große Hoffnungen in seinen Erben, der Grundstein einer Dynastie sollte gelegt werden. Der Enkelsohn des österreichischen Kaisers ist vielleicht auch ein weiterer Garant für den Frieden mit Kaiser Franz I. |
| 3.4.1811 | Nach ihrer Niederlage in der Schlacht von Sabugal am 3. April 1811 ziehen sich die Franzosen endgültig aus Portugal zurück. Wellington verlässt Portugal, um den Kampf in Spanien fortzuführen, William Carr Beresford bleibt als oberster britischer Militär im Lande zurück. |
| 3.5.1811 | Wellington siegt in der Schlacht von Fuentes de Oñoro zwischen dem 3. und 5. Mai 1811 die französische Armee unter Marschall Massena. Die Franzosen ziehen sich am 8.Mai nach Spanien zurück. Massena wird daraufhin von Napoleon nach Frankreich zurückgerufen und durch den Marschal Auguste Marmont ersetzt. |
| 16.5.1811 | Südlich von Badajoz wird Marschall Soult am 16. Mai 1811 von einer alliierten Armee unter Wellington in der Schlacht von Albuera geschlagen. |
| 1.1.1812 | Das Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) tritt in den habsburgischen Erblanden in Kraft. |
| 11.3.1812 | Mit dem Preußischen Judenedikt von König Friedrich Wilhelm III. vom 11. März 1812 werden die in Preußen lebenden Juden offiziell Inländer und preußische Staatsbürger. |
| 16.3.1812 | Mit der Dritten Schlacht von Badajoz zwischen dem 16. März und dem 6. April 1812 endet die Belagerung von Badajoz. Die französische Garnison muss sich Wellington ergeben. |
| 28.5.1812 | Am 28. Mai 1812 schliesst Russland mit der Türkei den Frieden von Bukarest. Damit endet der 7. Russischer Türkenkrieg. Russland fürchtet den Angriff Napoleons und will vorher den Krieg mit der Türkei beenden. |
| 1.6.1812 | Am 1. Juni 1812 hält US-Präsident James Madison eine Rede vor dem Senat und rechtfertigt darin die Gründe für eine Kriegserklärung gegen England. Die Kriegserklärung erfolgt am 18. Juni 1812. |
| 18.6.1812 | Die Vereinigten Staaten von Amerika erklären England den Krieg. Hauptursache ist nach wie vor das Problem der Desertion auf englischen Schiffen. Immer mehr Seeleute suchen Zuflucht auf den amerikanischen Schiffen und die Engländer kontrollieren diese penibel. Dieser Krieg hat kaum Einfluß auf die französische Politik. Napoleon war zu sehr mit seinem Russlandfeldzug beschäftigt um den Krieg gegen England nutzen zu können. |
| 24.6.1812 | Der Konflikt zwischen Napoleon und Alexander gipfelt schließlich in Napoleons Entschluss in Russland einzumarschieren. Napoleon hofft, dass die Leibeigenen sich gegen den Zaren erheben. Er glaubt durch schnelle Erfolge Alexander an den Verhandlungstisch zwingen zu können. Napoleons Truppen überqueren am 24. Juni 1812 die Memel. Die russische Armee weicht zurück. Napoleons Armee, zusammengewürfelt aus 20 Nationen, kann nicht so schnell vorrücken, wie die Russen sich zurückziehen. |
| 17.7.1812 | Am Morgen des 17. Juli 1812 landen englische Truppen auf Mackinac Island. Sie werden angeführt vom britische Generalmajor Sir Isaac Brock, der den unmittelbar folgenden Kriegsausbruch vermutet und deshalb rechtzeitig das strategisch wichtige Fort Mackinac erobern möchte. Die kleine Besatzung von 60 US-amerikanischen Soldaten ergibt sich angesichts des britischen Überraschungsangriffs. Die Engländer können das Fort bis zum Ende des Kriegs halten. |
| 22.7.1812 | In der Schlacht von Salamanca fügt Wellington den Franzosen unter Marmont am 22. Juli 1812 eine schwere Niederlage bei. |
| 23.7.1812 | Einen Tag nach der Schlacht von Salamanca attackiert die schwere Kavalleriebrigade der britischen Deutschen Legion die französische Nachhut und zerschlägt am 23. Juli 1812 bei Garcihernández García Hernández) nacheinander drei Karrees. |
| 27.7.1812 | Am 27. Juli 1812 erreichen eine fünf US-Kriegsschiffen mit 700 Soldaten die Insel Mackinac. Die Engländer hatten kurz nach der Eroberung von Fort Mackinac begonnen das Fort George auf dem höchsten Punkt der Insel zu errichten. Dieses Fort kann von den Kanonen der Schiffe nicht erreicht werden. Daraufhin beschießen sie zwei Tage ohne Erfolg Fort Mackinac und ziehen sich dann zurück. Eine Woche späte gelingt es amerikanische Soldaten auf der Insel zu landen, doch auch dieser Angriff schlägt fehl. |
| 11.8.1812 | USS Constitution erobert und zerstört am 11. August 1812 die Brigg Lady Warren. |
| 19.8.1812 | Am 19. August 1812 treffen sich USS Constitution und die britische Fregatte Guerriere (38) vor der Küste von Neuschottland. In kurzer Zeit ist das britische Schiff besiegt. Die Constitution erhält ihren Namen "Old Ironsides", weil die britischen Salven scheinbar ohne Wirkung von ihrem Rumpf abprallten. |
| 7.9.1812 | Bei Borodino kommt es am 7. September 1812 zur großen Schlacht zwischen Napoleons Großer Armee und Kutusows Russen. Auf Druck des russischen Hofs sollte die Rückwärtsbewegung der russischen Armee gestoppt werden um die Hauptstadt Moskau zu sichern. Napoleon gewinnt unter hohen Verlusten die Schlacht, der Weg nach Moskau ist frei. |
| 10.9.1812 | Während des Britisch-amerikanischen Kriegs von 1812 findet am 10. September 1812 die Schlacht auf dem Eriesee statt. Die amerikanische Flotte, unter dem Kommando vo Oliver Hazard Perry, besiegt die Engländer. Die englische Flotte fiel komplett in die Hand der Amerikaner. Die Schlacht am Eriesee ein wesentliche Faktor dafür, dass die britische Regierung Ende 1814 auf einen raschen Friedensschluss drängte. |
| 13.10.1812 | Am 13. Oktober 1812 kommt es bei der Schlacht von Queenston Heights zu einer schweren Niederlage der USA. Obwohl es die erste große Schlacht des Krieges von 1812 ist, darf ihr Ergebnis durchaus als Entscheidend für den restlichen Verlauf des Krieges angesehen werden. Die Briten sind jetzt fest davon überzeugt, dass sie Kanada halten können. Ein schneller amerikanischer Erfolg zu Beginn des Krieges blieb damit aus und demotivierte die amerikanischen Soldaten. |
| 19.10.1812 | Erst am 19. Oktober 1812 verlassen die Franzosen Moskau. Napoleon selbst gab später zu, dass es bereits zu spät war. Ein weiterer Fehler war die Wahl der Route: Die Franzosen wählten den gleichen Weg wie auf dem Marsch nach Moskau, doch war von der "verbrannten Erde" im russischen Winter überhaupt nichts mehr zu erwarten. |
| 23.10.1812 | Das Gefecht von Venta del Pozo am 23. Oktober 1812 zwischen britisch-deutschen Truppen unter Major-General Stapleton Cotton und französischer Kavallerie unter den Major-Generälen Curto und Pierre Boyer endet mit einem taktischen Unentschieden. |
| 26.11.1812 | Nachdem Napoleon den Rückzug angeordnet hat, erreicht die Grande Armée am 26. November 1812 die Beresina. Die Franzosen errichten Brücken und beginnen den Fluss zu überqueren. |
| 27.11.1812 | Die Schlacht an der Beresina endet am 27. November 1812 mit einem Sieg der Russen. |
| 30.12.1812 | Bei der Poscheruner Mühle, etwa drei Kilometer von Tauroggen entfernt, schliessen der preußische Generalleutnant Johann David von Yorck und der russische Generalmajor Hans Karl von Diebitsch die Konvention von Tauroggen. In der Konvention erklärten sich die preußischen Truppen ab für neutral. Damit begann der preussische Aufstandes gegen die französischen Besatzer, der in der Folge zu den Freiheitskriegen führte. |
| 2.2.1813 | HMS Kingfisher bringt vor Korfu eine Trabaccoló auf, zerstört fünf Schiffe und lässt weitere neun auflaufen.
