Geschichte - Lexikon
Nationen
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Geschichte |
Natürlich ist es nicht möglich auf einer Internetseite die Geschichte von Nationen wie England oder Frankreich ausführlich zu behandeln. An dieser Stelle werden deshalb nur kurze Informationen über die Situation und Ausgangslage der an den Befreigungskriegen beteiligten Nationen veröffentlicht. Wir hoffen dennoch, dass die Informationen ausreichen um sich ein ungefähres Bild über die politische Situation in diesen bedeutenden Jahren verschaffen zu können |
Österreich |
Österreich war aus vielen Gründen ein erbitterter Feind des revolutionären Frankreichs gewesen. Einerseits fürchtete man natürlich die aus der Revolution heraus entstandenen Ideen, auf der anderen Seite gab es mit der Hinrichtung der österreichischen Marie Antoinette ganz persönliche Ablehnungen. Kaiser Franz I. befürchtete aber vor allem den Zusammenbruch seines gewaltigen Reiches unter dem Druck der Franzosen. Deutschland, Holland, Ungarn, Italien und die Balkanländer standen gegen Ende des 18. Jahrhunderts weitgehend unter der Kontrolle von Österreich und waren natürlich sehr anfällig für das revolutionäre Gedankengut aus Frankreich. Um dieses gewaltige Reich beherrschen zu können, stand Österreich eine gewaltige Armee zur Verfügung. Doch der österreichische Konservatismus schlug sich auch auf dem Schlachtfeld nieder. Mit althergebrachten Taktiken konnte man gegen die zahlenmäßig weit unterlegenen Franzosen nicht mehr gewinnen.Erst bei der Schlacht bei Aspern-Essling im Jahre 1809 brachte der Paradigmenwechsel erst Erfolge und Napoleon konnte erfolgreich die Stirn geboten werden. |
England |
England war über viele Jahre die treibende Kraft hinter dem Kampf gegen Napoleon Bonaparte. Die geografische Lage und die Royal Navy reichten aus um eine Invasion zu vermeiden.Durch die Alleinherrschaft auf den Weltmeeren war es England jederzeit möglich auf die Rohstoffe der Kolonien zurückzugreifen. Natürlich hatte die von Napoleon verhängte Kontinentalsperre Auswirkungen auf die englische Wirtschaft, doch diese Sperre war niemals so Lückenlos wie es sich der französische Kaiser gerne gewünscht hatte.
Auch wenn England in den ersten Jahren nur mit wenigen Soldaten auf dem Festland einschritt, so wurden dennoch viele europäische Truppen mit englischem Geld finanziert.Erst mit Napoleons Feldzug gegen Portugal und Spanien konnte ein erfolgreicher Brückenkopf für die britischen Truppen geschaffen werden. Unter dem Kommando des Herzogs von Wellington gelang es der disziplinierten Armee Napoleon schwere Schläge zu versetzen. |
Frankreich |
Der Ausbruch der französischen Revolution erschütterte ganz Europa. Das absolutistische Herrschaftssystem war am Ende und konnte den Massen auf den Strassen nichts mehr entgegensetzen. Sorgenvoll betrachteten die europäischen Königshäuser die Entwicklung in Frankreich. Mit der Hinrichtung von Ludwig XVI und seiner Königin Marie-Antoinette bekam diese Abneigung eine neue Qualität. Man wollte nicht länger dem Treiben in Frankreich zusehen und setze seine Truppen in Bewegung. Doch die hoch motivierten Soldaten der jungen Republik dachten nicht daran die erreichten Ziele so schnell wieder zu verlieren. Jahrelange Auseinandersetzungen im In- und Ausland folgten bis ein junger Korse namens Napoleon Bonaparte die Bühne betrat. In kürzester Zeit brachte er Ordnung ins Land und stabilisierte den Staat, die Finanzen und das Militär. Er erklärte die Revolution für beendet und leitete die große Zeit des französischen Imperiums ein. |
Preußen |
Preußen war die jüngste der europäischen Großmächte. Das preußische Königtum begann erst 1701 als Friedrich I. nach einer Einigung mit dem Kaiser in Königsberg zum König von Preußen gekrönt wurde. Sein Sohn Friedrich Wilhelm I. stabilisierte den neuen Staat und legte auch die Grundsteine für das später so erfolgreiche Militär. Fast der gesamte preußische Adel war in den oberen Militärrängen zu finden. Das Soldatentum wurde zu einem der Eckpfeiler des Preußischen Staates. König Friedrich II., auch genannt der Große, gelang es während des Siebenjährigen Krieges die Schlesischen Gebiete endgültig für Preußen zu sichern. Damit war das Land endgültig zu einer deutschen Großmacht aufgestiegen. 