Die amerikanische Unabhängigkeit, die Französische Revolution und die unmittelbar daran anschließende Epoche Napoleons und ihr Ende durch die Befreiungskriege veränderten das Bild der Welt nachhaltig und haben Nachwirkungen bis in unsere Gegenwart. Bereits ein kurzer Blick auf die historischen Zusammenhänge verdeutlicht, dass diese Episoden der Weltgeschichte als Ganzes zu betrachten sind und nicht isoliert behandelt werden dürfen.

Death of Horatio NelsonUm den Seekrieg gegen Napoleon und die Ereignisse bis zum Wiener Kongress ganzheitlich zu erklären, ist es daher notwendig den Einstieg bereits im Siebenjährigen Krieg zu wählen. Die Menschen und die Schiffe prägten das Zeitalter der Segelschiffe. So wie zum Beispiel Sir Robert Calder, welcher der Royal Navy von 1759 bis 1818 diente, und so den oben genannten Zeitraum aktiv erlebte. Das Schiff HMS Bellona, gebaut 1760, focht bereits in diesem Krieg und wurde erst 1814 außer Dienst gestellt.

Gemeinsam mit Euch wollen wir uns von der maritimen Seite aus diesen Zeiten des Umbruchs nähern. Es wird oft übersehen, welche entscheidende Rolle die Segelschiffe und Seeschlachten in dieser Zeit spielten: Napoleons Träume einer Invasion auf der englischen Insel wurden von der Royal Navy vor Kap Trafalgar versenkt, seine gescheiterte Kontinentalsperre führte letztendlich zu seinem verhängnisvollen Angriff auf Russland.

USS ConstitutionErlebt mit uns die fesselnde Epoche der Segelschiffe des 18. und 19. Jahrhunderts in Fakt und Fiktion. Neben den realen Akteuren, wie Napoleon oder Nelson, werfen wir auch einen Blick auf die fiktiven Leben von Helden wie Richard Bolitho oder Horatio Hornblower, die nicht nur gegen Nationen, sondern oft genug auch gegen Piraten kämpfen mussten. In zahllosen Büchern und einigen Filmen erleben wir ihre größten Abenteuer, gewinnen jedoch auch einen detaillierten Einblick in den Alltag der Marine und des Soldatenlebens.

Auf www.line-of-battle.de informieren wir Euch über historische Hintergründe, bringen Euch Technik und Leben aus dieser Zeit näher. Wir stellen Euch Bücher, Musik, Filme, Brettspiele und Computerspiele vor, aber auch schöne Modelle und Dioramen von Schiffen und Figuren sollen hier gezeigt werden. Im Forum können nicht nur militärische Themen diskutiert werden.

Noch mehr Informationen über die Französische Revolution, die napoleonische Epoche und große Schlachten, findet Ihr auf unseren zahlreichen Themenseiten. Diese sind über die Links im rechten Menü direkt zu erreichen.

 

Das Zeitalter der Segelschiffe

Napoleon: Der Untergang

Napoleon: Der UntergangViele Bücher im Jubiläumsjahr 2015 beschäftigen sich mit der legendären Schlacht im belgischen Waterloo. Gilt diese doch für viele als entscheidender Moment des Untergangs Napoleons. Diese Sicht wurde nicht zuletzt durch die britische Rezeption der Schlacht und der Interpretation des Anteils des General Wellington an dem alliierten Sieg geprägt.

Der ebenfalls britische Historiker Munro Price warnt allerdings davor, die Schlacht von Waterloo im Jahr 1815 überzubewerten. Die Gründe des Untergangs Napoleons sind demnach nicht in militärischen, sondern weitgehend politischen Fehleinschätzungen nach 1812 zu suchen.
Welche Chancen hatte Napoleon nach dem verheerenden Russlandfeldzug und welche Optionen ließ er ungenutzt? Waren seine erste Abdankung und das anschließende Exil auf Elba zwangsläufig?

Munro beantwortet diese Fragen mit Nein. Sicher scheint ihm zu sein, dass die französische Vormachtstellung in Europa beseitig werden sollte, doch Napoleon trotzdem eine Rolle in dem Mächtesystem hätte spielen können.

Er bezieht sich dabei unteranderem auf bisher kaum berücksichtigte Quellen von Metternich -sowie Armand de Caulaincourt und sucht die Ursache vor allem im Charakter des Feldherren. Für Wien gab es triftige Gründe, das Regime in Paris nicht ohne weiteres zu zerschlagen. Zum Einen war Napoleon mit der Prinzessin Marie-Louise verheiratet, zum Anderen fürchtete Metternich die Ambitionen des russischen Zaren in gleichem Maße.