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| 13.3.1813 | Um den Rückzug der Grande Armée zu decken, wird am 13. März 1813 die Brücke über die Elbe in Meißen durch den französischen Marschall Louis-Nicolas Davout niedergebrannt. |
| 16.3.1813 | Preußen erklärt Frankreich am 16. März 1813 den Krieg. |
| 19.3.1813 | Ferdinand VII. wird am 19. März 1808 König von Spanien. Im Mai gibt er auf Druck Napoleons die Krone an seinen Vater zurück. Erst 1813 wird er die Krone dauerhaft tragen. |
| 27.4.1813 | Am 27. April 1813 gelingt es der amerikanischen Armee und Navy das kanadische York, heute Toronto, zu erobern. |
| 1.5.1813 | Am 1. Mai 1813 wird Jean Baptiste Bessières bei Rippach, zwischen Weißenfels und Lützen, tödlich getroffen. |
| 2.5.1813 | Bei Groß-Görschen kommt es zur ersten Schlacht der "Freiheitskriege" zwischen Russland, Preußen, Frankreich und den Truppen des Rheinbunds. |
| 20.5.1813 | Vom 20. bis zum 21. Mai 1813 findet die Schlacht von Bautzen statt. Napoleon konnte nach der Schlacht von Großgörschen einen strategischen Sieg gegen Russen und Preußen erringen. Allerdings verloren die Franzosen mehr als 20.000 Soldaten und damit deutlich mehr als die Verbündeten.
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| 21.5.1813 | Die Franzosen siegen am 21. Mai 1813 in der Schlacht bei Bautzen über die Allierten. |
| 23.5.1813 | Géraud-Christophe-Michel Duroc, ein wichtiger Vertrauter Napoleons, stirbt am 23. Mai 1813 in Markersdorf bei Görlitz. Als Gouverneur du Palais impérial, Grand Officier de la Maison de l'Empereur, Grand Maréchal du Palais ist er für die Sicherheit des Kaisers verantwortlich. Nach der Bautzener Schlacht wird er schwer verletzt und stirbt in einem Bauernhaus, welches Napolen anschliessend kauft und ein Denkmal errichtet. 1847 werden seine Überreste in den Invalidendom überführt. |
| 21.6.1813 | Der englisch-portugiesisch-spanischen Koalitionsarmee unter Wellingtons Oberbefehl war es nach jahrelangem Krieg gelungen, die französische Besetzung Spaniens so zu bedrängen, dass sich König Joseph für einen Rückzug nach Frankreich entschied. Statt ihn einfach ziehen zu lassen wollte Wellington seine Armee stellen und Idealerweise besiegen. Wellington greift die Franzosen am 21. Juni bei Vitoria an. Nachdem es Pictons 3. Division gelingt das französische Zentrum zu durchbrechen, beginnen die Franzosen zu fliehen. Joseph Bonaparte und seine französische Armee überschreiten die Pyrenäen. Wellington kann nicht sofort nachsetzen, doch nach der Einnahme der Festungen San Sebastian und Pamplona kann er schließlich selbst den Fuß nach Frankreich setzen. |
| 14.8.1813 | Am 14. August 1813 erobert HMS Pelican die amerikanische USS Argus. |
| 30.8.1813 | In der Schlacht bei Kulm, in der Nähe des böhmischen Teplitz, werden die Franzosen am 29. und 30. August 1813 zurück geschlagen. General Vandamme versuchte mit 30.000 Mann über den Nollendorfer Pass nach Böhmen einzudringen. Dort sollten die russischen, österreichischen und preußischen Truppen angegriffen werden. Die Franzosen verlieren 10.000 Mann. |
| 6.9.1813 | Die Schlacht bei Dennewitz am 6. September 1813 hinderte Napoleon daran Berlin zu erreichen. Die preußische Nordarmee, die unter dem Oberbefehl des schwedischen Kronprinzen Karl XIV. Johann stand und von Freiherr von Bülow und Graf von Tauentzien angeführt wurde, siegte über die Franzen unter Marschall Michel Ney. |
| 5.10.1813 | Die Schlacht am Thames River vom 5. Oktober 1813 endet mit einem amerikanischen Sieg. Damit können die Amerikaner in diesem Krieg den ersten Sieg auf Land erreichen. Besonders schwerwiegend ist die Niederlage für die mit den Engländern verbündeten Indianer des Tecumseh Stammes. Mit der Niederlage schwindet auch ihre Hoffnung auf einen unabhängigen Indianerstaates. |
| 14.10.1813 | Das Königreich Bayern erklärt Frankreich am 14. Oktober 1813 den Krieg. |
| 16.10.1813 | Bei der Völkerschlacht von Leipzig, die bis zum 19. Oktober dauern sollte, wird Napoleon durch die zahlenmäßig weit überlegende Armee der Koalition, hauptsächlich Österreich, Preußen, Russland und Schweden, geschlagen. Es zeigt sich, dass sich die alliierten Generäle in den vergangen Jahren stark weiterentwickelt und aus den verlorenen Niederlagen gelernt haben. Die Völkerschlacht ist die wichtigste Schlacht der Befreiungskriege. Den etwa 210.000 Franzosen stehen bis zu 300.000 Soldaten aus den Ländern der Koalition gegenüber. |
| 11.12.1813 | Ferdinand VII. kehrt nach Vertreibung der Franzosen auf den spanischen Thron zurück. Viele spanische Kolonien haben zwar offiziell für die Wiedereinsetzung ihres Königs gekämpft, doch der Unabhängigkeitsgedanke macht sich in Südamerika breit. |
| 11.12.1813 | Mit dem Vertrag von Valençay vom 11. Dezember 1813 reagiert Napoleon auf die Niederlage im spanischen Unabhängigkeitskrieg und setzt Ferdinand wieder als spanischen König ein. |
| 1.1.1814 | Feldmarschall Blücher sammelte die Schlesische Armee auf der rechten Rheinseite auf einer Breite von Mannheim bis Neuwied. Das Zentrum der Armee befand sich oberhalb von Kaub. Blüchers plante den Rhein bei Kaub zu überqueren. In der Neujahrsnacht 1814 setzte eine Vorhut und erste Truppen über den Rhein, während russische Pioniere eine Brücke aus Leinwandpontons bauten. |
| 18.2.1814 | Bei Montereau, einer Stadt im französischen Departement Seine-et-Marne am Zusammenfluß der Seine und Yonne, findet am 18. Februar 1814 ein Schlacht zwischen den Franzosen unter Napoleon und den Alliierten unter dem Kronprinzen von Württemberg statt, aus der Napoleon als Sieger hervorgeht. |
| 7.3.1814 | Napoleon erringt bei Chemin des Dames, ein markanter Höhenzug im nördlichen Frankreich, am 7. März 1814 seinen letzten Sieg in den Befreiungskriegen. Russen und Preußen werden auf dem direkten Weg nach Paris bei Craonne geschlagen. Heute erinnert ein Denkmal bei der Hurtebise Farm an die Schlacht. Napoleons Beobachtungsstandort wird von einer Statue markiert. |