1772 konnten Ermland und Westpreußen erworben werden.Die neue Großmacht stand in starker Konkurrenz zu dem österreichischen Herrschaftsanspruch über Deutschland. Durch die Einverleibung von Neuostpreußen und Südpreußen kam es zum offenen Bruch zwischen dem Hause Hohenzollern und Habsburg. So stand Preußen zu Anfang des 19. Jahrhunderts der Gefahr Napoleon Bonaparte alleine gegenüber! Nach den eindeutigen Niederlagen von Jena und Auerstedt verlor Preussen einen Großteil seiner Besitzungen.Aus dieser Niederlage ging Preußen jedoch gestärkt hervor. Reformen (Bauernbefreiung, Städteordnung und Gewerbefreiheit), auch beeinflusst durch die französischen Revolution, verwandelten Preußen in einen modernen Staat. Das Heer war nicht länger eine Spielwiese des Adels, sondern öffnete sich für das Volk. Das Adelsprivileg auf die Offiziersstellen wurde abgeschafft und die Wehrpflicht eingeführt. Die Heeresreform durch Scharnhorst , Gneisenau und Boyen hatte großen Anteil an den Erfolgen der Befreiungskriege. |
Russland |
Das gewaltige Zarenreich Russland gehörte damals zu den streitbaren Nationen Europas. Ständige Konflikte mit den direkten Nachbarn beschäftigen das im Osten liegende Weltreich. Peter der Große erkannte sehr früh, dass sich Russland aus der Isolation heraus mehr dem westlichen Europa angleichen musste. Die Annahme des Kaisertitels, russisch Zar, und die Verlegung der Hauptstadt nach St. Petersburg waren nur die offensichtlichsten Zeichen dieser Politik. Damit verbunden war auch die Zuwendung in Richtung Ostsee und Balkan. Russland wurde zu einem großen Konkurrenten von Österreich, denn auch Wien bestand auf seinem Machtanspruch auf dem Balkan. Durch die Teilungen Polens gewann nicht nur Preußen deutlich an Ländereien, auch Russland konnte seine westliche Grenze deutlich nach Mitteleuropa verschieben. Damit war Russland endgültig eine der europäischen Großmächte geworden. Innere Konflikte unter Zar Paul I. führten schließlich zu seiner Ermordung und anschließenden Thronbesteigung seines Sohns Alexander I. Alexander war nicht unbedingt der größte Gegner Napoleons. Tatsächlich scheint es eine Art Freundschaft und Verständnis untereinander gegeben zu haben. Nach ihrem berühmten treffen auf der Memel konnten sich beide auf eine gemeinsame Politik verständigen. Bei ihrem Treffen 1808 in Erfurt wurden weitere Weichen gestellt und Russland konnte seinen Krieg gegen die Türkei aufnehmen. 1812 kam es jedoch zum Bruch zwischen Frankreich und Russland. Alexander war nicht mehr länger bereit die Kontinentalspeere zu unterstützen und Napoleon startete wenig später seinen fatalen Russlandfeldzug. Doch auch die Einnahme von Moskau konnte Alexander nicht zur Annahme eines neuen Friedens bewegen, im Gegenteil wuchs sogar der russische Widerstand und der qualvolle Rückzug der großen französischen Armee war der Anfang vom Ende des napoleonischen Imperiums. Alexander war trotz der großen Entbehrungen des Jahres 1812 ein großer Fürsprecher eines souveränen Frankreichs nach der Ära Napoleon. Natürlich hatte er das europäische Gleichgewicht im Sinne, denn ein zu starkes Österreich oder Preußen wäre nicht im Interesse Russlands gewesen.
Die tatsächliche militärische Stärke Russlands ist nur teilweise belegbar. Durch Falschmeldung entstanden große "Schattenarmeen", welche nur auf dem Papier existierten. Auf diese Weise konnte so manches Anwesen des Landadels aufwändig unterhalten werden. Das Petersburger Imperium sollte von 1712 bis 1912 bestand haben. |
Spanien |
Spanien hatte zur Zeit der französischen Revolution seine große Zeit bereits hinter sich. Auf den Weltmeeren herrschten die Engländer und ein Großteil der Kolonien in Übersee war verloren. Ursprünglich war Spanien ein Gegner der französischen Revolution, aber bereits 1795 wurde ein dauerhafter Frieden geschlossen. Die vereinigten Flotten von Spanien und Frankreich waren in der Lage an der englischen Vormachtsstellung auf See zu rütteln. Beide Nationen wurden nach der Schlacht von Trafalgar auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Viele Historiker behaupten, dass 1807 das Ende Napoleons eingeleitet wurde: Portugal beteiligte sich nicht an der verhängten Kontinentalsperre gegen England und Spanien erlaubte den französischen Truppen das Land zu durchqueren. Aber Napoleon ließ es nicht bei einem einfachen Transit bewenden, sondern besetzte dauerhaft wichtige militärische Positionen in Spanien.Nachdem er seinen Bruder Joseph auf den spanischen Thron setzen wollte, begann ein erfolgreicher Aufstand gegen den französischen Herrscher. Napoleon wurde dadurch gezwungen große Teile seiner Armee nach Spanien zu verlegen. Der spanische Widerstand erlaubte es schließlich den Engländern, unter dem Kommando des Herzogs von Wellington, in Spanien Fuß zu fassen. |
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Erstellt von Threepwood |

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