Price kommt zu dem Schluss, dass der französische Kaiser selbst einer Lösung im Weg stand. Napoleon nicht bereit war seinen Franzosen einen Frieden zu verkaufen, der den Verlust von teuer erkauften Gebieten zur Folge hatte oder der Geschmack einer Niederlage anhaftete.
Dabei betrachtete Napoleon kaum, dass auch die Franzosen längst kriegsmüde waren. Die Berichte über die Stimmung seiner Untertanen aus den französischen Provinz blendete der Kaiser aus. Zu sehr dachte er an Schlachten und zu wenig an Kriege, deren Siege und Niederlagen er nicht verwalten konnte.

Der 1963 geborene Munro Price ist Professor für Europäische Geschichte der Neuzeit an der Universität von Bradford. Price, dessen Forschungsschwerpunkt Frankreich ist, hat sich ebenfalls mit dem Untergang des Hauses Bourbon und den Umwälzungen in Frankreich nach dem Ende der napoleonischen Ära beschäftigt.

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Siedler Verlag (23. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: 3827500567

Tippecanoe 1811 - Osprey

Tippecanoe 1811Im dem Vertrag von Greeneville aus dem Jahr 1795 wurden die Grenzen zwischen den Indianern und Siedlern festgelegt. Aus dem Versuch weißer Siedler in diese Gebiete vorzudringen, erwuchsen stetig Spannungen.  Bis1811 war die Anzahl von Siedlern bereits enorm  gewachsen und der Häuptling Tecumseh begann Verbündete um sich zu scharen.

Es war abzusehen, dass es zu einem Konflikt zwischen den durch Briten unterstützten Indianern und den Vereinigten Staaten kommen würde. Gouverneur  William Henry Harrison, 1841 sollte er der 9. US-Präsident werden,  zog mit seinen Soldaten gegen die durch Tecumseh versammelte indianische Konföderation aus.

Vor der Stadt Prophetstown trafen die beiden Armeen aufeinander. Obwohl weitere Verhandlungen stattfinden sollten, eskalierte die Lage und es kam  am 7. November 1811 zum Kampf.
Infolgedessen wurde das Hauptlager der Indianer vernichtet. Tecumseh ,  während der Schlacht unterwegs um weitere Unterstützung durch anderen Stämme zu suchen, wurde von seinem Bruder Tenskwatawa vertreten.

Tecumsehs versuch die Indianer zu vereinen erfuhr durch diese Niederlage einen schweren Rückschlag.
Mit zahlreichen Abbildungen und Karten, stellt der Autor John F. Winkler die Ereignisse von Tippecanoe sowie die Auswirkungen auf den Krieg von 1812 vor.
Das 287. Buch der Campaign- Reihevon Osprey ist ab Oktober 2015 erhältlich.

Napoleon am Rhein

Napoleon am RheinEtwa zwei Jahrzehnte herrschten die Franzosen am Rhein. Und in diesen wenigen Jahren haben sie eine Menge Spuren hinterlassen. Das Rheinland war nach ihrem Abzug nicht mehr das Gleiche. Die ökonomischen Verhältnisse hatten sich verändert. Napoleon nutzte die Wirkungskraft Aachens und Karl des Großen für seine Politik. Aber es gab auch Widerstand. Nicht nur Erwachsene traten gegen französische Soldaten an, auch Kinder sangen Spottlieder oder freche Kinderverse. Was bleib von Napoleon und den Franzosen am Rhein, nachdem der Einfluss Preußens immer größer wurde?

Einige Fragen versucht "Napoleon am Rhein" aus dem Greven Verlag Köln zu beantworten. Der Nachfolger des erfolgreichen und vergriffenen Sammelbandes "Frankreich am Rhein" konzentriert sich vor allem auf die Zeit Napoleons. Autoren aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen untersuchen die Auswirkungen und Neuerungen seiner Herrschaft im Rheinland und spüren den vielfältigen Erinnerungen an diese Zeit der Umwälzung nach.

Jürgen Wilhelm (Hg.)
Napoleon am Rhein
Wirkung und Erinnerung einer Epoche

Herausgegeben von Jürgen Wilhelm
in Zusammenarbeit mit Georg Mölich
und Alexander Schmalz

200 Seiten mit 40 farbigen
Abbildungen
Gebunden mit Schutzumschlag
Format 16,7 x 24 cm
978-3-7743-0497-0