| 9.3.1814 | Während der Schlacht bei Laon am 9. und 10. März 1814 griff die französische Armee unter Napoleon Bonaparte die weit überlegene „Schlesische Armee“ unter Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher an. Die französische Armee wurde an beiden Tagen unter schweren Verlusten zurückgeschlagen und zog sich in der Nacht zum 11. März 1814 nach Soissons an der Aisne zurück. |
| 28.3.1814 | Die Fregatte USS Essex (32) muss sich am 28. März 1814 bei Valparaíso der Fregatte HMS Phoebe (36) und der Sloop HMS Cherub (18) stellen. Nach einem heftigen Gefecht müssen die Amerikaner die Flagge streichen. |
| 31.3.1814 | Die Verbündeten marschieren in Paris ein. |
| 1.4.1814 | Talleyrand beruft den Senat ein. Weniger als die Hälfte der Senatoren erscheinen, es reicht jedoch um Napoleon abzusetzen und Louis Stanislas Xavier de Bourbon als Louis 18. auf den Thron zu setzen. |
| 4.4.1814 | Napoleon will auf Paris marschieren, wird jedoch von seinen Marschällen überredet zu Gunsten seines Sohnes abzudanken. Noch glaubt er den Kampf wieder aufnehmen zu können, da ein Großteil der Armee anscheinend hinter ihm steht. |
| 6.4.1814 | Napoleon dankt ab und wird auf die Mittelmeerinsel Elba verbannt. Dort versinkt er jedoch nicht in Trübsal, sondern beginnt sein neues kleines Reich zu gestalten. Er optimierte die Infrastruktur und förderte den Wein- und Olivenanbau sowie den Thunfischfang. |
| 6.4.1814 | Marshall Marmont, der Kommandeur des 6. Korps, läuft zu den Österreichern über. Napoleon ist am Boden zerstört, war er doch seine letzte Hoffnung und Druckmittel für Verhandlungen zugleich. |
| 11.4.1814 | Paris ist von den Alliierten eingenommen. Ein Friede kommt nur in Frage wenn Napoleon die Krone aufgibt. In Fontainebleau erklärt der Kaiser seine Abdankung und wird kurz darauf mit einem kleinen Hofstaat auf die Insel Elba verbannt. Dort versinkt er jedoch nicht in Trübsal, sondern beginnt sein neues kleines Reich zu gestalten. Er optimierte die Infrastruktur und förderte den Wein- und Olivenanbau sowie den Thunfischfang. |
| 29.4.1814 | USS Peacock erobert am 29. April 1814 die englische Epervier. |
| 4.5.1814 | Die englische Fregatte Undaunted, mit Napoleon als Passagier, geht in der Bucht von Portoferraio vor Anker. |
| 23.5.1814 | Ludwig van Beethovens Oper Fidelio wird am Theater am Kärtnertor in Wien uraufgeführt. |
| 29.5.1814 | Joséphine de Beauharnais stirbt in Anwesenheit ihrer Kinder Hortense und Eugéne auf Schloss Malmaison. Am 27. März legte sie sich mit hohem Fieber ins Bett. Die zugezogenen Ärzte stellten eine Diphtherie fest. Als Napoleon die Nachricht erhält verlässt er zwei Tage nicht das Haus. |
| 25.7.1814 | Am 25. Juli 1814 fand in der Nähe des Niagara Rivers die Schlacht bei Lundy's Lane statt. Die blutige Schlacht endete ohne klaren Sieger, dennoch mussten sich die Amerikaner aus Kanada zurückziehen. Damit endete der letzte Versuch den Krieg auf kanadisches Gebiet auszuweiten. |
| 24.8.1814 | Die Niederlage der Amerikaner in der Schlacht bei Bladensburg, östlich von Washington, am 24. August 1814 führt zur Einnahme der amerikanischen Hauptstadt durch die Engländer. Washington wird aufgegeben, Präsident Madison verließ das Weiße Haus. Der rasante Rückzug der Amerikaner ging als das „Rennen von Bladensburg“ (Bladensburg Race) in die Geschichte ein. |
| 25.8.1814 | Nach der Niederlage der Amerikaner bei Bladensburg am Vortag und der Eroberung der Hauptstadt Washington, werden auf Befehl der britischen Kommandanten am 25. August 1814 die Regierungsgebäude in Brand gesteckt. Dieser zerstörerische Akt ist die englische Antwort auf die Niederbrennung Yorks, das heutige Toronto, durch amerikanische Truppen im April 1813. |
| 11.9.1814 | Am 11. September 1814 endet die Schlacht bei Plattsburg, oder auch Schlacht auf dem Champlainsee genannt, mit einem Sieg der Amerikaner über die Briten. Die halbherzige britische Offensive, welche eigentlich die Verhandlungsführer in Gent unterstützen sollte, wurde zurückgeschlagen. Im Frieden von Gent mussten sich die Engländer daraufhin mit dem status quo begnügen und der Krieg endete ohne große Landgewinne. |
| 16.10.1814 | Das Gedicht "Defence of Fort McHenry" von Francis Scott Key wird fertiggestellt. Der Amerikaner Key erlebte vom 13. auf den 14. September den Beschuß von Fort McHenry durch eine britische Flotte. Als am 14. September die Sonne aufgeht, sieht er immer noch das sternengespränkelte Banner über dem Fort wehen. Er ist davon so ergriffen, dass er die nächsten Tage damit verbringt seine Empfindungen in Worte zu fassen. Sein Text passt zufällig auf ein altes britisches Volkslied und wird in kürzester Zeit in ganz Amerika bekannt. Als "The Star-Spangled Banner" wird es später einmal die Nationalhymne der USA werden. |
| 24.11.1814 | Während eines Sturms sinkt HMS Fantome am 24. November 1814. An Bord befanden sich zahlreiche Gegenstände aus dem Weißen Haus, welche durch englische Soldaten nach der Eroberung Washingtons im August konfisziert wurden. |
| 24.12.1814 | Mit dem Frieden von Gent wurde am 24. Dezember 1814 der Krieg zwischen England und den USA beendet. Im Februar des folgenden Jahres empfahl der Senat die Annahme des Vertrages. Dieser Friedensschluss wurde vorallem aus innenpolitischen Gründen für die USA notwendig. Die "Hartfort Convention", ein Konvent von Abgeordneten der Neuenglandstaaten, erwog eine Sezession um den Frieden zu erzwingen. Im Krieg von 1814 starben auf Seiten der USA 12.000 Soldaten, während rund 5.000 Briten ihr Leben verloren. |
| 8.1.1815 | Zwei Wochen nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Gent, kommt es bei New Orleans am 8. Januar 1815 zur letzten Schlacht des Krieges von 1812. US-Truppen unter Andrew Jackson, unter anderem unterstützt durch eine Gruppe Piraten unter Jean Lafitte, konnten die britischen Angreifer schlagen. Die Briten verlieren etwa 2.700 Mann, während die Amerikaner 71 Mann zu beklagen haben. |
| 8.1.1815 | Der Wiener Kongress veröffentlicht eine Erklärung gegen den Sklavenhandel. Der Schlussartikel des ersten Pariser Friedens vom 30. Mai 1814 enthielt die Bestimmung, dass alle Mächte, welche an dem Kriege gegen Napoleon beteiligt gewesen, zur Ordnung der Verhältnisse Europas Abgesandte nach Wien schicken sollten. Der Wiener Kongress began am 22. September 1814 und endete mit der Unterzeichnung der Schlussakte am 9. Juni 1815, wurde jedoch nach dem zweiten Pariser Frieden vom 20. November 1815 zu Ungunsten Frankreichs angepasst. |
| 15.1.1815 |  Lady Hamilton, die Geliebte und Mutter von Horatio Nelsons Tochter, stirbt in Calais. Obwohl sie nach Nelsons Tod sein Gut Merton und eine Jahresrente erbte, verstarb sie völlig verarmt. Ihr kostspieliger Lebensstil brachte sie sogar für ein Jahr ins Gefängnis. |
| 17.2.1815 | Der Frieden von Gent wird vom amerikanischen Senat angenommen. Damit endet der letzte Krieg der USA gegen England. In den folgenden Jahren verbessert sich das Verhältnis zwischen England und seiner ehemaligen Kolonie. England ist heute einer der wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten von Amerika. |
| 26.2.1815 | Napoleon besteigt am 26. Februar 1815 die Brigg L'Innocent und beendet damit sein Exil auf Elba. Sein Ziel ist Frankreich! |
| 26.2.1815 | Am 26. Februar 1815, als die britischen und französischen Wachschiffe nicht auf ihren Posten sind, flüchtet Napoleon an Bord der Brigg L'Innocent von Portoferraio und beendet damit sein Exil auf Elba. |
| 1.3.1815 | Napoleon erfuhr in seinem Exil auf Elba, dass Republikaner und Bonapartisten gegen den neuen König Ludwig XVIII konspirierten. Der abgesetzte Kaiser sieht seine Chance und landet am 1. März 1815 im Golf von Juan. Mit nur 1000 Mann marschiert er auf Paris zu und tatsächlich gelingt es ihm den Thron ohne einen einzigen Schuss zu erobern. In den nächsten Monaten zieht er mehr als 500.000 Soldaten zusammen, denn die Siegermächte zweifeln keine Sekunde und setzen ihre Heere gegen ihn in Bewegung. Gleichzeitig setzt eine gewaltige Kampagne gegen Napoleon ein und jede Art von Frieden mit Bonaparte wird ausgeschl0ssen. |
| 1.3.1815 | Am Nachmittag des 1. März 1815 landet Napoleon zwischen Antibes und Cannes im Golf von Jouan. |
| 5.3.1815 | Am 5. März 1815 erreicht ein Bote die Tuilerien und überbringt Ludwig XVIII. die Depesche mit der Nachricht von Napoleons Landung in Frankreich. Noch sieht der König die Angelegenheit als Bagatelle an und ist sich sicher, dass die Polizei mit dem Problem fertig wird. Einige Stimmen sind sogar hoch erfreut, kann man doch den Fall Bonaparte endgültig, und ohne Rücksicht auf europäische Vereinbarungen, zu einem Ende bringen. |
| 8.3.1815 | Oberst La Bédoyere läuft in Grenoble mit seinem Regiment zu Napoleon über. |
| 8.3.1815 | Blücher wird mitten in der Nacht von Gneisenau geweckt und erfährt, dass Napoleon von Elba geflohen ist. "Dies ist das größte Glück, was Preußen begegnen konnte, nun fängt der Krieg von neuem an und die Armee wird alle in Wien begangenen Fehler wieder gut machen", sagte Blücher, nachdem er die Nachricht von der Rückkehr Napoleons erhalten hatte.
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| 10.3.1815 | Am 10. März 1815 erreicht Napoleon Lyon. Von hier sollte der royalistische Gegenschalg geführt werden. Doch der Comte d'Artois vertraut den Soldaten nicht und flüchtet. Wenig später fällt Lyon kampflos an Napoleon. |
| 11.3.1815 | Napoleon sucht die Vertreter der Stadt Lyon auf und versucht diese für sich zu gewinnen. In Lyon erfährt er auch, dass der Wiener Kongress noch nicht beendet ist. Napoleon ist sich sicher, er wird in kürzester Zeit wieder gegen ganz Europa Krieg führen. Seine einzige Hoffnung ist die Wiedererweckung des revoutionären Geistes um diesen, wie vor mehr als zwei Jahrzenten vorher, gegen die anderen Staaten einzusetzen. |
| 13.3.1815 | Gegen Napoleon wird in Wien eine Achterklärung ausgesprochen. Nach Meinung der in Wien versammelten Diplomaten hat Napoleon mit dem Verlassen seines Exils sämtliche Rechtsansprüche verloren und sich selbst aus den bürgerlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen ausgeschlossen. Als Feind und Störer der Ruhe der Welt hat er sich damit den öffentlichen Strafgerichten preisgegeben. Mit dieser Deklaration haben die Verbündeten eindeutig dargelegt, dass sie an keiner friedlichen Lösung mit Napoleon interessiert sind. Das ist gleichzeitig eine schwere Hypothek für Napoleon, denn damit sind ihm und seinem Umfeld klar geworden, dass es keinen Frieden mit einem napoleonischen Frankreich geben wird. |
| 14.3.1815 | Ney stösst am 14. März 1815 mit 4.000 Mann zu Napoleon Bonaparte. Damit schwindet die Hoffnung der Bourbonen auf eine schnelle Festsetzung des Korsen. |
| 17.3.1815 | Am 17. März 1815 tritt bei Auxerre Michel Ney, Herzog von Elchingen, zu Napoleon über. |
| 17.3.1815 | Blücher erhält den Oberbefehl über die preußische Armee. |
| 19.3.1815 | In der Nacht auf den 19. März 1815 flüchtet der König aus Paris um erst nach Lille und dann nach Gent zu flüchten. |
| 20.3.1815 | Am 20. März 1815 zieht Napoleon wieder in Paris ein. Innerhalb von 20 Tagen hat er eine Strecke zurückgelegt, für die man sonst die doppelte Zeit braucht. Ohne einen einzigen Schuss hat er den Thron zurückerobert. |
| 20.3.1815 | Die Acht-Erklärung erscheint zum ersten Mal in Paris. Napoleons Gegner sind bemüht das Dokument zu verbreiten. Der Inhalt ist eindeutig: Solange Napoleon an der Macht ist, wird es keinen Frieden geben. |
| 25.3.1815 | Wellington wird zum Oberbefehlshaber der britischen und niederländisch-belgischen Streitkräfte in Flandern ernannt und reist von Wien ab. |
| 4.4.1815 | Der Herzog von Wellington trifft am 4. April in Brüssel ein. |
| 16.4.1815 | Blücher erreicht Koblenz von wo er nach Lüttich weiterreisen möchte. |
| 3.5.1815 | Blücher und Wellington treffen sich auf halbem Weg zwischen Brüssel und Lüttich in Tirlemont und besprechen die Einzelheiten ihres Plans: Nach der Vereinigung der Armeen sollen diese gemeinsam zwischen dem 27. Juni und dem 1. Juli überschreiten. |
| 3.5.1815 | König Wilhelm I. der Niederlande erklärt sich damit einverstanden, dass Wellington auch das Kommando über die holländischen Regimenter übernimmt. |
| 28.5.1815 | Blücher besucht Brüssel. Dort hält Wellington eine Parade ab. |
| 2.6.1815 | Napoleon reist aus Paris ab um die flandrischen Festungen und die Armee zu besichtigen. |
| 6.6.1815 | Das IV. Korps, unter dem Kommano des Grafen Gérard, marschiert am 6. Juni von Metz ab, ging über die Maas und kommt am 14. Juni in Phillippeville an. |
| 8.6.1815 | Die Kaisergarde verlässt am 8. Juni Paris und marschiert auf Avesnes. Das I. Korps verließ die Gegend von Lille, das II. Korps Valenciennes. Beide Korps stellten sich bei Maubeuge und Avesnes auf. |
| 9.6.1815 | Neun Tage vor Napoleons endgültiger Niederlage bei Waterloo wurde am 9. Juni 1815 die Schlussakte des Wiener Kongresses unterzeichnet. Frankreich musste seine von 1795 bis 1810 annektierten Gebiete zurück geben und die Grenzen von 1792 einnehmen. |
| 12.6.1815 | Napoleon verlässt am Morgen des 12. Juni die Hauptstadt, frühstückt in Soisons, übernachtete in Laon und erreicht am 13. Juni Avesnes. |
| 14.6.1815 | Am Abend des 14. Juni 1815 lagert die französische Armee in drei Stellungen. Das I. und II. Korps bilden auf dem linken Sambreufer bei Ham-sur-Heure und Solre-sur-Sambre den linken Flügel. Das Zentrm, bestehend aus dem III. und VI. Korps, steht bei Beaumont. Der rechte Flügel, das IV. Korps und eine Kürassierdivision, steht bei Philippeville. Die preussisch-sächsische Armee war gegliedert in vier Korps. Das I. Korps stand entlang der Sambre, Sammelpunkt war Fleurus. Das II. Korps lag bei Namur, das III. Korps stand bei Dinant und sollte sich bei Ciney sammeln. Das IV. Korps, unter dem Kommando von Blücher, stand hinter den ersten drei Korps bei Lüttich und bildete auch das Hauptquartier. Sammelpunkte des I. englisch-niederländischen Korps unter dem Prinz von Oranien war Enghien, Soignies, Braine le Comte und Nivelles. Das II. Korps. unter Lord Hill, sammelte sich bei Brüssel, Ath, Hal und Gent. Lord Uxbrige kommandierte die Reiterei, deren Sammelpunkt bei Grammont war. Die Artillerie sammelte sich bei Gent. |
| 16.6.1815 | In der Schlacht beim belgischen Ligny am 16. Juni 1815 erreicht Napoleon seinen letzten Sieg: Die Franzosen schlagen die Preußen unter Blücher, Napoleon kann die sich zurückziehende preußische Armee jedoch nicht völlig vernichten. Zwei Tage später erscheint die geschlagene preußische Armee rechtzeitig in der Schlacht von Waterloo und entscheidet über Sieg und Niederlage. |
| 18.6.1815 | Die Schlacht von Waterloo bringt das endgültige Ende von Napoleon Bonaparte. Der bereits vor Napoleons Flucht von Elba gefasste Entschluss ihn weiter zu isolieren wird in die Tat umgesetzt: Napoleon wird auf die einsame Insel St. Helena verbannt. |
| 19.6.1815 | Napoleon erreicht am Morgen des 19. Juni Charleroi. Dort frühstückt er und versucht vergeblich einige Truppen zu sammeln. Napoleon wollte in einer Kalesche weiterreisen, doch die verstopften Straßen machten dies unmöglich. Er musste also die Reise auf dem Pferd fortsetzen. Bei Philippeville steigt er mit Soult, Bertrand, Drouot, Flauhault, Gourgaud, Labédoyére und Amillet in einem Gasthaus ab. Vom Kommandanten der Festung lieh man sich eine Kutsche und brach wieder auf. |
| 21.6.1815 | Blücher und Wellington überschreiten die Grenze zu Frankreich. |
| 22.6.1815 | Nach der Schlacht von Waterloo flüchtet Napoleon nach Paris und erreichte die Hauptstadt am 21. Juli. Lucien, Carnot und Davout drängen ihn zu einer Massenaushebung. Napoleon erkennt, dass die Abgeordnetenversammlung nicht mehr hinter ihm steht. Anstatt die Versammlung aufzulösen fügt sich Napoleon, dankt zum zweiten Mal ab und proklamiert seinen Sohn zum Kaiser der Franzosen. |
| 23.6.1815 | Am 23. Juni 1815, nach der Abdankung Napoleons, wird Fouché von der Kammer zum Vorsitzenden der provisorischen Regierung ernannt und bereitet die zweite Restauration der Bourbonen vor. |
| 25.6.1815 | Am 25. Juni erfährt Napoleon von Fouché, dem Präsidenten der Übergangsregierung, dass er Paris verlassen soll. Er zieht sich nach Malmaison zurück. |
| 25.6.1815 | Am 25. Juni traf Grouchy mit seinem Korps in Rethel an, am 26. vereinigte er es mit dem Rest der Armee bei Laon. |
| 29.6.1815 | Am 29. Juni nähern sich die Preussen. Sie wollen den Kaiser tot oder lebendig fassen. Napoleon flüchtet von Malmaison nach Rochefort. Er hofft in die Vereinigten Staaten fliehen zu können. |
| 2.8.1815 | Der französische Marschall Guillaume Marie Anne Brune wird nach Napoleons zweitem Sturz am 2. August 1815 von aufgebrachten Royalisten ermordet. |
| 16.10.1815 | Napoleon betritt die Insel St. Helena im Südatlantik. Die Vulkaninsel ist 122 km² groß und erhebt sich an ihrer höchsten Stelle um 823 Meter (Diana's Peak). Die unwirtliche Insel liegt fast 2.000 Kilometer vor der afrikanischen Küste. Die steilen Küsten wurden von bis zu 500 Kanonen bewacht und 2.800 britische Soldaten sollten jeden Flucht- oder Befreiungsversuch vereiteln. |
| 20.11.1815 | Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Franz I. und Alexander I. unterzeichnen den Zweiten Frieden von Paris. Damit wird Frankreich auf die Grenzen von 1790 reduziert. |
| 7.12.1815 | Am 07. Dezember 1815 wird der 46-jährige Marschall Michel Ney, den Napoleon selbst als "Tapfersten der Tapferen" bezeichnete, im Garten des Palais Luxembourg von einem zwölfköpfigen Erschießungskommando aus Kriegsveteranen hingerichtet. Ney wurde im März des Jahres von Ludwig XVIII. beauftragt Napoleon Bonaparte auf seinem Weg nach Paris aufzuhalten. Marschall Ney wechselte beim Zusammentreffen mit seinem Kaiser das Lager und musste dies im Dezember mit seinem Leben bezahlen. |
| 11.5.1816 | Pierre-François-Charles Augereau, ein von Napoleon benannter Marschall von Frankreich, stirbt auf seinem Landgut La Houssaye. Er wurde während der Restauration von Ludwig XVIII zum Mitglied des Kriegsrats, zum Ritter des heiligen Ludwig und zum Pair von Frankreich ernannt. Im März 1815 erhielt er den Oberbefehl über die 14. Militärdivision zu Caen.
Nach der Rückkehr Napoléon's von Elba konnte er dessen Vertrauen nicht mehr gewinnen. Nach der zweiten Restauration trat Augereau wieder in die Pairskammer ein und wurde Mitglied des Kriegsgerichts, das auch den Marschall Ney (Hingerichtet im Dezember 1816) aburteilen sollte, sich jedoch für nicht zuständig erklärte.
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| 27.8.1816 | Die Bombardierung Algiers am 27. August 1816, durch eine britisch-niederländische Flotte unter dem Kommando von Edward Pellew, ist eine Strafaktion gegen den Dey Omar. Die Stadt und die Flotte des Deys werden dabei zerstört. Omar wird gezwungen entführte Christen zu entlassen, sowie die Unabhängigkeit der Ionischen Inseln anzuerkennen. |
| 12.2.1817 | Der preußische Capitain Longé meldet die Fertigstellung des Schoners STRALSUND. Das in der gleichnamigen Stadt gebaute Fahrzeug ist das erste zweckgebaute Kriegsschiff Preußens im 19. Jhdt. |
| 1.1.1818 | Die Courier läuft aus dem Hafen von Liverpool aus und eröffnete damit die erste regelmäßige Passage über den Atlantik. Die Black Ball Line, gegründet in New York und geleitet von Isaac Wright und Sohn, Francis Thompson, Benjamin Marshall und Jeremiah Thompson, ließ zwei Mal im Monat planmäßig ein Schiff von New York nach Liverpool fahren. Das Konzept der regelmäßigen und verlässlichen Fahrten geht auf und wenige später gibt es bereits mehrere Konkurrenten.
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| 12.8.1819 | Das Walfangschiff Essex läuft aus ihrem Heimathafen Nantucket aus. Das Schiff und seine Besatzung sollten nie wieder heimkehren. Am 20. November 1820 rammt ein Pottwal das Schiff und bringt es zum sinken. Dieses Unglück war die historische Vorlage für Herman Melvilles Roman Moby Dick. Die eigentliche Tragödie began erst nach dem Untergang der Essex: Die Überlebenden retteten sich in einem Fangboot und wurden nach einer mehr als 4.000 Meilen weiten Fahrt gerettet. |
| 19.9.1820 | Am 19. September 1820 wurde auf dem Kreuzberg (damals noch Götzescher Weinberg oder Tempelhofer Berg) in Berlin der Grundstein für das deutsche Nationaldenkmal gelegt. Es wurde am 30. März 1921 feierlich enthüllt. Das Denkmal entstand nach Plänen von Schinkel und erinnert an die 'Befrieungskriege' 1813 - 1815. Die vier Arme des Denkmals symbolisieren vier Orte: Groß-Görschen, Leipzig, Paris und Belle-Alliance. |
| 25.12.1820 | Joseph Fouché, Polizeiminister in der Kaiserzeit und der Restauration, stirbt am 25. Dezember 1820 in Triest. Aufgrund des Verbannungsdekret vom 6. Januar 1816 emigrierte er erst nach Österreich und wurde dort von Metternich geduldet. Aufgrund einer Lungenkrankheit erlaubte man ihm ans Mittelmeer umsiedeln, dort lebte Fouché bis zu seinem Tod. |
| 30.3.1821 | Am 30. März 1821 wird zum siebten Jahrestag der Einnahme von Paris das von Karl Friedrich Schinkel geschaffene Nationaldenkmal für die Befreiungskriege auf dem Tempelhofer Berg in Berlin eingeweiht. |
| 5.5.1821 | Napoleon stirbt mit 51 Jahren um 17.49 Uhr an seinem Verbannungsort. |
| 9.5.1821 | Napoleon wird auf St. Helena mit militärischen Ehren beerdigt. |
| 14.12.1822 | Der Veroneser Kongress endet am 14. Dezember 1822. Es ist das vierte und letzte Treffen der europäischen Monarchen der 1815 geschlossenen Heiligen Allianz. Gegen den Willen Englands wird die Einmischung in die inneren Angelegenheiten Spaniens und die militärische Beendigung der spanischen Revolution beschlossen, worauf die Engländer sich von der Heiligen Allianz lossagen. |
| 5.6.1825 | Der österreichische Feldmarschallleutnant Ferdinand Graf von Bubna und Littitz stirbt am 5. Juni 1825 in Mailand. Als Generalmajor und Vorsteher des Militärdepartments im Hofkriegsrat nahm er an der Schlacht von Austerlitz teil. |
| 14.6.1825 | Pierre Charles L'Enfant, nach dessen Entwürfen die Stadt Washington errichtet wurde, stirbt völlig verarmt am 14. Juni 1825. Kurz nach dem Baubeginn trat er 1792 von dem Projekt zurück und kämpfte viele Jahre um Anerkennung. Diese wurde ihm erst nach seinem Tod in Form eines Denkmals zugeteilt. |
| 5.6.1826 | Der deutsche Komponist, Dirigent und Pianist Carl Maria Friedrich Ernst von Weber stirbt am 5. Juni 1826 in London. |
| 17.5.1829 | Der amerikanische Politiker John Jay stirbt. Während des Unabhängigkeitkampfes spielte er eine wichtige Rolle und war Präsident des Continental Congress. 1792 handelte er im Auftrag von George Washington den Staats-Vertrag mit den Briten aus Der nach ihm benannte "Jay's Treaty " war für viele Amerikaner unbefriedigend und Jay verlor viel seiner Popularität. |
| 13.2.1830 | Franz Raffl, der „Judas von Tirol“, stirbt völlig verarmt am 13. Februar 1830 im oberbayerischen Reichertshofen. Der Tiroler Landwirt verriet 1810 das Versteck des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer für 1500 Gulden an die Franzosen. Wenig später wanderte er nach Bayern aus. |
| 23.8.1831 | August Neidhardt von Gneisenau stirbt am 23. August 1831 in Posen. Als Blüchers Stabschef hatte er wesentlichen Anteil am Sieg bei Waterloo. |
| 2.6.1835 | François-Etienne Kellermann, Herzog von Valmy und Pair von Frankreich, stirbt am 2. Juni 1835. Der französischer Kavalleriegeneral wurde vorallem durch seine Attacken in der Schlacht von Marengo bekannt. Aber auch Austerlitz, Ligny und Waterloo kämpfte er für Napoleon Bonaparte. |
| 15.9.1835 | HMS Beagle erreicht am 15. September 1835 die Galápagos-Inseln. An Bord befindet sich Charles Darwin. Auf der Insel sammelt er eine große Anzahl von Proben. Anhand einer Schildkrötenart leitet er ab, dass alle Schildkrötenarten von einer einzigen Art abstammen und sich jeweils an ihre Lebensbedingungen angepasst haben. Auf der langen Reise reift die Evolutionstheorie in Charles Darwin. |
| 2.10.1836 | Die Brigg HMS Beagle, mit Charles Darwin an Bord, legt nach ihrer Südamerika-Expedition am 2. Oktober 1836 wieder in England an. Darwins Besuch auf den Galápagos-Inseln während der Reise bildet die Grundlage seiner Evolutionstheorie. |
| 5.10.1837 | Hortense de Beauharnais, die Tochter von Joséphine Tascher de la Pagerie und Alexandre, Vicomte de Beauharnais, stirbt am 5. Oktober 1837 auf dem schweizerischen Schloss Arenenberg. Hortense war mit Louis Bonaparte verheiratet, sie trennten sich jedoch 1810. |
| 13.2.1840 | Der französischer General, Marschall von Frankreich, Staatsmann, Außen- und Kriegsminister Nicolas-Joseph Marquis Maison stirbt am 13. Februar 1840. Nach Napoleons Flucht von Elba erhielt Maison das Kommando der vor Paris versammelten Truppen. Als diese zu Napoleon übergingen, flüchtete er nach Gent zum König, der ihn nach der Restauration von neuem zum Gouverneur der 1. Militärdivision ernannte. Er sollte als Mitglied des Kriegsgerichts über Marschall Ney richten, Er erklärte sich für inkompetent und wurde zur 8. Division nach Marseille versetzt. |
| 29.6.1840 | Lucien Bonaparte, Drittgeborener der Brüder Bonaparte und Vorsitzender des Rates der Fünfhundert während des 18. Brumaire VIII, stirbt am 29. Juni 1840 im italienischen Viterbo. Nach der endgültigen Niederlage seines Bruders wurde er 1816 aus Frankreich verbannt und verbrachte den Rest seines Lebens in Italien. |
| 14.12.1840 | Fast zwanzig Jahre nach Napoleons Tod auf St. Helena, wurden am 15. Oktober 1840 Napoleons sterbliche Überreste durch den Prinzen Joinville in königlicher Mission exhumiert und am 08. Dezember auf der Fregatte «La belle Poule» nach Frankreich überführt. Mit feierlichem Staatsakt fand der grosse Franzose am 15. Dezember 1840 im Invalidendom zu Paris seine letzte Ruhestätte. |
| 16.12.1840 | Der Leichnam von Napoléon Bonaparte wird am 16. Dezember 1840 im Invalidendom in Paris aufgebahrt. |
| 8.3.1844 | Karl XIV. Johann stirbt am 8. März 1844 in Stockholm. Jean-Baptiste Jules Bernadotte war französischer Kriegsminister, Marschall von Frankreich, Prince de Ponte Corvo, Oberbefehlshaber der alliierten Nordarmee gegen Napoléon sowie von 1818 bis 1844 als Karl XIV. Johann König von Schweden und als Karl III. Johann von Norwegen. |
| 18.8.1850 | In Paris stirbt am 18. August 1850 Honoré de Balzac. Neben Molière und Victor Hugo gehört er zu den größten französischen Autoren. Balzac wird auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris begraben. |
| 18.10.1851 | Der Roman Moby Dick von Herman Melville erscheint am 18. Oktober 1851 erstmalig in London. Inspiriert wurde der Autor durch das Unglück des Walfangschiffs „Essex“ aus Nantucket. Dieses wurde am 20. November 1820 durch Rammstöße eines Pottwals versenkt, nur ein kleiner Teil der Besatzung konnte sich retten. |
| 14.9.1852 | Arthur Wellesley, der 1. Herzog von Wellington, stirbt am 14. September 1852 in Walmer Castle. |
| 28.2.1854 | Unter der Führung Abraham Lincolns entsteht am 28. Februar 1854 die Republikanische Partei. Aus den Gegnern des Kansas-Nebraska-Gesetzes formiert, war sie die Partei gegen die Ausbreitung der Sklaverei. Dies erklärt auch, weshalb die südlichen Staaten unbedingt einen Republikanischen Präsidenten, namentlich Abraham Lincoln, verhindern wollten. |
| 31.5.1854 | Das Kansas-Nebraska Gesetz wird am 31. Mai 1854 vom US-Kongress beschlossen. Das Gesetz regelt die Schaffung der Bundesstaaten Kansas und Nebraska. Dabei gabe es jedoch bezüglich der Sklavenfrage große Differenzen, was schliesslich zur Gründung der Republikanischen Partei unter Abraham Lincoln führte. Das Gesetzt führte in den folgenden Jahren fast zum Bürgerkreig, da sich Anhänger und Gegner der Sklaverei in Kansas blutig bekämpften. |
| 23.4.1856 | Königin Victoria besichtigt die Flotte in Spithead. 240 Schiffe werden für dieses Ereignis versammelt. |
| 26.6.1860 | Jérôme Bonaparte stirbt am 24.06.1860 bei Massy. |
| 31.10.1860 | Thomas Cochrane, der 10. Earl of Dundonald, stirbt am 31. Oktober 1860 in Kensington. Cochrane ist das reale Vorbild des fiktiven Jack Aubrey aus der Feder von Patrick O'Brian. |
| 6.11.1860 | Abraham Lincoln wird am 6. November 1860 zum amerikanischen Präsidenten gewählt. Er erhält 180 von 303 möglichen Stimmen. |
| 20.12.1860 | Am 20. Dezember 1860 verlässt South Carolina die Union. Innerhalb von zwei Monaten folgen Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, Louisiana und Texas in die Sessesion. Unter Jefferson Davis formieren sich die Confederate States of America (Konföderierte Staaten von Amerika). Jefferson Davis wird Präsident der Konföderierten. |
| 4.3.1861 | Am 4. März 1861 wird Abraham Lincoln als 16. President der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner Rede zur Amtseinführung streckt er ein weiteres Mal die Hand in Richtung Süden. |
| 16.3.1861 | Der texanische Gouverneur Sam Houston verweigert den Amtseid auf die Konföderierten Staaten von Amerika und tritt am 16. März 1861 zurück. Sein Nachfolger wird Edward Clark. |
| 12.4.1861 | Mit dem Angriff auf Fort Sumter eröffnen die Konföderierten, unter dem Kommando von General Pierre Beuregard, am 12. April 1861 den Amerikanischen Bürgerkrieg. 50 Kanonen eröffnen das Feuer auf die von der Union besetzte Festung. |
| 14.4.1861 | Fort Sumter fällt nach zweitägiger Belagerung am 14. April 1861. „Stars and Bars“ wird über der Festung gehisst. |
| 15.4.1861 | Am 15. April 1861 veröffentlicht Präsident Lincoln eine Proklamation in der 75.000 Männer zur Miliz gerufen werden. Gleichzeitig ruft er eine Sondersitzung des Kongresses am 4. Juli ein. Der sehr erfahrene Robert E. Lee, er diente 25 Jahre in der Armee und war Superintendent der Militärakademie West Point, soll die Armee der Union anführen. Er lehnt dieses Angebot ab. |
| 17.4.1861 | Am 17. April 1861 verlässt Virginia die Union. Kurz darauf folgen Arkansas, Tennessee und North Carolina. Damit haben sich elf Staaten mit etwa neun Millionen Einwohnern von der Union abgespalten. |
| 19.4.1861 | Präsident Lincoln ordnet am 19. April 1861 die Blockade der konföderierten Häfen an. |
| 20.4.1861 | Am 20. April 1861 verlässt Robert E. Lee die United States Army und kehrt nach Richmond zurück. „Ich kann nicht meine Hand gegen meine Heimat, mein Heim und meine Kinder erheben“. Ihm wird das Kommando der Streitkräfte von Virginia angeboten und er akzeptiert. |
| 20.4.1861 | Am 20. April 1861 setzen Soldaten der Union Gosport Navy Yard und dort vorhandene Schiffe in Brand. Durch diese Maßname versucht man die Marine des Südens zu treffen und die Überlegenheit auf See sicherzustellen. Ein Schiff das beschädigt wird ist USS Merrimack. Die Reste des hölzernen Schiffs wurden etwa in Wasserlinienhöhe abgesägt. Auf den Rumpf kam ein Deck und zur Unterbringung der Batterien ein hölzerner scheunendachförmiger Aufbau, der mit zwei Lagen aus Eisenstäben oder - Bändern gepanzert wurde. Das umgebaute Schiff erhält den Namen CSS Virginia. |
| 4.7.1861 | Am 4. Juli 1861 spricht Abraham Lincoln vor dem Kongress. Der Kongress bewilligt ihm die Mobilisierung von 500.000 Soldaten. |
| 21.7.1861 | Am 21. Juli 1861 kommt es nur 25 Meilen südwestlich von Washington zur Ersten Schlacht am Bull Run, auch bekannt als Erste Schlacht von Manassas. Die Union, unter General Irvon McDowell, wird von den Konföderierten, unter dem Kommando von Thomas J. Jackson, Truppen geschlagen.
Die Schlacht wurde von zahlreichen Schaulustigen aus Washington beobachtet. Als sich die Niederlage der Union abzeichnet, müssen die Besucher ihr Picknick abbrechen und flüchten panikartig zurück in die Hauptstadt.
Erst jetzt wird vielen klar, dass dieser Krieg nicht in wenigen Wochen beendet sein wird. General Irvon McDowell, der in der Ersten Schlacht am Bulls Run geschlagen wurde und dem es danach nicht gelang einen geordneten Rückzug anzutreten, wird von Abraham Lincoln am 27. Juli 1861 abgesetzt und durch George B. McClellan ersetzt. |
| 11.9.1861 | Nachdem General John C. Frémont eigenmächtig in Missouri das Kriegsrecht proklamierte und Sklaven bewaffneter Aufständischer freigab, wird er von Präsident Lincoln am abberufen und durch General David Hunter ersetzt. Am 11. September 1861 wird das Kriegsrecht durch den Präsidenten wieder aufgehoben. |
| 1.11.1861 | Der Oberbefehlshaber der Unionsstreitkräfte Winfield Scott, geboren 1786, dienstältester General der US-Geschichte und Veteran des „Krieg von 1812“, tritt am 1. November 1861 zurück.
Er geriet nicht zuletzt durch seinen „Anakonda-Plan“ in die Kritik. Sein Plan sah einen langfristigen Feldzug mit dem Ziel die Konföderation von See aus zu umklammern und über die Eroberung des Mississippi die Konföderation zu trennen vor. Der Plan wurde nicht nur abgelehnt, sondern auch öffentlich der Lächerlichkeit preisgegeben. 1866 stirbt er mit fast 80 Jahren, vorher erlebt er jedoch noch, wie sein Plan erfolgreich umgesetzt wurde. |
| 8.11.1861 | Am 8. November 1861 kommt es zu einem Zwischenfall auf hoher See. Zwei Diplomaten der Konföderierten werden auf dem Weg nach England abgefangen. England fordert die Freigabe der Diplomaten. Lincoln befürchtet den Eintritt Englands und im Dezember werden die Diplomaten freigelassen. |
| 11.11.1861 | Am 11. November wird McClellan zum Oberbefehlshaber der gesamten Streitkräfte ernannt. Er war eine der treibenden Kräfte, welche die Auswechslung von Winfield Scott vorantrieben. |
| 6.2.1862 | General Ulysses S. Grant erobert am 6. Februar 1862 Fort Henry. |
| 6.4.1862 | Ein Überraschungsangriff der Konföderierten, auf die unvorbereiteten Unionstruppen unter General Ulysses S. Grant bei Shiloh am Tennessee River, führt am 6. April 1862 zur verlustreichsten Schlacht die bisher auf amerikanischem Grund stattgefunden hat. Es gelang den Konföderierten die Unionstruppen am ersten Tag zurückzudrängen, doch am zweiten konnte Grant die Ausgangsposition zurückerobern. Mehr als 20.000 Verluste sind in der Schlacht von Shiloh zu verzeichnen. In den ersten Wochen nach der Schlacht wurde Grant heftig kritisiert, während die Konföderierten die Schlacht als ihren Sieg herausgaben. Tatsächlich wurde wenig später klar, dass es sich dabei um einen Sieg der Union handelte. |
| 24.4.1862 | 17 Schiffen der Union gelingt es am 24. April 1862 den Mississippi herauf zu fahren und New Orleans zu erobern. |
| 31.5.1862 | Die Schlacht von Seven Pines, auch Schlacht von Fair Oaks genannt, beginnt am 31. Mai. General Joseph E. Johnston startet einen Angriff auf die Truppen von McClellan, wird jedoch selbst schwer verwundet. |
| 1.6.1862 | General Robert E. Lee übernimmt am 1. Juni 1862 das Kommando des verwundeten Johnston. Nachdem die Stellung der Union durch neue Truppen verstärkt wurde, bricht Lee die Schlacht von Seven Pines ab und zieht sich in das nördliche Virginia zurück. |
| 25.6.1862 | Die Sieben-Tage-Schlacht beginnt am 25. Juni 1862 und ist der Höhepunkt des Halbinsel-Feldzuges. Die Union hoffte durch die Einnahme von Richmond einen wichtigen Sieg erringen zu können, doch es gelang den Konföderierten den Angriff unter großen Verlusten zu verhindern. McClellan musste sich zurückziehen, die Hoffnung auf ein vorzeitiges Ende des Krieges schwand. Das Ende des Halbinsel-Feldzuges war eine große moralische Niederlage für die Union, während die Konföderierten den Sieg und besonders General Lee feierten. |
| 29.8.1862 | Die zweite Schlacht von Bull Run beginnt am 29. August 1862. Robert E. Lee gelang es innerhalb eines Monats nicht nur den Feldzug der Union zu stoßen, sondern den Krieg in Richtung Norden zu tragen. Statt vor Richmond, wurde jetzt vor Washington gekämpft. Die Moral der Union hatte ihren Tiefpunkt erreicht. John Pope wurde abgelöst. |
| 17.9.1862 | Am 17. September 1862 kommt es zu der blutigen Schlacht von Antietam. McClellan gelingt es Lee zu stellen. Am Abend der Schlacht sind 26.000 Soldaten getötet, verwundet oder vermisst. Lee beschließt mit den Resten seiner Armee nach Virginia zurückzukehren.
Obwohl keine Seite den Sieg für sich beanspruchen konnte, war Antietam ein Wendepunkt des Krieges. Nach den Niederlagen der vergangenen Monate konnte die Union wieder aufatmen. An Verhandlungen und Anerkennung der Session ist jetzt nicht mehr zu denken.
Infolge des strategischen Erfolgs bei Antietam proklamiert Präsident Lincoln am 22. September die Emanzipation aller Sklaven. Erst jetzt wird die Befreiung der Sklaven, neben der Wiederherstellung der Union, ein Kriegsziel des Nordens. Während im Norden Milizen mit schwarzen Soldaten ausgehoben werden, kommt es im Süden zu Aufständen und Massenfluchten der Sklaven. |
| 4.11.1862 | General Lee fällt am 4. September 1862 mit 50.000 Soldaten der Nord-Virginia-Armee in Maryland ein. McClellan beginnt mit seiner Potomac-Armee die Verfolgung der Konföderierten. Er hofft durch die Bedrohung Washingtons die Union an den Verhandlungstisch zu zwingen. |